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Wie wirkt Sonnencreme?

Wie wirkt Sonnencreme?

Sonnencreme

Es wird schönes Wetter, die Sonne soll scheinen und jeder will nach draußen. Sonniges Wetter ist einfach nur traumhaft, aber dabei ist und bleibt es unglaublich wichtig, sich auch vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Glücklicherweise weiß das mittlerweile jedermann. Sonnencremes werden jedes Jahr wieder aus dem Schrank geholt und man schmiert sich in Windeseile damit ein. Aber wie wirkt eine Sonnencreme genau und wie schützt sie gegen die schädlichen Sonnenstrahlen? Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige für Sie und wie ist das mit der Haltbarkeit von Sonnencremes?

Bevor wir näher auf die Wirkung von Sonnencremes eingehen, möchten wir Sie zunächst etwas genauer über den Sonnenbrand an sich informieren. Was geschieht dabei genau?

Sonnenbrand

Das Sonnenlicht besteht aus verschiedenen Sorten von Strahlen. Ein Bestandteil des Sonnenlichts sind ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen). Diese bestehen wiederum aus UVA, UVB und UVC.

  1. UVA: Strahlung, die die Erde ungehindert erreicht. Eine hohe Dosis UVA ist schädlich für die Haut und verursacht frühzeitige Hautalterung.
  2. UVB: Strahlung, die die Erde nur teilweise erreicht. Diese Strahlung ist der wichtigste Faktor, wenn es zu Sonnenbrand kommt. Allerdings ist es auch verantwortlich für die Produktion von Vitamin D.
  3. UVC: Diese Strahlung ist am schädlichsten, erreicht die Erde jedoch nicht.

Zu viel UV-Strahlung kann sich schädlich auf die Haut ausüben. Dies kann auf lange und kurze Zeit böse Folgen haben. Das Rotwerden der Haut ist eigentlich ein Warnsignal, dass die Haut mit mehr UV-Strahlung belastet wird als sie eigentlich vertragen kann. Bei ernsten Verbrennungen sterben viele Zellen in der Haut ab, wodurch sie sich daraufhin schält. In extremen Fällen können sich sogar Blasen bilden. Auf lange Sicht gesehen vergrößert zu viel UV-Strahlung die Chance auf frühzeitige Hautalterung. Übermäßige Aussetzung an UV-Strahlung ist bei Kindern ein wichtiger Risikofaktor bei der Entstehung von Hautkrebs im späteren Alter. Aus neuesten Untersuchungen hat sich ergeben, dass Sonnenbrand im jungen Alter die Chance auf ein Melanom verdoppelt.

Dies sollten doch genug Gründe sein, um seine Haut vor den schädlichen Strahlen zu schützen. Sie hören überall Sätze wie „Genießen Sie die Sonne, aber bitte nur geschützt!“. Diesen Satz unterstreiche ich gerne. Und eine Art sich zu schützen ist das Einschmieren mit Sonnencreme.

Wie wirkt eine Sonnencreme?

Es gibt Sonnencremes in sämtlichen Sorten und Größen. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie schützen die Haut gegen Sonnenbrand und verkleinern so die Chance auf Hautalterung und Hautkrebs. Sonnencremes können in zwei Kategorien eingeteilt werden:

  1. Sonnencremes mit chemischen Sonnenfiltern:

Die Moleküle absorbieren die Strahlung und setzen die Energie in eine unschädliche Form um. Der Nachteil von chemischen Filtern ist, dass sie in Verbindung mit UV-Licht instabil sind. Dies bedeutet, dass der Sonnenschutz verringert, sobald Sie sich in direktem Sonnenlicht befinden.

  1. Sonnencremes mit mineralen Sonnenfiltern:

Diese Produkte enthalten zwei anorganische Stoffe: Titandioxide und Zinkoxide. Diese Inhaltsstoffe wirken wie eine Art Spiegel und sorgen für eine Reflexion und eine Streuung des UV-Lichts.

Es gibt viele Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Sonnenbrand das Risiko an Krebs zu erkranken erhöht. Wegen diesem Risiko wird geraten, sich konstant mit Sonnencreme einzuschmieren, da die Haut sonst sehr schnell verbrennt.

Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige für Sie?

Wenn Sie sich die Regale in der Drogerie anschauen, dann finden Sie Sonnencremes mit Lichtschutzfaktoren, die von 2 bis 50 reichen. Aber was bedeutet dieser Lichtschutzfaktor eigentlich?

Der Lichtschutzfaktor (LSF oder auch SPF für „sun protection factor“) drückt die Wirksamkeit der jeweiligen Sonnencreme aus. Dabei geht es um die UV-Absorption der Creme. Einfacher ausgedrückt: Der LSF gibt an, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann ohne sich zu verbrennen im Vergleich zu der Zeit, die Sie in der Sonne verbringen können, wenn Sie keine Sonnencreme aufgetragen haben. Der Dermatologe Dr. Felthaus nennt ein Beispiel: „Bei einem LSF von 4 kann jemand, der ohne Sonnencreme ungefähr 10 Minuten in der Sonne verbringen kann ohne zu verbrennen, etwa 40 Minuten in der Sonne verbringen. Dementsprechend würde dieselbe Person bei einem Lichtschutzfaktor von 15 ganze 150 Minuten (2 ½ Stunden) in der Sonne verbringen können. Der LSF gibt also den Multiplikator an.“

Welcher Lichtschutzfaktor nun der richtige für Sie ist, hängt unter anderem von Ihrem Hauttyp ab. Die KWF Krebsorganisation macht beispielsweise folgende Unterteilung:

  1. Hauttyp 1:

Verbrennt sehr schnell und wird nicht braun.

Rat: LSF 20-30

  1. Hauttyp 2:

Verbrennt schnell und wird langsam braun.

Rat: LSF 15+

  1. Hauttyp 3:

Verbrennt nicht schnell und wird relativ schnell braun.

Rat: LSF 15+

  1. Hauttyp 4:

Verbrennt fast nie und wird sehr schnell braun.

Rat: LSF 10-15

Wissen Sie nicht genau, in welche Kategorie Sie fallen? Machen Sie den Hauttypen-Test!

Wie oft sollten Sie sich einschmieren und mit wie viel Creme dann?

Das Einschmieren mit Sonnencreme gehört nicht zu unseren Lieblingsaktivitäten im Sommer. Meist wird diese lästige Tätigkeiten dann auch auf die Schnelle hinter sich gebracht. Allerdings ist es äußerst wichtig, das Einschmieren mit Sonnencreme nicht zu vernachlässigen und etwas genauer darauf zu achten, ob man die Sonnencreme denn auch wirklich richtig aufträgt. Die Sonnencreme sollte ungefähr 30 Minuten bevor Sie der Sonne ausgesetzt sind, aufgetragen werden. Diesen Vorgang sollten Sie daraufhin alle 2 Stunden wiederholen. Falls Sie jedoch schwimmen gehen, viel schwitzen oder am Strand sind, dann sollten Sie sich am besten noch regelmäßiger einschmieren. Vergessen Sie dabei nicht die empfindlichen Stellen, wie z.B. den Hals und die Ohren!

Am besten gebrauchen Sie beim Einschmieren eine großzügige Menge an Sonnencreme. In Untersuchungen von LSF wird normalerweise eine Menge von 2 mg/cm^2 vorausgesetzt. Der Schutzfaktor ist bei 1 mg Creme pro cm^2 nur halb so hoch wie der bei 2 mg/cm^2.

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass der Gebrauch von zu viel Sonnencreme zu einem Vitamin-D-Mangel führen kann. Diese Bedenken werden im Moment immer häufiger geäußert. Es ist also wichtig, eine gute Balance zu finden. Versuchen Sie, dafür zu sorgen, dass Sie genügend Vitamin D bekommen – das aber dann ohne Sonnenbrand.

Sonnencremes bieten einen besseren Schutz gegen UVB-Strahlung als gegen UVA-Strahlung. Auf der Packung der Sonnencreme können Sie lesen, ob das jeweilige Produkt auch Schutz gegen UVA Strahlen bietet. Laut Gesetz muss auf der Verpackung ein bestimmtes Logo gedruckt sein, das den Schutz genau beschreibt.

Haltbarkeit von Sonnencremes

Fast jeder hat etliche Sonnencremeflaschen zu Hause und hat meist keinen blassen Schimmer, ob die noch gut sind oder nicht. Kann Sonnencreme überhaupt ablaufen? Natürlich! Sonnencreme ist nach dem Kauf circa 1 bis 2 Jahre haltbar. Ist die Packung erst einmal geöffnet, dann verringert sich der Lichtschutzfaktor. Dies ist auch der Fall, wenn die Flasche warm wird. Wir raten Ihnen aus diesem Grund, die Sonnencreme nicht zu lange aufzubewahren und diese auch nicht der direkten Sonne auszusetzen. Weg mit all den alten Flaschen und einfach eine neue Flasche kaufen – es geht hier um Ihren eigenen Schutz!

Fakten:

  1. UV-Strahlung gelangt auch durch Glas.
  2. UV-Strahlung wird durch die Reflexion von Sand, Wasser, Schnee und Eis verstärkt.
  3. Laut einer Umfrage der Apotheken-Umschau fanden 49,8 Prozent, dass gebräunte Haut Schönheit und Fitness ausstrahlt.
  4. Viele denken, dass man mit Sonnenschutz nicht braun wird.
  5. Die Anzahl Deutscher mit Hautkrebsdiagnose steigt ständig.

Das Einschmieren an sonnigen Tagen kann Ihnen einen Haufen Elend ersparen. Darum rate auch ich Ihnen: Genießen Sie die Sonne, aber vergessen Sie bitte nicht sich einzuschmieren..!

Weitere Quellen:

www.krebshilfe.de