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Wechseljahresbeschwerden

Wechseljahresbeschwerden treten in Folge von hormonellen Veränderungen auf. Gut und gerne 80 % aller Frauen in der Zeit vor oder nach der Menopause sind mit ihnen vertraut. Hitzewallungen sind hierbei die weitaus bekannteste Erscheinung der Wechseljahre. Diese sind jedoch nur die Spitze des… Vulkans! Es gibt eine ganze Liste von Erscheinungen, die diesen Wendepunkt im Leben einer Frau ‚markieren‘.

Die 5 bekanntesten Wechseljahresbeschwerden

Einige Wechseljahresbeschwerden sind lediglich lästig, andere können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Welche Wechseljahresbeschwerden und in welchem Maße diese auftreten ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Wir haben die meist verbreiteten Wechseljahresbeschwerden für Sie zusammengetragen:

1. Hitzewallungen

Etwa 60-80 % aller Frauen in den Wechseljahren leiden unter Hitzewallungen. Diese Erscheinung wird als ein plötzliches, vorübergehendes Gefühl von Wärme beschrieben, die sich über den ganzen Körper ausbreitet. Auch kann Erröten und eine deutlich erhöhte Temperatur des Oberkörpers wahrgenommen werden. Tritt dies nachts auf, ist auch von Nachtschweiß die Rede.

2. Unregelmäßiger Menstruationszyklus

Das erste Anzeichen der Wechseljahre ist häufig ein unregelmäßiger Menstruationszyklus. Die Menstruation kann hierbei kürzer oder eben auch länger als gewöhnlich anhalten. Auch der Abstand zwischen zwei Menstruationsphasen kann länger oder kürzer sein. Darüber hinaus können Menstruationsblutungen schwerer aber auch schwächer ausfallen.

3. Vaginale Trockenheit

Vaginale Trockenheit und daraus resultierendes Schmerzempfinden beim Sex gehört zu den Wechseljahresbeschwerden, über die viele Frauen nicht gerne sprechen. Wir raten Ihnen genau dies zu tun. Nur wenn Sie mit Ihrem Partner über Ihre Probleme reden, können Sie gemeinsam eine Lösung finden. So können Sie z.B. Nutzen aus einem verlängerten Vorspiel ziehen. Dieses kann dazu beitragen, dass Sie doch noch feucht werden. Zusätzlich können Sie den Gebrauch eines Gleitmittels in Erwägung ziehen.

4. Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen während der Wechseljahre werden häufig nicht für voll genommen. Und das, obwohl sie eine bedeutende Rolle spielen. So hat eine Studie gezeigt, dass Schwankungen im Sexualhormon Östrogen auch Schwankungen in der Serotoninproduktion hervorrufen können. Dieser Neurotransmitter (ein Botenstoff, der Nervenimpulse zwischen den Nervenzellen im Gehirn transportiert.) spielt eine wichtige Rolle für die Stimmung, in der ein Mensch sich befindet. Daher können Schwankungen im Serotoninspiegel, Stimmungsschwankungen und andere psychische Beschwerden zur Folge haben.

5. Gewichtszunahme

Viele Frauen nehmen in den Wechseljahren an Gewicht zu, wenngleich sie auch nicht mehr essen. Achten Sie daher in diesem Lebensabschnitt besonders auf Ihre Ernährung. Studien haben gezeigt, dass Sie durch den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, sowohl Ihr Übergesicht als auch andere Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Übelkeit in den Griff bekommen können. Zu diesen Lebensmitteln gehören unter anderem Alkohol, Zucker, konservierungsmittelenthaltende Lebensmittel, Koffein, Thein, und scharfe Gewürze. Ein Ernährungsmuster, welches Ihre Wechseljahresbeschwerden verringern kann, besteht unter anderem aus Getreideerzeugnissen, ausreichend Obst und Gemüse und Fisch.

Wie lang halten Wechseljahresbeschwerden an?

Frauen der westlichen Bevölkerung haben ihre letzte Menstruation in der Regel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Global gesehen beginnen die Wechseljahre fünf Jahre eher und halten bis zu zwei oder drei Jahre länger an. Während dieser Zeit können auch Wechseljahresbeschwerden auftreten. Wir raten Ihnen diese zu akzeptieren. Dadurch werden die Wechseljahre ein Stück weit erträglicher. Hören Sie zudem auf Ihren Körper und sprechen Sie mit anderen Frauen über die Veränderungen, die Sie an Ihrem Körper und Ihrem Gemütszustand wahrnehmen.