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Wechseljahre

Die Wechseljahre

Die Wechseljahre sind sowohl körperlich, als auch geistig gesehen ein richtiger Übergang…. In dieser Lebensphase beginnt für eine Frau das Ende ihrer Fruchtbarkeit.

Aber was sind die Wechseljahre eigentlich genau? Häufig wird angenommen, dass es sich dabei um das Gleiche handelt wie die Menopause. Zu Unrecht. Die Menopause ist nämlich die letzte Menstruation einer Frau. Die Wechseljahre spielen sich um die Menopause herum ab. Es handelt sich dabei um die Periode in der sich der weibliche Körper hormonell neu ausrichtet. Dieser Vorgang geht mit hormonellen Schwankungen einher, was wiederum zu Beschwerden führt die einige Jahre andauern können. Circa 80% der Frauen leiden unter Beschwerden während der Wechseljahre, wie nächtliche Schweißausbrüche oder Hitzewallungen.

Wann setzten die Wechseljahre ein?

Das Alter in dem die Wechseljahre bei der Frau einsetzten unterscheidet sich individuell. Die meisten westlichen Frauen menstruieren zum letzten Mal zwischen dem 40sten und 60sten Lebensjahr. Das Durchschnittsalter der Menopause liegt bei 51 Jahren. Auch die Dauer der Wechseljahre variiert bei jeder Frau. Insgesamt setzen sie ca. 5 Jahren vor der Menopause ein und halten bis zu 2/3 Jahre danach an.

Was geschieht während der Wechseljahre?

Um das verstehen zu können müssen wir noch mal kurz einen Exkurs zum Anfang des Frauenlebens machen:

Jede Frau kommt mit einem Vorrat von Millionen von Eizellen auf die Welt. Diese befinden sich in ihren Eierstöcken. Die meisten Eizellen werden niemals reifen. Das geschieht gerade mal bei 300-400 Eizellen. Dieser Prozess setzt in der Pubertät ein, um genau zu sein: ab der ersten Menstruation. In einem komplexen Zusammenspiel zwischen dem Follikel-stimulierenden Hormon, dem luteinisierendnen Hormon, Östrogen und Progesteron kommt es jeden Monat zur Reifung der Eizelle, dem Eisprung (Ovulation) und der Stärkung der Gebärmutterschleimhaut. Sobald eine Eizelle nicht befruchtet ist wird sie während der Menstruation gemeinsam mit der zusätzlichen Gebärmutterschleimhaut wieder abgestoßen und der Prozess beginnt wieder von vorne. Es ist wichtig zu wissen, dass die Eierstöcke die Hormone Östrogen und Progesteron produzieren.

In 3 Phasen durch die Wechseljahre

Die Wechseljahre beginnen sobald der Vorrat der Eizellen stark abgenommen hat, wodurch die Eierstöcke weniger Östrogen und Progesteron produzieren. Hierdurch hat der Körper mehr Probleme damit die Eier reifen zu lassen. Zudem wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut komplizierter. Diese Phase der Wechseljahre wird auch als „Vor-Menopause“ bezeichnet.

Gleichzeitig wird die Produktion von Östrogen und Progesteron durch die Eierstöcke eingestellt und damit auch der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Der letzte Tag der letzten Menstruation wird als Menopause bezeichnet.

Hieran knüpft die dritte Phase der Wechseljahre an, die auch Post-Menopause genannt wird. In dieser Periode gewöhnt sich der Körper noch an den neuen Hormonspiegel. Dadurch kann es womöglich zu Wechseljahresbeschwerden kommen. Sie hören auf, wenn der Körper sein neues hormonelles Gleichgewicht gefunden hat.

Welche Beschwerden gehören zu den Wechseljahren?

Falls Sie sich in den Wechseljahren befinden können Sie möglich an körperlichen, oder geistigen Beschwerden leiden. Falls Sie Glück haben leiden Sie nur unter sehr geringen oder gar keinen Übergangsbeschwerden. Es gibt allerdings auch Frauen, die unter derart großen Beschwerden leiden, dass Sie keinen normalen Alltag mehr erleben können.

Körperliche Beschwerden

Die ersten Anzeichen der Wechseljahre sind häufig Veränderungen in der Menstruation und/oder des Menstruationszyklus. Sie erkennen dies an den nachfolgenden Erscheinungen:

  1. Der Menstruationszyklus ist unregelmäßiger: die Zeitspanne zwischen zwei Menstruationen wird länger und/oder kürzer;
  2. Ihre Menstruation dauert länger und/oder kürzer;
  3. Der Blutverlust während der Menstruation wird mehr oder weniger;
  4. Die Menstruationsbeschwerden wie Bauschmerzen oder Rückenschmerzen werden schlimmer oder besser.

Andere körperliche Beschwerden während der Wechseljahre sind:

  1. Hitzewallungen: kurze, intensive Hitzeattacken, die mit einem roten Gesicht / roten Hals einhergehen, einem fiebrigen Gefühl und Schweißanfällen;
  2. Nächtliche Schweißausbrüche;
  3. Gespannte Brüste;
  4. Beschwerden beim urinieren;
  5. Vaginale Trockenheit, so dass der Sex schmerzhaft sein kann;
  6. Wiederkehrende vaginalen Hefepilz-Infektionen;
  7. Zystitis;
  8. Schmerzhafte Ovulation;
  9. Müdigkeit / Lethargie;
  10. Schlechtes ein – oder durchzuschlafen;
  11. Gewichtszunahme.

Geistige Beschwerden

Leider werden die geistigen Beschwerden während der Wechseljahre noch immer nicht von Jedem ernst genommen. Untersuchungen haben ergeben, dass dies zu Unrecht geschieht. Es scheint so, dass die Hormonschwankungen auch Schwankungen bei der Produktion von Serotonin verursachen. Da dieser Stoff eine wichtige Rolle für unserere Stimmung spielt, können Schwankungen im Serotoninhaushalt Stimmungsschwankungen oder andere psychische Erscheinungen hervorrufen.

Geistige Beschwerden die von Frauen während der Wechseljahre erfahren werden sind u.a.:

  1. Stimmungsschwankungen;
  2. Reizbarkeit;
  3. Unsicherheit;
  4. Nervosität;
  5. Sorgen;
  6. Wut;
  7. Verwirrtheit;
  8. Vergesslichkeit;
  9. Depressionen.

Was kann man gegen die Beschwerden während der Wechseljahre unternehmen?

Falls die Wechseljahre Beschwerden bei Ihnen verursachen können Sie das ein oder andere unternehmen um die Beschwerden zu lindern. Einige Frauen leiden dermaßen an Hormonschwankungen, dass sie Medikamente einnehmen können um den Östrogenmangel und/oder Progesteronmangel aufzufüllen.

Selbsthilfe bei:

Menstruationsbeschwerden

Ein guter körperlicher Zustand ist wichtig, vor allem wenn Sie infolge der Wechseljahre viel Blut verlieren oder infolge einer schweren und/oder häufigeren Menstruation. Achten Sie ferner auf die folgenden Dinge:

  1. Gesund und eisenreich essen. Beispiele für Nahrungsmitteln mit viel Eisen sind: Vollkornprodukte, Fleisch, Blattsalate und getrocknete Früchte;
  2. Eine halbe Stunde täglich aktiv bewegen. Denken Sie z.B. ans Fahrrad fahren, wandern, schwimmen oder joggen;
  3. Ausreichend schlaf.

Hitzewallungen

  1. Tragen Sie feuchtigkeitsdurchlässige und –absorbierende Kleidung. Wolle, Baumwolle und Seide sind Beispiele hierfür;
  2. Schlafen Sie nicht unter einer synthetischen Bettdecke, sonder unter Bauwoll- oder Wolldecken;
  3. Seien Sie vorsichtig mit warmen Getränken, Alkohol und gewürzten Speisen. Diese Produkte können immer auch Hitzewallungen auslösen.

Vaginale Trockenheit

Falls die Wechseljahre bei Ihnen vaginale Trockenheit verursachen ist es zunächst einmal wichtig, dass Sie mit Ihrem Partner darüber sprechen. Dabei können die nachfolgenden Tipps helfen:

  1. Nehmen Sie sich genügend Zeit fürs Vorspiel. Viele Frauen benötigen mehr Zeit dafür um feucht zu werden;
  2. Informieren Sie Ihren Partner umgehend über Ihre Schmerzen damit sich Ihr Partner hierauf einstellen kann. Auf diese Weise beugen Sie der Angst vor dem Geschlechtsverkehr vor wodurch sich wiederum die Beckenbodenmuskeln entspannen. Dies kann nämlich wiederum zu extra Schmerzen führen.
  3. Nutzen Sie ein Gleitmittel. Diese sind bei Dokteronline.com frei erhältlich.