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Typische Kinderkrankheiten

Typische Kinderkrankheiten

Was sind die häufigsten Kinderkrankheiten?

Kinder sind regelmäßig krank. Neben Erkältung und Grippe erkranken sie häufig an allerlei Kinderkrankheiten. Für Ihr Kind und Sie selbst ist das sehr unangenehm, doch es hat auch eine positive Seite: Kinder, die diese Krankheiten erfahren, entwickeln ein gutes Immunsystem, wovon sie noch lange profitieren werden. In diesem Artikel haben wir einmal die häufigsten Kinderkrankheiten zusammengetragen. Gefährliche Kinderkrankheiten wie Keuchhusten, Masern, Diphterie und Röteln sind dank Impfungen nur noch selten zu beobachten.

Windpocken

Windpocken äußern sich durch rote Flecken am Körper sowie im Gesicht, aus denen später Blasen entstehen. Sobald die Blasen aufplatzen bildet sich eine Kruste, welche nach etwa einer Woche von selbst abfällt.

Was Sie tun können

Viele Kinder leiden während einer Erkrankung an Windpocken unter Juckreiz. Dennoch ist es wichtig, dass weder die Kruste noch die Blasen aufgekratzt werden, da hierdurch Narben zurückbleiben können. Stattdessen empfiehlt sich, eine Spezialsalbe oder mit Menthol angereichertes Talkpuder zu verwenden, um den Juckreiz zu lindern.

Leidet Ihr Kind unter Windpocken, fühlt sich dieses oft über mehrere Tage unwohl und matt. Der Gang zum Hausarzt ist jedoch nur dann erforderlich, wenn die Windpocken sich entzünden, der Zustand Ihres Kindes sich verschlechtert oder Sie als Mutter schwanger sind. Windpocken sind hoch ansteckend, wodurch die Gefahr gegeben ist, dass eventuelle Geschwister ebenfalls an Windpocken erkranken.

Scharlach

Auch Scharlach zählt zu den häufigsten Kinderkrankheiten. Hierbei handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, welche durch ein Bakterium verursacht wird und vorwiegend bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren auftritt. Die Krankheit äußert sich anfänglich durch hohes Fieber, Erbrechen sowie Kopf- und Halsschmerzen bevor sich grellrote Flecken auf dem gesamten Körper abgesehen von Nase und Mund bilden. Die mit roten Flecken übersäte Haut erinnert an Gänsehaut und fühlt sich an wie Schleifpapier. Nach einigen Tagen beginnt die Haut sich zu schälen. Der Krankheitsverlauf erstreckt sich in der Regel auf eine Dauer von 7 bis 10 Tagen nach deren Ablauf die Krankheit von selbst vorübergeht.

Was Sie tun können

Da Scharlach bereits ansteckend ist bevor die Flecken auftreten, dürfen Sie Ihr Kind in der Regel weiterhin in die Kindertagesstätte, die Vorschule oder die Schule geben, vorausgesetzt dass dieses sich gut fühlt. Informieren Sie jedoch stets die Kindergarten- / Schulleitung oder die Lehrer über die Erkrankung Ihres Kindes.

Grindblasen (Impetigo contagiosa)

Grindblasen beschreibt eine ansteckende Hautinfektion, welche vor allem bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren auftritt. Die Infektion äußert sich zunächst durch eine kleine aufgekratzte Stelle im Bereich des Mundes. Im weiteren Verlauf der Krankheit entstehen auch auf weiteren Bereichen des Körpers kleine Wunden mit gelblichem Grind.

Was Sie tun können

Leidet Ihr Kind unter Grindblasen ist der Gang zum Hausarzt unbedingt erforderlich. Dieser wird Ihrem Kind eine Creme verschreiben, welche eine schnelle Linderung der Beschwerden herbeiführt. Die Wunden verheilen in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Wochen.

Pseudokrupp

Pseudokrupp ist eine Kinderkrankheit, welche viele Eltern in Angst und Schrecken versetzt, und auch bei den Kindern oft mit Angstgefühlen einhergeht. Kinder im Alter von bis einschließlich 4 Jahren können an Pseudokrupp erkranken. Die Krankheit äußert sich durch eine Entzündung der oberen Luftwege nahe der Stimmbänder. Durch die Entzündung schwellen die Schleimhäute im Bereich der Stimmbänder an, wodurch die Atmung des Kindes eingeschränkt wird und es zu pfeifenden Geräuschen beim Einatmen kommt. Am drastischsten äußern sich die Symptome meist am Abend und in der Nacht. Besonders häufig sind Kinder von Pseudokrupp betroffen, wenn diese bereits erkältet sind. Die Beschwerden vergehen in der Regel nach einigen Tagen.

Was Sie tun können

Leidet Ihr Kind unter Pseudokrupp, ist es vor allem wichtig, dass Sie selbst die Ruhe bewahren. Dies gilt eigentlich für jegliche Kinderkrankheiten, denn Panik und Unruhe verstärken die Beschwerden nur zusätzlich. Gönnen Sie Ihrem Kind Ruhe und warten Sie bis die schlimmsten Beschwerden vorüber sind. Suchen Sie Ihren Hausarzt auf, sollte Ihr Kind unter Atemnot leiden, verängstigt sein oder einen sehr erschöpften Eindruck machen. Der Arzt kann Ihrem Kind atemwegserweiternde Medikamente zur Linderung der Atemnot verschreiben. Zudem können Sie mit Ihrem Kind einige Runden an der kalten und feuchten Luft drehen, um die Beschwerden zu lindern.

Ringelröteln und Drei-Tage-Fieber

Ringelröteln und Drei-Tage-Fieber zählen ebenfalls zu den häufigsten Kinderkrankheiten. Beide sind ansteckende Fleckenkrankheiten bei denen ein Unwohlsein der Kinder in der Regel ausbleibt. Ringelröteln äußern sich durch kleine rote Flecken im Gesicht, welche sich im Verlauf der Krankheit über den gesamten Körper ausbreiten. In vielen Fällen laufen die Wangen feuerrot an und viele der betroffenen Kinder leiden unter Fieber. Auch das Drei-Tage-Fieber geht neben Fieber mit fleckenartigem rosarotem Hautausschlag einher. Die Flecken vergehen hierbei innerhalb einer Woche.

Was Sie tun können

Nur eine Laboruntersuchung kann zeigen, ob Ihr Kind unter Ringelröteln oder Drei-Tage-Fieber leidet. Da beide Krankheiten jedoch von milder Natur sind, wird auf eine solche Untersuchung in der Regel verzichtet. Beide Krankheiten bedürfen keiner Behandlung und vergehen nach einiger Zeit von selbst. Leidet Ihr Kind unter Ringelröteln oder Drei-Tage-Fieber während Sie schwanger sind, ist der Gang zum Hausarzt unabdingbar, da beide Krankheiten eine Gefahr für das ungeborene Kind darstellen können.

Ohrenentzündung und Ohrenschmerzen

Eine Ohrenentzündung kommt regelmäßig vor bei kleinen Kindern. Rund 80 % aller Kinder zwischen 0 und 3 Jahren hat mindestens einmal eine Mittelohrentzündung. Diese geht mit Ohrenschmerzen und Fieber einher. Bei sehr kleinen Kindern sind Ohrenschmerzen an einem Greifen des Kindes nach dem Ohr zu erkennen. Babys können zudem weniger trinken, da in Folge der Ohrenschmerzen das Saugen ebenfalls Schmerzen bereitet.

Was Sie tun können

Eine Ohrenentzündung vergeht meist von selbst. Bei kleinen Kindern sowie beim Auftreten von Fieber oder wenn die Ohrenschmerzen länger als drei Tage anhalten, ist es ratsam, den Hausarzt aufzusuchen.

Zur Linderung der Schmerzen kann ein wenig Salat- oder Olivenöl in das Ohr getropft werden. Verzichten Sie hierauf jedoch, sollte Ihr Kind unter Ohrenfluss leiden, wobei eine weiß-gelbe dickliche Flüssigkeit aus dem Ohr austritt. Bei Ohrenfluss lässt der Schmerz oft schneller nach, da der Druck auf das Trommelfell durch das Austreten der Flüssigkeit verringert wird. Konsultieren Sie Ihren Arzt, sollte der Ohrenfluss länger als eine Woche anhalten.

Alle hier beschriebenen Erkrankungen zählen zu den häufigsten Kinderkrankheiten. In der Regel handelt es sich hierbei um unangenehme doch ungefährliche Erkrankungen, da die meisten Kinder gegen die wirklich gefährlichen Krankheiten geimpft sind. Leidet Ihr Kind an einer ernsthaften Erkrankung oder haben Sie Bedenken, dann wenden Sie sich an Ihren Hausarzt.

Neben Kinderkrankheiten sind auch Kopfläuse und Warzen häufige Erscheinungen bei Kindern. Zwar handelt es sich hierbei nicht um Erkrankungen, aber auch diese Beschwerden können Sie prima selbst in den Griff bekommen. Im Handel sind verschiedene Produkte zur Behandlung von Kopfläusen und Warzen erhältlich.

Quellen: Bundesgesundheitsblatt; Kinderärzte im Netz; rivm.nl