Blog

Testosteronmangel – Die Fakten

Testosteronmangel – Die Fakten

Sechs Fakten zum Thema Testosteron und Testosteronmangel

Für jeden der schon immer mehr über Testosteron wissen wollte, haben wir hier 6 Fakten für Sie recherchiert und zusammengefasst.

1. Testosteron ist DAS männliche Sexualhormon.

Der Botenstoff regelt die Spermienreifung, den Muskelaufbau und die Ausprägung der männlichen primären und sekundären Geschlechtsmerkmale. Testosteron steigert das sexuelle Verlangen und verleiht Männern Antrieb, Ausdauer und Dominanz. Aber das Hormon spielt darüber hinaus, wie man heute weiß, auch eine bedeutsame Rolle für die Gesundheit.

2. Ein gesunder Testosteronspiegel

Der Normbereich für den Testosteronspiegel im Blut ist relativ breit. Testosteron-Konzentrationen zwischen 12 und etwa 35 nm/l (Nanomol pro Liter ist eine in medizinischen Labors gebräuchliche Konzentrationsangabe) gelten als vollkommen normal. Auch die Schwankungen des Spiegels im Tagesverlauf können erheblich sein. Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion des Hormons im Hoden ab. Etwa ab dem 35. Lebensjahr sinkt so der Testosteronspiegel jährlich im Schnitt um etwa ein Prozent. Auch chronische Erkrankungen beeinflussen den Hormonspiegel negativ. Viele Männer behalten trotzdem bis ins hohe Alter ihre Virilität. Unterschreitet die Testosteronkonzentration aber deutlich den Wert von 12 nm/l, können typische Beschwerden resultieren.

3. Beschwerden durch Testosteronmangel

Andropause oder Hypogonadismus sind zwei Bezeichnungen für die durch Testosteronmangel hervorgerufenen Beschwerden. Leitsymptom ist die sexuelle Dysfunktion (Nachlassen des sexuellen Begehrens und der Erektionsqualität). Aber auch Verlust an Muskelmasse, Zunahme des Körperfetts, reduzierte Knochendichte bis hin zur Osteoporose, Anämie, herabgesetzte Vitalität und kognitive Einschränkungen lassen sich oft auf Testosteronmangel zurückführen. Im Gegensatz zur weiblichen Menopause ist die Andropause allerdings keine unvermeidliche Begleiterscheinung des Alterns.

4. Das Metabolische Syndrom

Testosteronmangel wird mit dem sogenannten Metabolischen Syndrom in Verbindung gebracht. Die verbreitete Kombination aus Übergewicht, hohem Blutdruck, Arteriosklerose, Insulinresistenz bis hin zum Diabetes, hohen Blutfett- und Blutzuckerwerten steigert das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich. Ob Testosteronmangel die Ursache oder eher die Folge des Metabolischen Syndroms ist, wird heiß diskutiert. Auf der einen Seite stehen Untersuchungen, die übergewichtigen Männern ein erhöhtes Risiko bescheinigen, Hypogonadismus zu entwickeln. Andere Studien dagegen stellen bei Männern, deren Prostatakarzinome mit Anti-androgenen (Medikamenten, die den Testosteronspiegel senken) behandelt wurden, ein deutlich erhöhtes Risiko für Diabetes und Metabolisches Syndrom fest. Weiterhin gibt es eine Reihe von Hinweisen darauf, dass Testosteron direkt in den Zucker- und Fettstoffwechsel eingreift. In jedem Fall ist die Verbindung zwischen Testosteronmangel und ernsten gesundheitlichen Risiken heute unumstritten.

5. Testosteronmangel kann durch eine Testosteron-Therapie behandelt werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Hormonspiegel zu normalisieren. Testosterongele werden täglich auf die Haut im Oberkörperbereich aufgetragen, wo der Wirkstoff direkt ins Gewebe aufgenommen wird. Die regelmäßige Anwendung sorgt für einen konstanten Hormonspiegel. Körperkontakt mit Frauen und Kindern ist bei dieser Therapieform allerdings nicht ganz unproblematisch. Mehr Sicherheit bieten moderne Präparate, die für die komfortable Anwendung in der Achselhöhle konzipiert sind. Testosteroninjektionen werden in längeren Zeitabständen vom Arzt verabreicht. Hier wird das aktive Hormon verzögert freigesetzt, so dass sich eine Depotwirkung ergibt. Die klassische Testosteronspritze hält zwei bis drei Wochen vor, die sogenannten Drei-Monats-Spritze 10 bis 14 Wochen. Gegen Ende dieser Zeit kommt es meist zu einem Nachlassen der Wirkung.

6. Effekte einer Testosteronbehandlung

Neben dem offensichtlichen Gewinn an Lebensqualität, der aus einer wiederhergestellten Libido und Erektionsfähigkeit resultiert, zeigen viele Studien auch positive gesundheitliche Auswirkungen der Testosterontherapie bei Hypogonadismus. Bei den behandelten Männern verringerten sich die Symptome des Testosteronmangels und des Metabolischen Symptoms. Körpergewicht, Blutzucker und Blutfette zeigten eine deutliche Tendenz zur Normalisierung. Da Ergebnisse von Langzeitstudien noch nicht vorliegen, empfehlen Ärzte aber die engmaschige medizinische Kontrolle einer solchen Behandlung. Erfahren Sie mehr dazu auf Dokteronline.com .