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Syphilis: die Symptome

An welchen Symptomen erkennen Sie eine Syphilis?

Bei einer Syphilis handelt sich um eine ernste Geschlechtskrankheit, die durch das Bakterium Treponema Pallidum verursacht wird. Die ersten Symptome einer Syphilis-Infektion sind einzelne oder mehrere Pusteln an den Stellen, an denen sich jemand angesteckt hat. Dies kann daher die Vagina (beim Vaginalsex) oder der Mund (beim Oralsex) sein. Diese Pusteln können eine Größe von ca. 1 cm erreichen, fühlen sich zwar hart an, rufen in der Regel jedoch keine Schmerzen hervor.

Unbehandelt hat die Krankheit ernste Folgen

Wenn die Syphilis nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sich diese Erkrankung im Laufe der Jahre über die Blutbahn im Körper ausbreiten. So können z.B. das Herz, das Gehirn und das Rückenmark geschädigt werden. Die damit im Zusammenhang auftretenden Symptome sind Lähmungserscheinungen, ein Verlust des Sehvermögens und psychische Störungen. In den vergangenen Jahrhunderten war es nicht ungewöhnlich, dass eine Syphilis-Erkrankung auch zum Tod führen konnte. Erst durch die Entdeckung von Antibiotika hat sich das Blatt diesbezüglich gewendet. Dennoch ist es enorm wichtig, dass Sie die Symptome von Syphilis schnellstmöglich erkennen, damit mit der benötigten Antibiotikakur so schnell wie möglich begonnen werden kann. Nur so können Sie ernsten Gesundheitsproblemen und einer weiteren Verbreitung der Syphilis vorbeugen.

Syphilis-Stadien & die dazugehörigen Symptome

Syphilis ist eine Geschlechtskrankheit, die (unbehandelt) vier Stufen durchläuft. Jedes Stadium hat andere Symptome. Die Syphilis ist nur in den ersten drei Phasen ansteckend.

Die primäre Phase

Die primäre Syphilis führt zu überhaupt keinen Beschwerden. Falls dennoch Beschwerden auftreten, dann geschieht dies so ca. 2-12 Wochen nach der Ansteckung. Neben den bereits genannten Pusteln können sich auch noch andere Stellen im Körper anstecken. Die Finger sind hierfür ein Beispiel. Zudem können die Lymphknoten in der Nähe der Pusteln anschwellen. Sie fühlen die Knubbel im Hals oder der Leiste.

Die asymptomatische Phase

Die primären Symptome der Syphilis gehen nach etwa 3 bis 6  Wochen wieder vorüber. Auch wenn sich jemand nicht behandeln lässt. In diesem Fall ist die Erkrankung nicht geheilt, sondern sie schlummert weiterhin in den Nervenkoten nahe der infizierten Stelle.

Die sekundäre Phase

Ca. 3 bis 6 Wochen nachdem die Pusteln aufgetreten sind, vollzieht sich die zweite Phase der Syphilis. Das Bakterium Treponema Pallidum hat sich inzwischen über die Blutbahn in den gesamten Körper verteilt. Die möglichen Symptome der sekundären Syphilis sind:

  1. Das Gefühl krank zu sein. Hierbei ist vor allem ein grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen zu denken;
  2. Flecken (manchmal auch nur ganz leicht). Sie befinden sich zwar auf dem gesamten Körper, ohne jedoch zu jucken;
  3. Hierdurch können auf der Kopfhaut kahle Flecken entstehen;
  4. Augenentzündungen und Sehverlust;
  5. Warzenartige, weißgraue Knäuel an der Vagina, dem Penis oder dem Anus.

Die tertiäre Phase

Nach 2 bis 4 Jahren geht die unbehandelte Syphilis in die tertiäre Phase über. In diesem Stadium können innwandige Organe, wie das Kreislauf-System, das Herz (kardiovaskuläre Syphilis) oder Nervensystems (Neurosyphilis) geschädigt werden und sich unter anderem die Haut, die Knochen oder das Rückenmark entzünden. Im letzteren Fall kommt es auch zu den Lähmungserscheinungen. Mögliche Symptome der kardiovaskulären Syphilis sind Schmerzen in der Brust (Angina Pectoris), ein Herzinfarkt und ein Aneurysma (lokale Erweiterung) der Aorta die daraufhin reißen kann. Die Symptome der Neurosyphilis sind unter anderem Kopfschmerzen, Nackenstarre, Übelkeit, Verwirrtheit, Persönlichkeitsveränderungen und Demenz.