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Machen Sie mit beim „Dry January“? Oder wird es sogar ein „Dry 2020“?

Machen Sie mit beim „Dry January“? Oder wird es sogar ein „Dry 2020“?

Etwa eineinhalb Stunden. So lange braucht Ihr Körper, um ein Glas Alkohol zu verarbeiten. Ihre Leber schafft das ohne große Probleme. Aber wer trinkt nicht schon mal mehr oder öfter. Januar ist der perfekte Zeitpunkt, um den Alkoholkonsum zu reduzieren. Vielleicht haben Sie sich sogar vorgenommen, das ganze Jahr 2020 weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken. Oder denken Sie noch darüber nach?

Klar: Aller Anfang ist schwer. Bei Gewohnheiten – und dazu kann der Alkoholkonsum gehören – rutscht man schnell wieder in die alte Spur hinein. Eine Party, ein Essen mit Freunden, der Freitagsumtrunk, dieser ganz besondere Geburtstag… Was immer Sie sich auch vorgenommen haben: Ihr Ziel muss Ihnen deutlich vor Augen stehen. Sie wollen den ganzen Monat Januar nichts trinken? Dann trinken Sie auch nichts auf dieser Party. Möchten Sie nur noch am Wochenende etwas trinken oder dem Alkohol ganz abschwören? Haben Sie für sich ein klares Ziel formuliert? Dann können Sie es mit diesen Tipps schaffen:

Was macht Alkohol mit uns?

Alkohol hat einen großen Einfluss auf den Körper, und nicht nur einen schlechten. Ein Glas Wein zum Beispiel entspannt uns; wir sind weniger gehemmt. Alkohol kann jedoch das Krankheitsrisiko erhöhen. Das ist schon bei dem einen Glas der Fall, das man sich regelmäßig gönnt.

  • Alkoholkonsum begünstigt Mund-, Rachen-, Speiseröhren- und Kehlkopfkrebs.
  • Alkohol stört die Leberfunktion und kann die Funktion des Gehirns beeinträchtigen.
  • Alkohol kann zu Blutdruckanstieg führen, was das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.
  • Alkohol reizt den Magen, was Sodbrennen zur Folge haben kann.
  • Alkohol ist kalorienreich. Ein Glas Rotwein zum Beispiel hat 123 Kalorien und ein Bier 113 Kalorien. Regelmäßiger Alkoholkonsum ist daher nicht gut für die Linie.

Und natürlich wacht man nach einer durchfeierten Nacht weniger fit auf als sonst. Der Abend war dann zwar super, doch den Tag danach kann man meistens abschreiben. Außerdem schläft man wahrscheinlich schlechter. Möchten Sie wissen, ob Sie ohne Alkohol fitter sind? Wie wäre es dann mit einem alkoholfreien Monat?

Ein Monat ohne Alkohol: Macht das Sinn?

Nun denken Sie sicher: Macht es überhaupt Sinn, einen Monat keinen Alkohol zu trinken? Und ob! Wie Untersuchungen der British University of Sussex gezeigt haben, wirft auch eine zeitweilige Alkoholpause schon Früchte ab. Die Probanden durften während eines „Dry January“ keinen Alkohol konsumieren. Die meisten von ihnen schliefen in dieser Zeit besser, hatten mehr Energie und nahmen ab. Obendrein hatten sie Geld gespart. Das Bemerkenswerteste aber war, dass sie auch nach dem „Trockenen Januar“ weniger tranken. Ein Monat ohne Alkohol lohnt sich daher auch langfristig.

Ein alkoholfreier Monat – der Effekt

Eine einmonatige Trinkpause gibt Ihrem Körper die Möglichkeit, Schäden zu reparieren. Vor allem die Leber scheint etwas davon zu haben, wie auch der Hepatologe Hans van Vlierberghe vom Universitätsklinikum Gent bestätigt: „Die Leber hat eine gute Regenerationsfähigkeit. Wenn man eine Weile nicht trinkt, bekommt sie mehr Luft und das Narbengewebe wird nicht weiter angegriffen.“

Aufhören – aber wie?

Möchten auch Sie den Alkohol einen Monat lang (oder länger) stehen lassen? Dann stellen Sie sich auf gelegentliche Entzugserscheinungen ein, wie z.B. Unruhe, Schlaflosigkeit und schlechtere Laune. Das geht allerdings auch wieder vorbei. Nach einigen alkoholfreien Tagen fühlen Sie sich sogar besser als zuvor. Schließlich sind Sie Ihrem Ziel schon näher und merken, dass Sie es auch alkoholfrei durch den Abend schaffen. Mit den folgenden Tipps wird Ihr Monat ein Erfolg:

  1. Setzen Sie sich ein klares Ziel: Ein Januar ohne Alkohol ist ein Januar ohne Alkohol.
  2. Wenn Sie doch nicht auf das gelegentliche Gläschen verzichten wollen, dann greifen Sie zu Bier oder Wein ohne Alkohol. Heutzutage gibt es ein großes Angebot. Sie brauchen also in geselliger Runde nicht zurückzustehen.
  3. Seien Sie deutlich, auch wenn Ihr Umfeld Sie für einen Spaßverderber hält. Irgendwann sehen auch die anderen, wie gut Ihnen das Nichttrinken tut, und lassen sich vielleicht sogar inspirieren.
  4. Meldet sich die Lust auf ein Gläschen Alkohol? Lenken Sie sich ab. Gehen Sie spazieren, gehen Sie in die Badewanne oder rufen Sie jemanden an. Normalerweise ebbt das Gefühl nach einer halben Stunde von selbst wieder ab.
  5. Ersetzen Sie negative Gefühle wie „Ich habe mir einen Drink verdient“ oder „Das schaff ich doch nicht“ durch positive Gedanken: „Ich habe eine Belohnung verdient, aber greife nicht zum Alkohol“ oder „Ich habe schon so lange durchgehalten, nun mache ich auch weiter!“
  6. Machen Sie sich Notizen zu Ihrer Schlafqualität und Fitness. Dann können Sie beobachten, wie sich diese Punkte verbessern.
  7. Glauben Sie uns: Partys mit Alkohol sind nicht unbedingt lustiger. Die Vorzüge von Alkohol halten sich wirklich in Grenzen.
  8. Zusammen aufhören. Wenn Ihr Freund oder Ihre Freundin beim „Dry January“ mitmacht, können Sie sich gegenseitig unterstützen und halten länger durch.
  9. Und sollten Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Hyperventilation oder Angstzustände zu stark werden, kann Ihnen ein Arzt weiterhelfen und bei Bedarf Medikamente verschreiben.

Sind Sie bereit für ein Leben ohne Alkohol? Viel Glück! Sie schaffen das!

Möchten Sie mehr zum Thema Alkohol lesen oder denken Sie, dass eine Alkoholabhängigkeit vorliegt? Bei Dokteronline.com können Sie sich über die Behandlungsmöglichkeiten informieren und auf Wunsch einen Arzt konsultieren. Gehen Sie zu https://www.dokteronline.com/de/alkoholsucht

 

Quellen

Jellinek – Effectieve Hulp – Koploper In Verslavingszorg‎ (s.d.). Afbreken alcohol lichaam | Jellinek | Hoe wordt alcohol afgebroken? [Abbau von Alkohol im Körper l Jellinek | Wie wird Alkohol abgebaut?] Verfügbar unter: https://www.jellinek.nl/vraag-antwoord/hoe-wordt-alcohol-door-het-lichaam-afgebroken/ [20. November 2019].

Ford, A. (s.d.). How ‘Dry January’ is the secret to better sleep, saving money and losing weight. [Warum der „Trockene Januar“ der Schlüssel zu besserem Schlaf, Geldersparnis und Gewichtsverlust ist.] Verfügbar unter: http://www.sussex.ac.uk/broadcast/read/47131 [30. April 2019].

Rust, P. (2016, 22. Juli). Onderzoek: Alcohol veroorzaakt zeven soorten kanker. [Untersuchung: Alkohol verursacht sieben Arten von Krebs.] Verfügbar unter: https://www.metronieuws.nl/nieuws/extra/2016/07/onderzoek-alcohol-veroorzaakt-zeven-typen-kanker [30. April 2019].

Sevil, M. (2018, 13. Januar). De winst van een maand zonder alcohol. [Das bringt ein Monat ohne Alkohol.] Verfügbar unter: https://www.parool.nl/binnenland/de-winst-van-een-maand-zonder-alcohol%7Ea4556786/ [30. April 2019].

Stichting Positieve Leefstijl. (s.d.). Waarom meedoen? – IkPas. [Warum mitmachen? – IchPasse] Verfügbar unter: https://ikpas.nl/waarom-meedoen/ [30. April 2019].

Thuisarts.nl. (2017, 26. Oktober). Ik ga stoppen met alcohol drinken | Thuisarts. [Ich höre auf mit dem Alkohol. | Thuisarts.] Verfügbar unter: https://www.thuisarts.nl/alcohol/ik-ga-stoppen-met-alcohol-drinken#in-het-kort [20. November 2019].

Van Berkel, H. (2015, 10. Januar). Een maand zonder alcohol, heeft dat zin? [Ein Monat ohne Alkohol, macht das Sinn?] Verfügbar unter: http://aa-tilburg-eo.nl/een-maand-zonder-alcohol-heeft-dat-zin/ [30. April 2019].