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Spannungskopfschmerzen

Haben Sie Spannungskopfschmerzen?

Spannungskopfschmerzen (oder auch Muskelspannungskopfschmerzen) ist eine der am häufigsten vorkommenden Formen von Kopfschmerzen. Circa 78% aller Menschen leiden mehr oder weniger unter dieser Krankheit. Der Begriff „Spannungskopfschmerzen“ lässt zwar vermuten, dass diese Kopfschmerzen durch Spannungen verursacht werden, allerdings ist dies nicht bei jedem Patienten der Fall. Außerdem ist dies auch nicht bewiesen. Es gibt verschiedenste Theorien über die genauen Ursachen von Spannungskopfschmerzen. So geht man davon aus, dass außer Spannungen auch andere Faktoren, wie z.B. Müdigkeit, eine verkehrte Haltung oder Hormonschwankungen, eine Rolle spielen. Letztendlich werden alle Kopfschmerzen, von denen die Ursache nicht (immer) deutlich bekannt ist, unter die Rubrik Spannungskopfschmerzen kategorisiert.

Dumpf und drückend

Spannungskopfschmerzen sind an dem dumpfen und drückenden Schmerz an beiden Seiten des Kopfes zu erkennen. Der Schmerz wird oft mit einem zu strammen Band um den Kopf verglichen. Der Schmerz ist zwar unangenehm, aber meist nicht so stark, dass jemand nicht mehr seinen Aufgaben nachgehen könnte.

Zwei Formen von Spannungskopfschmerzen

Es gibt zwei Varianten von Spannungskopfschmerzen:

  1. Episodische Spannungskopfschmerzen;
  2. Chronische Spannungskopfschmerzen.

Episodische Spannungskopfschmerzen

Es wird von episodischen Spannungskopfschmerzen gesprochen, wenn Sie während bestimmten Perioden von Tagen, Wochen oder Monaten an Kopfschmerzen leiden. Der Kopfschmerz kann in diesem Fall einige Minuten, aber auch bis zu einigen Tagen anhalten. Die Perioden des Kopfschmerzes werden von schmerzfreien Tagen, Wochen oder Jahren unterbrochen.

Chronische Spannungskopfschmerzen

Sie haben chronische Spannungskopfschmerzen, wenn Sie mehr Zeit Kopfschmerzen als keine Kopfschmerzen haben. Bei manchen Menschen ist der Schmerz sogar kontinuierlich. Bei diesen Patienten kann der Schmerz zwar manchmal etwas weniger stark ausfallen, aber er verschwindet niemals völlig.

Beschwerden bei Spannungskopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen sind an folgenden Beschwerden zu erkennen:

  1. Leichter bis mäßiger Schmerz an beiden Seiten des Kopfes, rund um den Kopf oder im Genick;
  2. Der Schmerz ist dumpf/drückend/einengend. Er fühlt sich so, als ob ein straffes Band um den Kopf gespannt ist;
  3. Der Schmerz wird bei körperlicher Anstrengung nicht schlimmer;
  4. Der Schmerz kann vom Genick aus in den Kopf übergehen;
  5. Die Schultern können schmerzen und steif sein;
  6. Möglicherweise Überempfindlichkeit gegenüber Lärm oder hellem Licht;
  7. Möglicherweise Erbrechen (im Gegensatz zu Migräne ohne Erbrechen);
  8. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen: möglicherweise depressive Beschwerden.

Was verursacht Spannungskopfschmerzen?

Wie bereits erwähnt, ist die genaue Ursache von Spannungskopfschmerzen in vielen Fällen noch lange nicht klar. Es gibt viele verschiedene Theorien. So spielen die drei obersten Halswirbel vermutlich eine wichtige Rolle in der Entstehung von Spannungskopfschmerzen. Außerdem wird häufig angenommen, dass Spannungskopfschmerzen durch eine erhöhte Spannung in der Nackenmuskulatur, den Schultern, im Schädel und im Gesicht ausgelöst werden. Man geht davon aus, dass diese Spannungen durch folgende Faktoren verursacht werden:

  1. Emotionale Spannungen;
  2. Physische Spannungen.

Außerdem scheint es, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen Spannungskopfschmerzen und folgenden Faktoren gibt:

  1. Hormonelle Schwankungen;
  2. Übermäßiger Koffeinkonsum oder die Einnahme von Schmerzmitteln;
  3. Eine Kombination aller genannten Faktoren.

Emotionale Spannungen

Emotionale Spannungen können beispielsweise durch Stress zu Hause, auf der Arbeit oder in der Schule verursacht werden. Bei manchen Menschen kommt der Kopfschmerz auch dann auf, wenn der gewohnte Stress plötzlich wegfällt, wie z.B. am Wochenende. Außerdem können auch Angst oder Depressionen zu Spannungskopfschmerzen führen.

Physische Spannungen

Beispiele von physischen Spannungen, die Spannungskopfschmerzen auslösen können, sind: eine verkehrte (Sitz-)Haltung (während der Arbeit), eine verkehrte Schlafhaltung, verkehrte Bewegungen, Müdigkeit, Augenspannung (starkes Anspannen der Augenmuskulatur, beispielsweise bei schlechtem Licht oder, wenn Ihr Sehvermögen schlecht ist) oder Überlastung der Kaumuskeln (beispielsweise durch Zähne Knirschen oder häufiges Kaugummi Kauen).

Hormonschwankungen

Vor allem Frauen leiden häufig an Spannungskopfschmerzen auf Grund von Hormonschwankungen. Meist haben sie die Kopfschmerzen rund um ihre Menstruation, den Eisprung und/oder die Geburt, durch Pilleneinnahme oder während den Wechseljahren.

Übermäßiger Koffeinkonsum oder die Einnahme von Schmerzmitteln

  1. Schmerzmittel: Durch übermäßige Einnahme von Schmerzmitteln (z.B. gegen Kopfschmerzen) können sogenannte Medikamenten-abhängige Kopfschmerzen entstehen. Dabei macht die Menge und Art des Schmerzmittels keinen Unterschied. Wichtig ist jedoch die Häufigkeit der Einnahmen. Wenn Sie monatelang jede Woche mindestens an drei Tagen Schmerzmittel einnehmen, dann ist die Chance groß, dass Sie diese Form von Spannungskopfschmerzen bekommen.
  2. Koffein: Wenn Sie im Alltag viele koffeinhaltige Getränke (beispielsweise Kaffee, schwarzer Tee, Ice Tea, Cola oder Energydrinks) zu sich nehmen, dann können Sie unter Umständen Kopfschmerzen bekommen, wenn Sie diesen Konsum plötzlich drosseln. Dies ist bei vielen Menschen während dem Wochenende der Fall. Diese Art der Spannungskopfschmerzen wird häufig auch als „Entzugskopfschmerz“ bezeichnet.

Was können Sie gegen Spannungskopfschmerzen tun?

Halten Sie ein Kopfschmerz-Tagebuch!

Weil die richtige Behandlung Ihrer Spannungskopfschmerzen auf Basis der genauen Ursache aufgestellt wird, ist es unglaublich wichtig, die genaue Quelle oder Quellen zu kennen. Ein gutes Hilfsmittel bei der Diagnose der Ursache ist ein sogenanntes „Kopfschmerz-Tagebuch“. Hierin halten Sie genau fest, welche Beschwerden Sie haben und wie diese ausgelöst wurden. In diesem Tagebuch können folgende Dinge notiert werden: die Frequenz Ihrer Kopfschmerzen, seit wann Sie diese Schmerzen haben, eventuelle Stresssituationen, Ihre Trink- und Essgewohnheiten, welche Medikamente Sie einnehmen, welche Symptome Sie genau erfahren und Ihre eigenen Ideen, was die Kopfschmerzen eventuell verursachen könnte.

All diese Angaben können dem Arzt beim Stellen der richtigen Diagnose helfen, da er/sie einen guten Einblick bekommt und daraufhin auch eine effektive Behandlung aufstellen kann.

Entspannen Sie sich!

Es ist äußerst wichtig, dass Sie lernen, wie Sie sich körperlich, aber auch geistig entspannen können. Im privaten Leben erreichen Sie solche Entspannung mit einem warmen Bad oder einem Sauna-Besuch – wichtig ist, dass Sie Ihre Alltagsroutine durchbrechen. Auch Atmungs- und Entspannungsübungen können hierbei hilfreich sein. Sorgen Sie jedoch stets dafür, dass Sie genügend Nachtruhe bekommen. Die meisten Menschen brauchen circa acht Stunden Schlaf.

Der Hausarzt kann Ihnen auch empfehlen, zu einem Physiotherapeuten oder einem manuellen Therapeuten zu gehen, um Ihre Halswirbel und/oder Nacken- und Schultermuskulatur wieder zu entspannen. Massage stimuliert u.a. die Durchblutung der Muskeln und die Ausscheidung von Abfallstoffen, wie z.B. Milchsäure. Wenn Sie die Hinterseite und die Seiten Ihres Kopfes ein paar Mal täglich massieren, können Sie möglicherweise auch selbst den Schmerz lindern.

Heutzutage werden immer mehr Verhaltenstherapien verschrieben. Diese Therapien haben das Ziel, Ihnen beizubringen, besser mit Stresssituationen umzugehen.

Achten Sie auf Ihre Haltung!

Vermeiden Sie so gut wie möglich jegliche Haltungen, die die Nacken- oder Schultermuskulatur belasten. Es kann sein, dass Ihr Computer-Bildschirm eventuell zu niedrig steht, wodurch Sie konstant eine ungesunde Haltung einnehmen. Stellen Sie Ihren Stuhl in diesem Fall niedriger! Achten Sie außerdem auf eine gesunde Schlafhaltung!

Konsumieren Sie weniger Koffein und Schmerzmittel!

Trinken Sie weniger koffeinhaltige Getränke, um „Entzugskopfschmerzen“ zu stoppen oder zu vermeiden. Die einzige Lösung bei Medikamenten-abhängigen Kopfschmerzen ist das radikale Absetzen der Schmerzmittel, die Sie einnehmen. Nehmen Sie also niemals zu häufig Schmerzmittel ein!

Trinken Sie ausreichend Wasser!

Besonders bei heißem Wetter ist Feuchtigkeitsmangel eine der häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen. Trinken Sie aus diesem Grund täglich mindestens acht Gläser Wasser oder Kräutertee!

Medikamente

Um die Kopfschmerzen zu lindern, können Sie außerdem Schmerzmittel, wie z.B. Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen. Seien Sie hiermit jedoch vorsichtig! Sie möchten ja schließlich keine Medikamenten-abhängigen Kopfschmerzen bekommen und so in einen Teufelskreis gelangen.