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Sexuell übertragbare Krankheiten

Sexuell übertragbare Krankheiten

Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis, auch wenn wir uns in unseren Vorlieben und im dem Maße des Auslebens unterscheiden. Genau wie bei allen Dingen im Leben ist auch der Sex mit gewissen Risiken verbunden. In diesem Zusammenhang ist man dem Risiko ausgesetzt sich mit sexuell übertragbare Krankheiten (auch STD genannt) anzustecken.

Sexuell übertragbare Krankheiten können vor allem durch den direkten Kontakt mit dem Partner übertragen werden. Der Herpes Simplex Virus (HSV) und der Humane Papillomvirus (HPV) werden über den Hautkontakt übertragen. Alle anderen Geschlechtskrankheiten werden über den Austausch von Körperflüssigkeiten übertragen (Sperma, Vaginalflüssigkeit, Blut).

Häufige sexuell übertragbare Krankheiten

Es gibt acht wichtige Kategorien von Geschlechtskrankheiten auf die standardisiert getestet wird. Hierunter sind weniger bekannte Infektionen wie Mykoplasma oder Ureaplasma nicht mit aufgeführt. Jede Kategorie der Geschlechtskrankheiten kann wiederum aus mehreren Varianten bestehen. So gibt es weit mehr als 200 bekannte Subtypen des HPV und jeweils zwei Formen des HSV und des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV). Sie finden nachfolgend eine kurze Übersicht zu den häufigsten Krankheiten und den dazugehörigen Symptomen:

  1. HSV: Wunden, Blasen
  2. HPV: Warzen, unangenehmes Gefühl
  3. Chlamydien: Schmerzen, Ausscheidungen
  4. Gonorrhöe: Schmerzen, Ausscheidungen
  5. Trichomoniasis: Ausscheidungen
  6. HIV: Fieber und Halsschmerzen (am Anfang, zu einem späteren Zeitpunkt können die Beschwerden abweichend ausfallen)
  7. Syphilis: Geschwüre (in der ersten Phase, in den späteren Phasen kann dies abweichend ausfallen)
  8. Hepatitis A, B, C: Fieber, Übelkeit, Bauchschmerzen

Die Geschlechtskrankheiten werden durch Mikroben (Bakterien und Viren, mit Ausnahme von Trichomonas und Protozoen) übertragen die für das bloße Auge unsichtbar sind. Die meisten Menschen mit einer Geschlechtskrankheit leiden unter keinerlei Beschwerden: viele von Ihnen wissen nicht einmal das sie sich angesteckt haben. Aus diesem Grund machen wir uns häufig auch zu wenige Gedanken darüber ob unser Partner sich womöglich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hat.

Testen

Daher ist es wichtig, dass Sie sich der Risiken bewusst und vorsichtig sind, auch wenn es den Anschein hat, dass er/sie nicht unter einer sexuell übertragbaren Krankheiten leidet. Es ist sicher nicht Sinn der Sache, dass Sie sich einem Gesundheitsrisiko aussetzen, wenn man ein solches recht leicht vermeiden kann. Der Geschlechtsverkehr muss überhaupt nicht mit Risiken verbunden sein und Sie können ihn voll und ganz genießen, sofern Sie ihn auch geschützt ausleben. Das bedeutet, dass Sie regelmäßig Screeningtests für Geschlechtskrankheiten durchführen lassen und IMMER ein Kondom während des Geschlechtsverkehrs verwenden.

Sie können den Screeningtest bei Ihrem Hausarzt oder einer Poliklinik für Geschlechtskrankheiten durchführen lassen. Der Arzt wird Ihnen die Fragen über die möglichen Symptome und die Häufigkeit Ihrer sexuellen Kontakte stellen. Zudem macht er Untersuchungen und lässt das Blut, den Urin und den Vaginalausfluss testen.

Kondome

Kondome bilden eine physische Barriere zwischen der Haut und den Körperflüssigkeiten des einen Partners und der Haut und den Körperflüssigkeiten des anderen Partners. Indem Sie Kondome verwenden minimieren Sie das Risiko des Kontakts und der Ansteckung. Verwenden Sie das Kondom während der gesamten Dauer des Geschlechtsverkehrs und nicht nur während der Ejakulation. Leider schützen Kondome nicht zu 100% da sie reißen oder vom Penis abrutschen können. Daher ist es wichtig, dass Sie das Kondom nach dem Geschlechtsverkehr immer kontrollieren. Falls Sie das Kondom nicht sicher verwenden, dann sind Sie nicht nur der Gefahr ausgesetzt sich mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken, sondern auch dem Risiko einer Schwangerschaft. In einem solchem Fall sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen.

© Syed Z. Arfeen
Medizinischer Berater