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Schlechter Schlaf durch Rauchen

Schlechter Schlaf durch Rauchen

Schlechter Schlaf durch Rauchen

Können Sie nachts regelmäßig nicht schlafen und sind Sie Raucher? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese beiden Dinge miteinander zusammenhängen! Viele Menschen sind der Ansicht, dass das Rauchen entspannt: noch eben eine Zigarette und danach ab ins Bett. Untersuchungen haben ergeben, dass das Rauchen viel weniger entspannt ist als die Meisten annehmen. Es kann nämlich zu Schlafproblemen führen.

Wach durch Nikotin

Wer raucht ist meist vom Nikotin abhängig. Falls die Betroffenen nicht schnell genug eine neue Dosis bekommen, protestiert der Körper. So können sie z.B. anfangen zu zittern oder werden unruhig. Um sich zu beruhigen zünden sie sich einfach noch eine weitere Zigarette an. Aus diesem Grund scheint es, als ob das Nikotin eine entspannende Wirkung auf den Körper hat. In Wirklichkeit gelangen in den Körper jedoch stimulierende Stoffe. Denn genau wie Koffein erhöht auch Nikotin den Herzschlag, erhöht den Blutdruck und stimuliert die Gehirnaktivitäten. Nicht gerade die beste Voraussetzung um entspannt und ruhig zu schlafen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2012 hat belegt, dass Raucher etwas schlechter schlafen als Nicht-Raucher. Etwa 17% der Teilnehmer die rauchten schliefen weniger als 6 Stunden die Nacht. Noch mehr Raucher (28%) klagten über eine gestörte Schlafqualität. Bei Nichtraucher war dieser Wert niedriger (7% und 19%).

Schlechter Schlaf durch Rauchen: schlecht für die Gesundheit

Das Rauchen ist an sich ja schon extrem schlecht für den Körper. Es erhöht unter anderem das Risiko von Krebs und von Gefäß- und Herzerkrankungen. Aber auch ein schlechter Schlaf hat auf die Gesundheit einen enormen Einfluss. Die Gesundheitsorganisation WHO warnt, dass Schlaf von weniger als 7 Stunden das Risiko erhöht einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Des Weiteren schwächt der schlechte Schlaf das Immunsystem und erhöht somit das Risiko an Diabetes, Übergewicht, einer Depression oder Demenz zu erkranken. Wer raucht und hierdurch schlechter schläft belastet sein Immunsystem daher doppelt. Wenn das nicht mehr als genug Gründe sind um mit dem Rauchen aufzuhören…!

Schlecht schlafen durch Rauchen: Entzugserscheinungen

Viele Raucher haben Angst davor noch schlechter zu schlafen wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Schlafprobleme gehören nämlich zu den häufigsten Entzugserscheinungen. Sie können auch mit lebendigen Träumen oder Alpträumen einhergehen. Auch sind ein unterbrochener Schlaf oder Probleme dabei einzuschlafen nicht selten. Glücklicherweise sind diese Beschwerden jedoch nur vorübergehend. Nach einigen Wochen gehen diese Beschwerden wieder vorüber und die Schlafgewohnheiten bessern sich wieder. Entspannungs- und Atemübungen können dabei helfen um die Schlafprobleme während der Entwöhnungsphase wieder in den Griff zu bekommen. Sie finden im Internet einige solcher Übungen. Weitere Tipps um die Schlafprobleme während der Entwöhnungsphase in den Griff zu bekommen:

  1. Verwenden Sie als Nikotinersatz ein entsprechendes Kaugummi oder eine Lutschtablette. Versuchen Sie diese aber nicht kurz vor dem Schlafen gehen anzuwenden.
  2. Vermeiden Sie abends den Konsum von Kaffee oder Alkohol.
  3. Falls Sie wach sind, bleiben Sie nicht liegen und drehen Sie sich nicht gefühlte hundert Mal hin und her. Stehen Sie auf und lösen Sie ein Kreuzworträtsel oder lesen Sie ein Buch und versuchen Sie es nach einiger Zeit erneut.

Falls Sie während der Raucherentwöhnung stark unter Schlafproblemen leiden sollten Sie einen Arzt oder eine Apotheke aufsuchen. Es gibt verschiedene Medikamente oder Therapien die Ihnen weiterhelfen können.

Schlafen Sie gut!

Quellen:  nationalezorggids.nl, hersenstichting, rokendebaas.nlPsychoLogisch