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Rosazea

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Rosazea: eine störende, aber harmlose Hautkrankheit

Rosazea ist eine Hautkrankheit des Gesichts die relativ häufig auftritt und wodurch sich die Patienten extrem unsicher fühlen können. Rosazea kann sich auf verschiedene Arten äußern und ist in der Regel gut zu behandeln. Aber was ist Rosazea eigentlich, wie entsteht sie und welche Behandlung ist am effektivsten? In diesem Artikel erhalten Sie die Antworten auf diese Fragen.

Was ist Rosazea?

Rosazea bedeutet sprichwörtlich „rot wie eine Rose“, was auch das offensichtlichste Symptom dieser Hautkrankheit darstellt. Häufig sind die Wangen, die Nase und in einigen Fällen auch die Augen knallrot verfärbt. Eine Rosazea kennt unterschiedliche Erscheinungsformen. Die vier häufigsten sind:

  1. Rötung: vorübergehend (Erröten) oder permanent
  2. Couperose: kleine, sichtbare Blutgefäße
  3. Pickel
  4. Pusteln

Wenn Pusteln auftreten, dann kann die Krankheit schnell mit einer Akne verwechselt werden. Der Unterschied liegt darin, dass die Rosazea meist nicht vor dem 30sten Lebensjahr auftritt.

Ca. 10% der Deutschen leiden unter Rosazea. Sie tritt vor allem bei Frauen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren mit hellem Hauttyp auf. Aber auch Männer können hierunter leiden. Es handelt sich um eine hartnäckige Krankheit die jedoch regelmäßig harmlos ist und die man gut behandeln kann. Der Grund weshalb sich Menschen behandeln lassen ist vor allem kosmetischer Natur.

Die Symptome

Rosazea tritt vor allem auf der Nase, den Wangen, der Stirn und dem Kinn auf. Die Haut verfärbt sich rosarot und manchmal auch dunkelrot. Einige Menschen leiden durch die Ansammlung von Feuchtigkeit oder durch die Zunahme des Bindegewebes in der Haut auch unter Schwellungen. Die sogenannte Blumenkohlnase ist hierfür ein Beispiel. Indem sich die Talgdrüsen der Haut vergrößern und das Bindegewebe zunimmt entsteht eine verdickte und knollige Nase. Dies tritt jedoch ausschließlich bei Männern im fortgeschrittenen Alter auf.

Ungefähr die Hälfte aller Menschen mit Rosazea leidet auch unter Augenbeschwerden. Insbesondere leiden die Betroffen dabei unter Entzündungen der Augenlieder, der Hornhaut und des Bindegewebes. Symptome sind unter anderem ausgetrocknete Augen, ein brennendes Gefühl, tränende Augen und das Gefühl, als ob man Sand in den Augen hätte. Bei den Betroffenen kommt es auch nicht selten zu einer Migräne.

Wie entsteht Rosazea?

Leider sind die Ursachen von Rosazea noch weitgehend unbekannt. Wir wissen jedoch, dass es einige Faktoren gibt welche die Beschwerden noch verschlimmern können. Beispiele für solche Faktoren sind:

  1. Sonnenlicht, wärme oder Kälte
  2. Kosmetika und Hautpflegeprodukte
  3. Bestimmte Medikamente (Kortikosteroid)
  4. Alkoholkonsum oder das Verzehren von stark gewürzten Lebensmitteln

Im Winter ist die Rosazea meistens am schlimmsten. Dennoch ist das sich dem Sonnelicht aussetzen eine mögliche Ursache der Rosazea. Zudem kann der Kontakt der Haut mit Cremes und anderen Versorgungsprodukten die Rötungen verschlimmern. Die Haut kann sich durch den Entzündungsprozess der sich in der Haut abspielt schmerzhaft und gereizt anfühlen. Des Weiteren können auch Gefäß weitende Mittel – unter anderem auch Alkohol oder stark gewürzte Lebensmittel – die Rosazea temporär verschlimmern. Die oberflächlichen Blutgefäße der Haut weiten sich wodurch sich die Haut wiederum rot verfärbt.

Rosazea Behandlung

Die Symptome einer Rosazea kann man regelmäßig gut behandeln. Allerdings kann man von dieser Krankheit nur selten komplett heilen. Bei einer milden Form greift man auf eine Behandlung mit einer Creme oder einem Gel zurück. Falls dies nicht den erwünschten Erfolg bringt, dann wird die Behandlung mit der Einnahme von Tabletten unterstützt. In ernsteren Fällen wird sofort auf eine Kombination der Behandlung mit Tabletten und Cremes zurückgegriffen. In der Regel gehen die Beschwerden 1 bis 2 Monaten nach Behandlungsbeginn zurück. Die Behandlung muss dennoch noch einigen Monate fortgesetzt werden. Sobald die Behandlung abgesetzt wird treten bei ca. 50% der Patienten die Symptome wieder auf oder es kommt zu einer Verschlimmerung der Symptome.

Leiden Sie unter einer Couperose: geweitete Blutgefäße auf den Wangen und der Nase? Dann kann Ihnen womöglich eine Verödung dieser Gefäße die Lösung bieten. Dies wird mittels einer elektrischen Nadel oder mit einem Laser realisiert. Diese Behandlung wird erst angewandt sobald die anderen Symptome der Rosazea abgeklungen sind.

Einer Verschlechterung der Beschwerden vorbeugen

Sie können auch etwas unternehmen damit der Verschlechterung der Beschwerden vorgebeugt werden kann. Versuchen Sie herauszufinden welche Faktoren die Rosazea bei ihnen verschlimmert und versuchen Sie diese Faktoren zu meiden. Spielt Kälte eine Rolle? Dann schützen Sie Ihr Gesicht im Winter sobald Sie ins Freie gehen. Zudem können Sie kosmetische Produkte verwenden die Ihre Haut verträgt und verwenden Sie im Sommer eine Sonnencreme mit dem größtmöglichen Lichtschutzfaktor um Ihre Haut zu schützen. Falls Sie Ihre Rötungen überschminken möchten dann sollten Sie dies mit speziellen Abdeckprodukten tun.

Wir haben Ihnen in diesem Artikel Antworten auf die folgenden Fragen gegeben; „Was ist Rosazea?“ „Wie entsteht sie?“ und „Welche Rosazea-Behandlung ist am effektivsten?“. Falls Sie das Gefühl haben unter dieser Krankheit zu leiden, dann sollten Sie am Besten Ihren Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann Ihnen eine Diagnose stellen und das weitere Vorgehen zur Behandlung festlegen.

 

Quellen:

apotheken-umschau.de, awmf.org