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Rosacea: die Behandlung

Rosacea kann man häufig gut behandeln

Rosacea ist nicht heilbar. Allerdings kann man die Symptome  im Allgemeinen gut behandeln. Auch wenn mit der Behandlung bei den meisten Patienten regelmäßig aufs Neue begonnen werden muss. Bei der Rosacea handelt es sich nämlich um eine hartnäckige (chronische) Erkrankung. In ungefähr der Hälfte der Fälle treten die meisten Beschwerden, wie Rötungen, rote Pusteln und Pickel ca. halbes Jahr nach der Behandlung erneut wieder auf.

Unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten von Rosacea

Man kann eine Rosacea auf verschiedene Arten behandeln. Für welche Therapie man sich letztendlich entscheidet, hängt von der Art und der Intensität der Symptome ab. So leidet der eine Patient, z.B. mehr unter sichtbaren Blutgefäßen, während der andere mehr unter Entzündungen leidet.

Die Behandlung einer milden Form der Rosacea

Die Behandlung einer milden Form der Krankheit erfolgt meistens mittels einer lokalen Therapie durch die Anwendung einer medizinischen Creme oder Salbe. Häufig wird auf die Metronidazol-Salbe zurückgegriffen. Bei Metronizadol handelt es sich um ein Antibiotikum. Pusteln und Pickel lassen sich sehr gut mit einer Clindamycin- und Erythromycin-Lotion behandeln. Ein weiteres häufig verwendetes Medikament ist die Azelainsäure-Creme. Bei akneartigen Beschwerden kann man zudem auch auf das antibakterielle Benzoylperoxid-Gel zurückgreifen.

Sobald eine lokale Behandlung nicht zum gewünschten Ergebnis führt, dann wird die Behandlung mit Antibiotika-Tabletten oder Kapseln ergänzt.

Die Behandlung einer ernsten Form

Bei der Behandlung einer ernsten Form der Rosacea entscheidet die Art der Beschwerden über die Behandlungsform:

  1. Haut- und Augenbeschwerden. Bei der Behandlung von ernsten Haut- und Augenbeschwerden, die infolge einer Rosacea entstehen wird direkt mit einer lokalen Behandlung mit Tabletten oder Kapseln begonnen. Beide Beschwerden kann man in der Regel gut mit den Antibiotika Doxycyclin, Tetracyclin und Minocyclin behandeln. Diese Behandlung dauert regelmäßig mehrere Monate. Bereits nach 1-2 Monaten wird ein Rückgang der Pickel und Pusteln verzeichnet. Zur lokalen Behandlung kann man sich z.B. für die Metronizadol-Creme oder die Azelainsäure-Creme entscheiden. Falls die Rosacea mit heftigen Entzündungen einhergeht und eine lang andauernde Antibiotika-Kur nicht zum gewünschten Erfolg führt, dann kann eine Isotretinoin-Creme womöglich weiterhelfen. Dieses Medikament wird auch zur Behandlung von ernsten Formen der Akne verschrieben. Der Nachteil von Isotretinoin liegt darin, dass es viele Nebenwirkungen hat. Zudem können sich die Augenbeschwerden durch dieses Medikament noch verschlimmern. Schwangere dürfen kein Isotretinoin anwenden, da es zu einer Fehlgeburt oder zu Missbildungen beim Baby führen kann;
  2. Rosacea. Eine offensichtliche Rosacea kann mit einer Licht- und/oder Lasertherapie behandelt werden. Bei dieser Behandlungsform werden die oberflächlichen Blutgefäße verödet. Dieses Behandlung wird häufig mit einem Peeling mittels Salicylsäure oder Glykolsäure kombiniert;
  3. Rhinophym (Blumenkohl-Nase). Rhinophym kann man auf verschiedene Arten behandeln. Mittels einer Lasertherapie, Elektrochirurgie („wegbrennen“), Kryochirurgie (vereisen mittels flüssigem Stickstoff) und plastischer Chirurgie lassen sich ansprechende Ergebnisse erzielen.