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Ramadan – wie gesund ist fasten?

Ramadan – wie gesund ist fasten?

Die meist gestellten Fragen über Ramadan

Am 27. Mai beginnt wieder der Fastenmonat der Muslime, genannt Ramadan. Wer Ramadan hält muss sich auf eine harte Zeit einstellen, vor allem dann, wenn man während dieser Zeit tagsüber arbeiten muss. Doch ist so lange zu fasten überhaupt gesund? Und wie hält man Ramadan, wenn man währenddessen Medikamente einnehmen muss? Dokteronline.com gibt Antwort auf die meist gestellten Fragen rund um das Thema Ramadan.

Was ist Ramadan?

Ramadan bezeichnet den neunten Monat des islamischen Mondkalenders. Während dieses Monats sind alle Muslime, die hierzu in der Lage sind, dazu aufgerufen, während der Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu fasten. Damit befolgen sie eine der fünf wichtigsten Lebensregeln (Säulen) ihres Glaubens. Ramadan bedeutet frei übersetzt soviel wie ‘brennende Hitze und Trockenheit’, was auf das brennende Gefühl von Durst und Hunger während des Fastens verweisen soll. Dieses Bild verkörpert jedoch auch die geistlichen Aspekte des Fastens: das Wegbrennen der alten Sünden. Während des Ramadans sollen die Menschen zur Ruhe kommen und in sich gehen. Der Ramadan stärkt zudem die Selbstbeherrschung, die Barmherzigkeit und das Gewissen. Fasten hat daher eine reinigende Wirkung für Geist und Seele.

Ist tägliches Fasten schlecht für die Gesundheit?

Viele Menschen glauben, dass Fasten während des Ramadans der Gesundheit schadet. Dem ist nicht so, denn das Fasten wird jeden Abend nach Sonnenuntergang unterbrochen. Diese Form des Fastens birgt daher gerade viele Vorteile für die Gesundheit. In der Fitness-Welt ist es sogar ein echter Hype:  ‚Intermittierendes Fasten‘ stimuliert die Fettverbrennung, macht den Körper empfindlicher für Insulin und hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Während des Fastens kommen allerlei körperliche Prozesse in Gang, welche den Körper gegen Krankheiten und Degeneration schützen. Und da beim intermittierenden Fasten zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und des Fastens abgewechselt wird (so können Sie beispielsweise jeden zweiten Tag fasten oder lediglich abends etwas essen), fällt es leichter, die Fastenzeit durchzuhalten.

Ist es während des Ramadans möglich, zu arbeiten?

Je nachdem, welchen Beruf Sie ausüben, können Sie während der Fastenzeit natürlich weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen. Es ist jedoch ratsam, hierbei einige Regeln zu befolgen, damit Sie tagsüber so wenig wie möglich Hunger oder Durst leiden müssen:

  1. Trinken Sie vor dem Sonnenaufgang einige Gläser Wasser mehr. So füllen Sie Ihren Flüssigkeitsvorrat im Voraus auf und wirken auf diese Weise Durst und Austrocknung entgegen.
  2. Nehmen Sie vor Sonnenaufgang ballaststoff- und eiweißreiche Nahrung zu sich. Um diese Nährstoffe zu verdauen, braucht der Körper länger, wodurch das Sättigungsgefühl länger anhält.
  3. Gehen Sie während der Mittags- oder Kaffeepause einfach eine Runde um den Block. Auf diese Weise vermeiden Sie es, Ihre Kollegen beim Essen zu sehen oder verlockende Düfte von Brot, Toasties oder Gebäck ertragen zu müssen.
  4. Vermeiden Sie Arbeit, bei der Sie sich viel bewegen müssen.
  5. Arbeiten Sie bei großer Hitze im Freien, dann versuchen Sie sich so viel wie möglich im Schatten aufzuhalten, um Beschwerden wie Schwindelgefühle und Austrocknung zu vermeiden.

Ist es während des Ramadans möglich, Medikamente einzunehmen?

Nicht jeder ist dazu aufgerufen, Ramadan zu halten. Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Fasten in der Lage sind, weil sie beispielsweise aufgrund einer chronischen Krankheit tagsüber Medikamente einnehmen müssen, sind vom Ramadan befreit. Gilt diese Freistellung für Sie nicht, können Sie im Einvernehmen mit einem Arzt oder Apotheker Ihren Medikamentengebrauch anpassen. So kann Ihnen der Arzt beispielsweise ein alternatives Medikament verschreiben, welches Sie lediglich einmal am Tag einzunehmen brauchen.

Quellen: Islam.de, Voedingscentrum.nl, Jessevandervelde.com, Apotheek.nl