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Nagelpilz – ein peinlicher Besucher

Nagelpilz – ein peinlicher Besucher

5% aller Deutschen haben einen Nagelpilz

Nagelpilz: Viele Menschen bekommen diese unschöne, aber unschuldige Erkrankung an ihren Füßen. Schätzungen zufolge haben 5% der deutschen Bevölkerung einen oder mehrere Nägel mit einem Nagelpilz.

Nagelpilz: Meist eine Pilzinfektion

Ein Nagelpilz ist in den meisten Fällen eine Pilzinfektion. Diese entsteht, wenn ein Pilz in den Nagel eindringt und sich dort einnistet.

Was sind Pilze?

Pilze sind häufig vorkommende Mikroorganismen, die in warmen, feuchten Gebieten gut gedeihen. Denken Sie hier beispielsweise an Schwimmbäder, Duschen und Saunas. Diese Orte sind deshalb auch berühmt-berüchtigte Orte, wo Pilze sich vermehren. Dies bedeutet allerdings nicht, dass hierdurch direkt eine Infektion entsteht. Wenn Sie nach dem Schwimmbad Ihre Füße nicht gut abtrocknen und sie daraufhin in schlecht ventilierte Schuhe stecken, dann steigt das Risiko einen Nagelpilz zu bekommen erheblich.

Nagelpilze müssen nicht unbedingt behandelt werden. Aufgrund des Aussehens entscheiden sich jedoch sehr viele Menschen für eine Behandlung.

Die Ursachen für Nagelpilz

Jeder trägt Pilze bei sich. Das ist ganz normal. Meist verursacht dies keine Probleme. Unter bestimmten Umständen können die Pilze jedoch zu wuchern beginnen, wodurch Sie in den Körper gelangen. Wenn dies bei den Nägeln passiert, dann bekommen Sie einen Nagelpilz.

Aber es gibt auch andere Körperstellen, wo Sie eine Schimmelinfektion bekommen können – beispielsweise im Mund. Hierdurch können Aphten und eine Kandidose entstehen. Auch auf den Genitalien können Pilzinfektionen auftreten. Wenn dies bei Frauen passiert, dann spricht man von einer vaginalen Pilzinfektion.

Risikofaktoren für Nagelpilz

Ob Sie einen Nagelpilz bekommen oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie oben beschrieben, sind Feuchtigkeit und Wärme ein wichtiger Risikofaktor. Das Tragen von synthetischen Socken und nicht atmungsfähigen Schuhen oder das Ausüben eines Berufs, bei dem Sie mit Wasser zu tun haben (beispielsweise Bademeister), erhöhen ebenfalls das Risiko, dass Sie einen Nagelpilz bekommen.

Andere Risikofaktoren beim Entstehen von Nagelpilzen sind:

  1. Beschädigte Nägel, beispielsweise durch das Tragen von zu engen Schuhen;
  2. Ein geschwächtes Immunsystem, wie bei AIDS oder nach einer Chemo-Therapie;
  3. Diabetes;
  4. Bei älteren Menschen können die Nägel manchmal sehr langsam wachsen. Hierdurch haben Pilze die Chance, sich besser und länger in den Nägeln einzunisten. Außerdem können Nägel durch Altertum brüchiger werden. Auch dies erhöht das Risiko, einen Nagelpilz zu bekommen.

Wie sehen Nagelpilze aus?

Nagelpilz erkennt man an dicken Nägeln mit einer weißen, gelbweißen oder gelbbraunen Farbe. Die betroffenen Nägel sind auch bröcklig, wodurch das „abknipsen“ nicht mehr möglich ist. In manchen Fällen sind die Nägel auch nicht mehr völlig mit der Haut verbunden. Der Nagelpilz kann an nur einer Hand oder an nur einem Fuß auftreten, aber es können auch mehrere Nägel betroffen sein. Manchmal haben Menschen zur gleichen Zeit eine Pilzinfektion der Haut. Wenn diese Infektion am Fuß ist, sprechen wir von einem Fußpilz, oder auch „Schwimmerekzem“. Dann sitzen zwischen den Zehen Abschuppungen.

Wie werden Nagelpilze behandelt?

In einem frühen Stadium können Nagelpilze mit einer Anti-Pilz-Creme oder -Lotion behandelt werden. Wenn Sie jedoch schon länger einen Nagelpilz haben, dann reicht dies nicht mehr aus. In diesem Fall müssen Sie monatelang Anti-Pilz-Tabletten einnehmen, um Ihren Nagelpilz zu behandeln. Dieses Medikament kann jedoch Nebenwirkungen verursachen und ist nicht für Frauen geeignet, die stillen, schwanger sind oder schwanger werden wollen. Hartnäckige Nagelpilze können heutzutage auch mit einer Laserbehandlung entfernt werden. Hierfür sind mindestens drei Sitzungen notwendig.

 

Quellen: Kalknagel.eu, Thuisarts.nl, Optimalegezondheid