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Multiple Sklerose – Einnahme von Viagra

Darf man bei Multiple Sklerose Viagra einnehmen? 

Sie fragen sich: “Ich habe MS und dadurch auch Erektionsstörungen. Darf ich dann Viagra einnehmen?”. Die Antwort lautet: “Ja!” Viagra darf nur nicht von Leuten eingenommen werden, die ernste Leberstörungen, kardiovaskuläre Probleme oder einen Blutdruck unter 90/50 mmHg haben. Auch diejenigen, die vor kurzer Zeit einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben, dürfen kein Viagra einnehmen. Außerdem ist die Einnahme von Viagra äußerst gefährlich in Kombination mit Arzneimitteln, die Nitrat enthalten. Lesen Sie hier mehr darüber! Dies können beispielsweise Medikamente sein, die die Blutgefäße mit Nitroglycerin und Isosorbidenitrat erweitern oder auch die Sexdroge Poppers.

 Multiple Sklerose, eine Erektionsstörung und Viagra

Männer, die unter MS (Multiple Sklerose) leiden, können Erektionsprobleme bekommen. Dies wird meist durch beschädigte Nervenbahnen im Rückenmark oder im Gehirn verursacht, wodurch der Penis weniger empfindlich auf sexuelle Erregung reagiert. Die Geschlechtsteile können durch MS jedoch auch überempfindlich werden. Außerdem können körperliche Beschwerden, wie z.B. Übermüdung, Muskelschwäche, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen, Schwindel und Inkontinenz das Verlangen nach Sex reduzieren. Auch Angst, Depressionen und Düsterheit als Folge des unvorhersehbaren Verlaufes der MS Krankheit können das Libido noch weiter vermindern. Wenn eine Erektionsstörung im Anfangsstadium von Vasokonstriktion nicht durch Schmerzen und psychische Probleme entsteht, kann die Einnahme von Viagra eine Lösung darstellen.

Wie wirkt Viagra?

Nicht die Aussage „Ich habe MS“, sondern „Ich habe (dadurch) eine Erektionsstörung“ ist die wohl wichtigste Erkenntnis, wenn es zu der Frage kommt, ob die Einnahme von Viagra eingesetzt werden soll. Viagra wird nämlich Männern verschrieben, die als Folge von körperlichen oder spirituellen Barrieren Probleme haben, eine Erektion zu bekommen und aufrecht zu halten. Die Kontra-Indikationen für den Gebrauch von Viagra sind in diesem Artikel bereits genannt worden. MS fällt nicht in diese Kategorie.

Viagra verursacht unter anderem Vasodilation

Wie wirkt Viagra genau? Es wirkt unter anderem Blutgefäß-erweiternd, wodurch auch die Blutzufuhr zum Penis verbessert wird. Hierdurch kann eine Erektion einfacher entstehen, da diese letztendlich das Resultat von überschüssigem Blut im Penis ist. Außerdem hemmt Viagra den Abbau von körpereigenen Stoffen, die die Vasodilation hervorrufen. Hierdurch kann eine Erektion auch länger aufrecht erhalten werden. Viagra wirkt deshalb auch nur dann, wenn Sie sexuell erregt sind. Es wirkt jedoch nicht, wenn Sie aufgrund von beschädigten Nervenzellen überhaupt keine Erektion mehr bekommen können. Diesen Zustand erkennen Sie daran, dass Sie keine Morgen-Erektion mehr bekommen und Ihr Penis auch durch Masturbation nicht mehr steif wird.

MS Symptome können mit Viagra behandelt werden

Außer dem positiven Effekt von Viagra auf Ihr Erektionsvermögen, kann die Einnahme von Viagra auch einen positiven Einfluss auf die Behandlung von Ihrer MS allgemein haben. Wissenschaftler haben nämlich verkündet, dass die Symptome von MS bei Tierversuchen deutlich geringer waren, nachdem sie Viagra verabreicht bekommen hatten. Durch dieses Ergebnis konnten Forscher herausfinden, wie Viagra bei der Behandlung von MS behilflich sein kann.

Viele Männer mit MS nehmen Viagra wegen Ihren Erektionsstörungen ein, die durch die Krankheit ausgelöst werden. Circa 75% von diesen Männern sagen, dass das Viagra auch schmerzlindernd wirkt.