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Milien (Hautgries)

Milien (Hautgries)

Alles über Milien (Grießkörner) auf der Haut

Milien (auch Grießkörner genannt) sind kleine weiße Hautunebenheiten von etwa 1 bis 2 Millimeter Größe. Sie treten vorwiegend im Gesicht, rund um die Augen auf. Sowohl ältere als auch jüngere Menschen können hiervon betroffen sein, besonders anfällig sind jedoch Menschen mit trockener Haut. Milien entstehen im Gegensatz zu Pickeln – mit denen diese häufig verwechselt werden – nicht durch Talgansammlungen sondern durch Ansammlung von Keratin (Horn). Keratin ist ein Stoff, der in der äußersten Hautschicht zu finden ist und für die Widerstandsfähigkeit und Wasserundurchlässigkeit der Haut sorgt. Ein Gerstenkorn entsteht, wenn eine Pore durch die Ansammlung von Keratin verstopft wird. Auch auf beschädigten Hautpartien können sich Milienbilden, so zum Beispiel auf Narben oder nach dem Abheilen einer Schürfwunde oder Verbrennung.

Primäre und sekundäre Milien

Es wird zwischen primären und sekundären Milien unterschieden. Primäre Milien sind häufig bei neugeborenen Kindern rund um die Nase zu beobachten. Diese Milien entstehen, da die Talgdrüsen noch nicht vollständig geöffnet sind und dadurch verstopfen. Mit dem Älterwerden verschwinden Grießkörner bei Kleinkindern in der Regel von selbst.

Sekundäre Milien entstehen in Folge einer Verstopfung der Schweißdrüsen aufgrund einer Ansammlung von Keratin in den Ausführungsgängen dieser. Dies geschieht meist nach Verbrennungen der Haut, nach der Bildung und Genesung von Blasen, nach einer Kryotherapie, einer Dermabrasio oder einer Strahlentherapie bei der die Haut beschädigt wurde.

Grießkörner entfernen

Ein Grießkorn ist eine gutartige und unbedenkliche Hautunebenheit, welche im Allgemeinen nicht entfernt werden muss. Werden Grießkörner entfernt geschieht dies meist aus rein kosmetischen Gründen. Das Entfernen von Milien ist ein schwieriges Unterfangen, da diese – im Gegensatz zu Pickeln – nicht einfach ausgedrückt werden können. Es ist daher ratsam, die Entfernung eines Gerstenkorns einem Kosmetiker zu überlassen. Dieser kann das Gerstenkorn mit einer Nadel anstechen und anschließend das Keratinkörnchen aus der Haut entfernen. Dies geschieht schmerzfrei und hinterlässt keine Narben. Das Risiko für Infektionen ist gering, da beim Entfernen des Grießkorns durch einen Kosmetiker lediglich sterile Nadeln zum Einsatz kommen. Möchten Sie Ihre Grießkörner selbst entfernen, achten auch Sie darauf, hierfür nur sterile Nadeln zu verwenden.

Entzündete Milien

In einigen Fällen können sich Milien entzünden, wodurch diese sich rot färben, anschwellen und eitrig werden. Versuchen Sie hier nicht selbst Hand anzulegen, sondern überlassen Sie die Behandlung eines entzündeten Gerstenkorns einem Arzt oder Kosmetiker. Diese können der Entzündung entgegenwirken und das Grießkorn entfernen, sodass die Haut sich wieder regenerieren kann.

Hautgrieß vorbeugen

Ebenso wie das Entstehen von Pickeln und Mitessern kann auch das Entstehen von Milien nie gänzlich vermieden werden. Regelmäßiges Schrubben der Haut oder professionelle Peelings unter Verwendung von Glycolsäure oder Salicylsäure helfen, das Risiko für das Entstehen von Grießkörnern zu senken, da hierdurch die abgestorbenen Hautzellen in regelmäßigen Abständen entfernt werden, sodass diese keine Verstopfungen der Poren mehr verursachen können. Da Milien meist auf trockener Haut entstehen, ist es ratsam, besonders die Haut der Augenpartien täglich mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme einzureiben. Um das Entstehen von Milien in anderen Bereichen des Körpers zu vermeiden, tragen Sie die Creme auch auf ihren restlichen Körper auf.

Quellen: praxisvita.demedizinfo.de