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Magenschleimhautentzündung: die Symptome

Der Unterschied zwischen einer akuten und chronischen Magenschleimhautentzündung

Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) führt noch lange nicht bei jedem auch zu Symptomen. Ob jemand Beschwerden hat oder nicht, hängt auch von der Art der Entzündung der Magenschleimhaut ab, unter der jemand leidet: einer akuten oder chronischen Form.

Eine akute Magenschleimhautentzündung

Eine akute Magenschleimhautentzündung entsteht plötzlich und ist temporär. Häufig liegt eine Infektion mit dem Helicobacter Pylori-Bakterium vor. Eine langwieriger Alkoholkonsum oder (bestimmte) Medikamenteneinnahme kann zudem eine akute Magenschleimhautentzündung hervorrufen. Symptome, die hierbei auftreten können, sind u.a. Übelkeit und Erbrechen.

Eine chronische Magenschleimhautentzündung

Eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut ist langwierig. Dabei existieren zwei Arten der chronischen Entzündung der Magenschleimhaut: Gastritis Typ A und Gastritis Typ B.

  1. Gastritis Typ A ist eine sogenannte Auto-Immunkrankheit. Das bedeutet, dass das Immunsystem des Körpers „versehentlich“ das körpereigene Gewebe angreift. In diesem Fall bildet das Immunsystem Antistoffe gegen die Magenschleimhaut, was wiederum zu Entzündungen der Magenschleimhaut führt.
  2. Gastritis Typ B ist die Folge von schädlichen Organismen (wie z.B. dem Helicobacter Pylori Bakterium), die in den Körper eingedrungen sind.

Eine chronische Magenschleimhautentzündung führt häufig zu keinen oder nur zu sehr vagen Beschwerden. Falls der Patient Symptome erfährt, dann sind diese häufig dieselben, wie bei einer akuten Magenschleimhautentzündung.

Mögliche Symptome

Falls Sie unter (einigen) den folgenden Symptomen leiden, dann haben Sie womöglich eine Magenschleimhautentzündung:

  1. Appetitlosigkeit;
  2. Ein brennendes Gefühl im Oberbauch. Häufig werden diese Schmerzbeschwerden nachts schlimmer und nehmen nach dem Essen wieder ab;
  3. Schnelles Sättigungsgefühl;
  4. Ein aufgeblähtes Gefühl;
  5. Ein gespannter Bauch;
  6. Übelkeit;
  7. Erbrechen;
  8. In einigen Fällen wird Blut erbrochen.

Mögliche Folgen

Eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut kann die Magenschleimhaut verändern. So kann die Magenschleimhaut immer dünner werden. Dies wird auch atrophische Gastritis genannt. Diese Krankheit kann neben den oben genannten Beschwerden auch noch zur Blutarmut oder zu Nervenschäden führen. Letzteres wird durch die verminderte Vitamin B-12-Aufnahme des Darms verursacht.

Leicht erhöhtes Magenkrebs-Risiko

Die atrophische Gastritis führt zu einem leicht erhöhten Magenkrebs-Risiko. Diese Erkrankung führt regelmäßig erst in einem späteren Stadium zu Beschwerden. Viele dieser Symptome sind dieselben wie bei einer Entzündung der Magenschleimhaut. Zudem kann es zum Gewichtverlust, Sodbrennen, Schwindel und Müdigkeit infolge der Blutarmut sowie zu Verdauungsbeschwerden kommen.

Wann den Hausarzt aufsuchen?

Beschwerden infolge einer Magenschleimhautentzündung gehen häufig von selber wieder vorüber. In den nachfolgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt aufnehmen:

  1. Falls Sie unter den vorgenannten (einigen) Beschwerden länger als 2 Wochen leiden;
  2. Falls sich die Beschwerden verschlimmern oder immer wieder erneut auftreten;
  3. Falls Sie das Essen nicht gut herunterschlucken können;
  4. Sie Blut erbrechen;
  5. Falls der Stuhlgang schwarz ist oder Blut enthält;
  6. Bei ernsten Bauchschmerzen, die nicht vorüber gehen.