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Lyme-Krankheit

Die Lyme-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, die durch den Biss einer infizierten Zecke entstehen kann. Der Erreger, der die Krankheit verursacht, heißt Borrelia burgdorferi. Eine Ansteckung mit diesem Erreger kann ernste Folgen haben, wodurch eine Behandlung unerlässlich ist. Die Diagnose ist jedoch schwierig und die Behandlung ist in den meisten Fällen langfristig und intensiv.

Symptome der Lyme-Krankheit

Die Lyme-Krankheit kann allerlei Symptome und Beschwerden verursachen. Die Krankheit hat drei Stadien mit unterschiedlichen Symptomen: Im ersten Stadium spricht man von einer Lokalinfektion, im zweiten Stadium von einer Streuung des Erregers und letztendlich tritt das Spätstadium auf.

Symptome, die in jedem Stadium der Lyme-Krankheit entstehen können, sind:

  1. Grippeartige Beschwerden
  2. Müdigkeit
  3. Schmerzende Gelenke
  4. Muskelschmerzen
  5. Vergesslichkeit
  6. Konzentrationsstörungen

1. Stadium: Lokalinfektion

Das erste Zeichen einer Infizierung mit dem Borrelia burgdorferi Erreger ist ein roter, ringförmiger Ausschlag rund um den Zeckenbiss. Dieser Kreis (Erythema migrans) erscheint innerhalb weniger Tage bis zu zwei Wochen nach dem Biss. In nur wenigen Fällen tritt dieser Kreis erst nach einigen Monaten auf. Der Ring wird zunächst größer und verschwindet danach völlig. Allerdings bekommt nicht jeder, der mit der Lyme-Krankheit infiziert ist, diesen Hautausschlag.

2. Stadium: Streuung des Erregers

Über die Blutbahnen kann sich der Erreger, der die Lyme-Krankheit verursacht, im ganzen Körper ausbreiten. In diesem Stadium entstehen folgende Symptome:

  1. Akute Probleme mit dem Nervensystem, wie beispielsweise eine Gehirnhautentzündung
  2. Vorübergehende Lähmungserscheinungen
  3. Kraftverlust
  4. Probleme beim Laufen
  5. Schmerzen und Verkrampfungen im Kopf, im Gesicht und im Hals
  6. Migräne
  7. Gelenkentzündungen
  8. Herz-Rhythmus-Störungen mit Ohnmachtsanfällen

3. Stadium: Spätstadium

Manchmal entstehen ein Jahr nach dem Zeckenbiss noch Beschwerden, häufig Hautprobleme oder Gelenkbeschwerden. Dies nennt man das Spätstadium. Die Haut wird rot-lila, ist verdickt und fühlt sich warm an. Später wird die Haut – häufig an Armen und Beinen – papierdünn.

Behandlung der Krankheit

Die Lyme-Krankheit ist eine komplexe Krankheit, die in den meisten Fällen gut mit Antibiotika zu behandeln ist. Dauerhafter Schaden am Nervensystem und an den Gelenken kann jedoch leider nicht in jedem Fall verhindert werden. Die Behandlung wird auf die Dauer der Infizierung und den Krankheitsverlauf abgestimmt. Je früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto besser und schneller werden Sie geheilt. Nach einer 14- bis 30-tägigen Antibiotikakur sind 38 bis 70% der Patienten nach drei Jahren noch immer beschwerdefrei. Weil der Erreger gute Überlebensmechanismen hat, ist häufig eine Behandlung nötig, die 1 bis 4 Jahre andauert und eine hohe Antibiotika-Dosierung beinhaltet, damit alle Lyme-Bakterien im Körper getötet werden. Manchmal wird auch eine Kombination verschiedener Antibiotika eingesetzt, um gegen diesen hartnäckigen Erreger vorzugehen. Trotz dieser eingreifenden Behandlung der Lyme-Krankheit sind die Nachteile einer langfristigen Antibiotikaeinnahme im Gegensatz zu den Folgen einer unbehandelten Lyme-Krankheit gering.

Einen Zeckenbiss verhindern

Zecken sind kleine Tiere, die aussehen wie kleine, platte Spinnen. Sie sind ungefähr 1 bis 3 Millimeter klein und kommen vor allem im Wald, in Dünen, in der Heide und in Weiden vor. Zecken beißen sich fest in die Haut von Menschen und Tieren, um so Blut zu saugen. Zeckenbisse können in allen Jahreszeiten vorkommen, allerdings gibt es in den Monaten von März bis Oktober die meisten Fälle. Auf zecken.de finden Sie eine Übersicht der Stellen, wo Zecken zu erwarten sind. Gehen Sie in die Natur, tragen Sie dann immer feste Schuhe und bedecken Sie Ihre Arme und Beine!

Wenn Sie draußen waren, dann ist es wichtig täglich zu kontrollieren, ob Sie von einer Zecke gebissen wurden. Finden Sie eine Zecke auf Ihrem Körper, dann entfernen Sie diese so schnell wie möglich mit einer speziellen Zeckenzange. Je länger die Zecke sich in Ihrer Haut festbeißt, desto größer ist das Risiko, dass Sie sich mit der Lyme-Krankheit infizieren. Nicht jeder Zeckenbiss verursacht die Lyme-Krankheit. Nur infizierte Zecken übertragen die Krankheit. Leider kann man nicht an dem Aussehen der Zecke erkennen, ob diese infiziert ist oder nicht. Deshalb ist es besonders wichtig nach jedem Zeckenbiss auf mögliche Symptome der Lyme-Krankheit zu achten.

Folgen der Lyme-Krankheit

Lyme ist keine tödliche Krankheit, kann jedoch ernste Folgen haben. Auf lange Sicht sind die Folgen der Lyme-Krankheit unter anderem Gedächtnisverlust, Lähmungserscheinungen, Gelenkschmerzen und Hautbeschwerden. Hierdurch ist es nicht immer möglich, zu arbeiten und am öffentlichen Leben teilzunehmen, wodurch sich Lyme-Patienten häufig isoliert fühlen. Außerdem ist der Weg zur Diagnose steinig und beinhaltet viele Arztbesuche, wodurch sich viele Patienten nicht verstanden fühlen.

Haben Sie oben genannte Beschwerden und sind Sie häufig in der Natur? Dann denken Sie immer an die Lyme-Krankheit und konsultieren Sie Ihren Hausarzt. Je früher eine Behandlung begonnen wird, desto schneller können Sie geheilt werden.