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Kopfschmerzen

Was geschieht bei Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen – wer kennt diese Qual nicht? Manche Menschen haben nur ab und zu mit diesem Zustand zu tun, andere dagegen regelmäßig. Bei dem einen bleibt es bei einem unangenehmen Gefühl, wobei ein anderer von den Kopfschmerzen so eingenommen wird, dass er/sie nichts anderes mehr tun kann. Legen wir einmal unser Augenmerk auf die trockenen Fakten: Weltweit leiden täglich Dutzende Millionen Menschen unter Kopfschmerzen. In den Niederlanden sind satte 20% der Bevölkerung mindestens einmal in der Woche von Kopfschmerzen betroffen. 500.000 Niederländer haben sogar an mehr als 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen. Mehr als 3 Millionen der niederländischen Einwohner sind sogar von solch einer ernsten Form von Kopfschmerzen betroffen, dass sie ihren Beschäftigungen nicht mehr nachgehen können. Die meisten Formen von Kopfschmerzen kommen vor allem bei Frauen im Alter von 16 bis 45 Jahren vor. Dies ist beinahe dreimal so viel wie bei Männern.

Die 3 am häufigsten vorkommenden Kopfschmerzen

Es gibt viele verschiedene Formen von Kopfschmerzen und auch verschiedene Ursachen. Glücklicherweise sind Kopfschmerzen nur selten eine Folge einer ernsten Krankheit. Es gibt drei Formen von Kopfschmerzen, die vorwiegend vorkommen:

  1. Spannungskopfschmerzen;
  1. Migräne ;
  1. Kopfschmerzen durch Schmerzmittel.

Spannungskopfschmerzen

„Spannungskopfschmerz“ ist ein Ausdruck, der für verschiedene Sorten von Kopfschmerzen gebraucht wird, von denen die Ursache nicht deutlich bekannt ist. Es gibt natürlich einige Theorien – diese wurden jedoch noch nicht bewiesen. So wird beispielsweise angenommen, dass Spannungskopfschmerzen zur Folge von einer erhöhten Spannung in der Nackenmuskulatur durch psychische und/oder körperliche Faktoren entstehen. Hier können Stress auf der Arbeit, in der Schule oder zu Hause, Depressionen, Schlafstörungen oder eine verkehrte Körperhaltung eine Rolle spielen.

Heutzutage wird jedoch immer häufiger angenommen, dass Spannungskopfschmerzen durch die Dehnung der Membranen unter dem Schädel durch die Sehnen der Nackenmuskulatur ausgelöst werden.

Migräne

Über die genaue Ursache von Migräne ist leider noch wenig bekannt. Was jedoch feststeht, ist, dass bei Migräne eine elektrische Störung im Gehirn stattfindet. Aus diesem Grund erweitern sich die Blutgefäße in der Hirnhaut und im Hirnstamm, was Schmerzen verursacht. Ein Migräneanfall wird von Faktoren, wie z.B. Stress, Übermüdung, ein unregelmäßiges Leben, eine Infektion, weibliche Hormone oder Schmerzmittel ausgelöst. Migränepatienten scheinen empfindlicher auf diese Reize zu reagieren als Menschen, die keine Migräne haben. Diese niedrige Reizschwelle ist zum Teil erblich bedingt. Wenn Familienmitglieder also an Migräne leiden, dann besteht ein höheres Risiko selbst auch an Migräne zu erkranken.

Kopfschmerzen durch Schmerzmittel

Menschen, die häufig Schmerzmittel einnehmen, können sogenannte Medikamenten-abhängige Kopfschmerzen entwickeln. So kann also auch ein langanhaltender Gebrauch von Kopfschmerzmitteln die Kopfschmerzen noch weiter verschlimmern. Dies kann zum Beispiel geschehen, wenn Sie drei Monate lang Paracetamol einnehmen – auch wenn dies nur eine halbe Tablette pro Tag ist. Auch die Einnahme von „Triptan“ gegen Kopfschmerzen während 15 aufeinander folgenden Tagen kann zu diesem Effekt führen. Es hängt jedoch davon ab, wie häufig und wie lange Sie die Schmerzmittel einnehmen.

Cluster-Kopfschmerzen

Es ist nicht bekannt, wie und warum Cluster-Kopfschmerzen entstehen. Es wird jedoch angenommen, dass während eines solchen Anfalls ein zu großer Druckunterschied zwischen den Schlagadern entsteht, die das Blut in das Gehirn befördern und wieder abführen. Hierdurch, und auch durch die Erweiterung der Blutgefäße, erhöht sich der Druck auf die Nerven, sodass Schmerzen und die anderen Merkmale von Cluster-Kopfschmerzen entstehen. Bei dieser Art von Kopfschmerzen spielt die Vererbung wieder eine wichtige Rolle.

Ernährung und Getränke sind nur selten die Ursache für Cluster-Kopfschmerzen. Es ist jedoch bekannt, dass gefäßerweiternde Medikamente und Alkohol (selbst in kleinen Mengen) während einer Cluster-Periode Anfälle auslösen können.

Welche Beschwerden hat man bei welcher Sorte von Kopfschmerz?

Jetzt fragen Sie sich sicherlich: Wann habe ich denn jetzt Spannungskopfschmerzen und wann beispielsweise Migräne? Wenn Sie auf Ihre Beschwerden achten, dann können Sie meist selbst bestimmen, welche Art von Kopfschmerz auf Sie zutrifft.

Spannungskopfschmerzen

Die Merkmale von Spannungskopfschmerzen sind ein matter, drückender Schmerz an beiden Seiten des Kopfes. Es können auch Schmerzen an der Vorder- und Hinterseite des Kopfes entstehen. Spannungskopfschmerzen werden oft so beschrieben, dass sie sich anfühlen, als ob ein zu straffes Band um den Kopf liegt. Die Schmerzen sind unangenehm, aber nicht derart, dass Sie mit Ihren täglichen Beschäftigungen aufhören müssen.

Spannungskopfschmerzen können episodisch oder chronisch sein.

  1. Episodische Kopfschmerzen kommen in regelmäßigen Abständen auf (einige Tage, Wochen oder Monate). Bei solchen Anfällen kann der Schmerz einige Minuten, aber auch einige Tage anhalten. Die Kopfschmerz-Phasen wechseln sich mit schmerzfreien Phasen ab, die bis zu Jahre dauern können.
  1. Bei chronischen Kopfschmerzen ist der Schmerz fortdauernd. Sie stehen mit den Kopfschmerzen auf und gehen mit ihnen ins Bett.

Migräne

Migräne ist eine chronische Gehirnkrankheit, die in Anfällen auftritt. Der Kopfschmerz ist in diesem Fall mäßig oder heftig klopfend und kommt meist nur an einer Seite des Kopfes vor. Während eines Migräneanfalls kann es Ihnen auch übel sein und Sie müssen sich ggf. übergeben. Weitere Symptome können Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Gerüchen oder Geräuschen sein, oder auch das Sehen von Lichtblitzen oder Sternchen, Sprechstörungen und Störungen im Gesichtsfeld. Ein unbehandelter Migräneanfall kann 4 bis 74 Stunden dauern und kann so heftig ausfallen, dass Sie zu nichts mehr im Stande sind. Bei Anstrengung verschlimmert sich der Schmerz noch weiter.

Kopfschmerzen durch Schmerzmittel

Jede Art von Kopfschmerz kann durch die regelmäßige und langanhaltende Einnahme von Schmerzmitteln noch stärker werden.

Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen treten im Allgemeinen in Anfällen in bestimmten Abständen auf – aus diesem Grund auch der Name. Die Schmerzen sind in diesem Fall sehr heftig „schneidend“ oder „bohrend“ und kommen an einer Seite des Kopfes vor. Meist ist dies rund um, in oder hinter einem Auge. Manche Menschen haben das Gefühl, als ob ihr Auge herausgedrückt würde. Ohne Behandlung dauern diese Anfälle 15 bis 180 Minuten und treten häufig in Verbindung mit einem der folgenden Nebensymptome auf: ein tränendes oder rotes Auge, ein hängendes oder geschwollenes Augenlid, eine enge Pupille oder eine verstopfte oder laufende Nase.

Was können Sie gegen Kopfschmerzen tun?

Jede Art von Kopfschmerz kann mit Schmerzmitteln behandelt werden. Natürlich ist hierbei äußerste Vorsicht geboten, da bei einer regelmäßigen und langanhaltenden Einnahme eine Verschlechterung der Kopfschmerzen auftreten kann. Wenn Ihre Kopfschmerzen durch Schmerzmittel ausgelöst werden, dann ist eine Absetzung der Einnahme die einzige Lösung. Klicken Sie hier für mehr Tipps gegen Kopfschmerzen!

Wenn Sie an Migräne leiden, dann kann eine angemessene Behandlung enorme Linderung verschaffen. Mit den richtigen Medikamenten wird der Schmerz bei der Mehrheit aller Patienten drastisch gelindert oder sogar völlig geheilt. In diesem Fall nehmen Sie am besten Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf. Die Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen sollte immer durch einen Kopfschmerz-Neurologen geschehen.

In den folgenden Fällen sollten Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt aufnehmen:

  1. Wenn Ihre Kopfschmerzen trotz Behandlung immer noch bestehen;
  1. Wenn Sie plötzlich starke Kopfschmerzen bekommen, obwohl Sie dies vorher noch nie hatten.

In den folgenden Situationen ist Eile geboten:

  1. Wenn Sie plötzlich und ohne Ankündigung starke Kopfschmerzen bekommen und sich dabei auch sehr krank fühlen;
  1. Wenn Sie starke Kopfschmerzen bekommen, die in Verbindung mit einem steifen oder schmerzenden Genick und Fieber auftreten;
  1. Bei ernsten Kopfschmerzen nach einem Unfall;
  1. Bei körperlichen Störungen, wie z.B. Sehstörungen, Sprachstörungen, ein schiefer Mund oder ein gelähmter Arm;
  1. Im Falle von plötzlichen Kopfschmerzen im letzten Trimester einer Schwangerschaft.

 

Quellen: www.apotheken-umschau.de/Kopfschmerzen, www.migraene-info.de, www.stern.de)