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Ich kann nicht schlafen!

Ich kann nicht schlafen!

Und nun?

“Ich kann nicht schlafen!” – Diesen verzweifelten Hilferuf hat wohl jeder schon einmal von sich gegeben. Die Zeiger der Uhr schreiten voran, doch der Schlaf will sich einfach nicht einstellen.

Schlafprobleme hat wohl jeder hin und wieder, doch glücklicherweise bleibt es bei den meisten Menschen bei einer Ausnahme. Es gibt jedoch auch Menschen, bei denen Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum hinweg anhalten und rund 6 % der Deutschen kämpfen sogar mit chronischem Schlafmangel. Dieses unangenehme Phänomen kann eine Vielzahl körperlicher und geistiger Beschwerden zur Folge haben, welche von Müdigkeit und Kopfschmerzen, über Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme bis hin zu Fettleibigkeit und Bluthochdruck sowie einem geschwächten Immunsystem reichen können.

Kurz gesagt: „Ich kann nicht schlafen“ ist eine Aussage, die nach Aufmerksamkeit verlangt. Und diese soll sie dann auch bekommen!

Warum kann ich nicht schlafen?

„Warum kann ich nicht schlafen?“ – Eine berechtigte Frage, welche jedoch nicht einfach zu beantworten ist. Schlafstörungen können nämlich verschiedene Ursachen haben. Wir haben im Folgenden einige dieser Ursachen für Sie zusammengetragen:

  1. Alkoholkonsum. Ein paar Gläser (zu viel) lassen Sie zwar vorerst einfacher einschlafen, machen Sie dafür jedoch nachts häufiger wach;
  2. Körperliche Beschwerden wie Schmerzen oder Juckreiz;
  3. Psychische Probleme wie Stress, Depressionen und Angst;
  4. Hormonelle Veränderungen in Folge einer Schwangerschaft oder der Wechseljahre;
  5. Das Schlafapnoe-Syndrom (eine Art der Schlafstörung bei der es zum Atemstillstand während des Schlafens kommt);
  6. Schlechte Schlafgewohnheiten wie unregelmäßige Bettzeiten, sportliche Betätigung vor dem Zubettgehen, der Genuss schwerer Mahlzeiten am Abend oder Fernsehen im Bett.

Was tun gegen Probleme beim Einschlafen?

Die Behandlung von Schlafproblemen variiert je nach Ursache. Eine Möglichkeit, der Ursache auf den Grund zu gehen, ist das Führen eines ‚Schlaftagebuches‘. Mit Hilfe dessen können Sie über einen Zeitraum von einem Monat jeden Tag einige Dinge festhalten, die einen Einfluss auf Ihren Schlafrythmus haben könnten. Schreiben Sie unter anderem auf:

  • Wann Sie zu Bett gegangen und wann Sie aufgestanden sind;
  • Was Sie am Abend getan haben;
  • Wie viele Stunden Sie geschlafen haben;
  • Wie häufig Sie wach geworden sind und wie lange es dauerte bis Sie wieder einschlafen konnten. Was Sie in der Zwischenzeit gedacht und getan haben;
  • Ihre Schlafqualität. Bewerten Sie mit einer Note, wie gut Sie geschlafen haben;
  • Was und wieviel Sie am Abend getrunken und gegessen haben;
  • Was Sie tagsüber getan haben;
  • Eventuelle Sorgen, die Sie haben oder hatten, beispielsweise bezüglich Ihrer Beziehung, Ihrer Familie oder Ihrer Arbeit;
  • Eventuelle Medikamente, die Sie verwendet haben;
  • Was Sie unternommen haben, um besser schlafen zu können. Denken Sie hierbei beispielsweise an entspannende Beschäftigungen wie spazieren gehen, ein Bad nehmen, ein Buch lesen oder Atemübungen vor dem Zubettgehen.

Abgesehen davon, dass es Ihnen Ihr Schlaftagebuch ermöglicht, nachzuvollziehen, warum Sie nicht schlafen können, enthält es zudem nützliche Informationen, die Ihrem Hausarzt dabei helfen, die Ursache Ihrer Schlafprobleme zu ergründen, um diese anschließend angemessen behandeln zu können.

5 Tipps, um besser schlafen zu können.

Die hierunter aufgeführten Tipps sind als Empfehlungen zu verstehen, welche Ihnen dabei helfen können, wieder ausreichend Schlaf zu finden. Da Ihren Schlafstörungen auch körperliche oder geistige Erkrankungen zugrunde liegen können, welche einer professionellen Behandlung bedürfen, empfehlen wir Ihnen für den Fall, dass diese Tipps nichts nützen, Ihren Hausarzt aufzusuchen.

  • Achten Sie darauf, sich tagsüber ausreichend zu entspannen. Fehlende Entspannung kommt einem erhöhten Stresspegel gleich. Dies kann einer der Gründe dafür sein, dass Sie nicht schlafen können. Entspannung finden Sie beispielsweise bei sportlicher Betätigung. Abgesehen davon, dass Ihnen Sport dabei hilft, Ihren Kopf frei zu bekommen, setzt sportliche Betätigung zudem Stoffe im Gehirn frei, welche eine aufheiternde Wirkung besitzen und folglich Stress lindern.
  • Halten Sie sich ausreichend an der frischen Luft auf. Sonnenlicht fördert die Produktion des natürlichen Schlafhormons Melatonin;
  • Konsumieren Sie Alkohol sowie koffeinhaltige Getränke in Maßen;
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie im Schlafzimmer zur Ruhe kommen können. Fernsehen, IPod, Telefon oder Arbeit sind hierbei eher hinderlich;
  • Keine Panik! Machen Sie sich keinen Stress, wenn Sie mal wieder nicht schlafen können. Finden Sie sich damit ab und lesen Sie stattdessen beispielsweise ein Buch oder nehmen Sie eine warme Dusche.