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Hämorrhoiden während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft treten Hämorrhoiden häufig auf (nach einer Schätzung 7 von 10 Frauen). Dies kommt daher, dass das Schwangerschaftshormon Progesteron dafür sorgt, dass die Wände der Adern und Muskeln erschlaffen –wodurch die Schwellkörper des Anus auch betroffen sind, und der veränderte Hormonhaushalt kann zu einer Verstopfung führen. Außerdem drückt das Kind auf den Anus. Bei der Geburt verstärkt sich dieser Druck natürlich zusätzlich.

Das sind Hämorrhoiden

Diese Kombination von Faktoren kann dazu führen, dass die Blutgefäße sich rundum des Anus erweitern – es entstehen Hämorrhoiden, die zu vergleichen sind mit Krampfadern. Hämorrhoiden können innenliegend, aber auch außenliegend sein. Außenliegende Hämorrhoiden treten durch den Anus nach außen hervor und sehen wie blaue Knubbel aus.

 

Nach der Schwangerschaft verschwinden die Hämorrhoiden meistens von selbst.

Beschwerden

Eine Schwangerschaft wird oft mit dem Sitzen auf einer rosaroten Wolke verglichen – alles ist super toll. Allerdings kann das Sitzen bei Hämorrhoiden sehr schmerzhaft sein! Mit anderen Worten: Hämorrhoiden bringen Beschwerden mit sich, z.B.

  1. Juckreiz, Schmerzen und ein brennendes Gefühl am Anus;
  2. Helles Rot beim „abputzen“;
  3. Blut und/ Schleim beim Stuhlgang;
  4. Ein drückendes Gefühl, wenn die Hämorrhoiden nach außen treten;
  5. Stuhlinkontinenz.

5 Tipps gegen Hämorrhoiden während der Schwangerschaft

Um Hämorrhoiden während der Schwangerschaft zu vermeiden oder die Symptome zu behandeln, können Sie folgende Dinge tun:

  1. Nehmen Sie viel ballaststoffreiche Nahrung zu sich (z.B. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornbrot, Kartoffeln, brauner Reis und Vollkornnudeln) und trinken Sie mindestens 1,5 Liter pro Tag – Dadurch wird der Stuhlgang weich;
  2. Sorgen Sie für eine ausreichende körperliche Betätigung (mindestens eine halbe Stunde pro Tag), sodass die Darmtätigkeit und der Stuhlgang „stimuliert“ werden;
  3. Vermeiden Sie den Toilettenbesuch nicht, wenn Sie das Bedürfnis verspüren. Je länger Sie warten, desto trockener und härter wird der Stuhlgang;
  4. Vermeiden Sie hartes Pressen beim Stuhlgang;
  5. Benutzen Sie kein Toilettenpapier, sondern verwenden Sie ein feuchtes Tuch. Tupfen Sie sich danach vorsichtig ab.

Die Behandlung

Hämorrhoiden können gut mit kalten Anwendungen behandelt werden. So können z.B. kalte Kompressen oder ein kühlendes Gel auf die Hämorrhoiden aufgetragen werden, aber es kann auch Nasenspray verschrieben werden, das die Hämorrhoiden verkleinert. Medikamente mit dem Wirkstoff Flavonoid beschützen und verstärken hingegen die Gefäßwände. Außerdem kann Ihr Hausarzt auch eine Salbe gegen die Schmerzen und den Juckreiz verschreiben.

Nur bei ernsthaften Beschwerden ist eine weitere Behandlung von Nöten. Hier können Sie an eine Behandlung mit Gummibändern denken, mit denen man die Hämorrhoiden abbindet, wodurch diese absterben.

Nach der Schwangerschaft

Oft verschwinden die Hämorrhoiden zwei Wochen nach Auftreten. Ein Fakt ist allerdings, dass, wenn jemand einmal Hämorrhoiden gehabt hat, er immer Probleme mit ihnen haben wird. Die Blutgefäße am Anus heilen nämlich nicht, wodurch es sehr wichtig ist, die oben genannten Tipps beizubehalten. So können Sie dafür sorgen, dass Sie entweder keine Beschwerden bekommen oder mögliche Beschwerden gering bleiben.