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Erhöhter Cholesterinspiegel: die Symptome

Welche Symptome hat ein erhöhter Cholesterinspiegel?

Ein erhöhter Cholesterinspiegel wird auch gerne als stiller Todbringer bezeichnet. Das kommt daher, da diese Krankheit keine deutlichen Symptome kennt, während es jedoch ein entscheidender Risikofaktor bei der Entstehung von Herz- und Gefäßkrankheiten ist. Ein zu erhöhter Cholesterinspiegel kann zu einer Verengung von wichtigen Blutgefäßen führen und diese sogar blockieren. In Kombination mit einem zu hohen BlutdruckDiabetesÜbergewichtRauchen, Vererbbarkeit und Stress kann diese Erkrankung möglicherweise zu einem (fatalen) Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Die einzigen sichtbaren Symptome eines erhöhten Cholesterinspiegels

Die einzigen sichtbaren Symptome eines erhöhternCholesterinspiegels sind:

  1. Gelbliche Knötchen um das Augenlid (Xanthelasmen);
  2. Ein weißer Ring um die Iris (Arcus Lipoïdes);
  3. Knötchenbildungen auf den Sehnen (Xanthome). Diese Verdickungen befinden sich meistens auf der Achillessehne und den Sehnen des Handrückens. Sie können auch auf den Sehnen des Fußes, des Knies oder des Ellenbogens auftreten.

Die übrigen Symptome eines erhöhten Cholesterinspiegels sind nur indirekter Natur. Hiermit meinen wir, dass ein erhöhter Cholesterinspiegel an den Beschwerden, die durch diese Erkrankung verursacht werden, erkannt wird. Dabei handelt es sich um Symptome, welche die Folge von der Verengung der Arterien (Arteriosklerose) sind.

Was versteht man unter einem erhöhten Cholesterinspiegel?

Bevor wir etwas tiefer auf die indirekten Symptome eines erhöhten Cholesterinspiegels eingehen, erklären wir Ihnen zunächst was Cholesterin ist und was man unter einem erhöhten Cholesterinspiegel versteht. Cholesterin ist nämlich nicht per se schlecht. Ganz im Gegenteil. Das Cholesterin ist eine Art Fett (Lipid), das der Körper benötigt, um die Zellwände aufzubauen und um die Gallensäure zu produzieren (welche wiederum notwendig ist damit der Darm die Nährstoffe aufnehmen kann), sowie verschiedene Hormone und Vitamin D. Kurz gesagt: das Cholesterin ist für die Körperfunktionen unverzichtbar. Allerdings ist es wichtig, dass das Cholesterin nur in der richtigen Menge im Körper vorkommt. Falls dieses Verhältnis nicht stimmt, kommt es zu Problemen.

Was ist Cholesterin?

Das meiste Cholesterin wird in der Leber produziert. Den Rest nimmt der Körper über die Nahrung auf. Über den Darm und die Blutbahn wird das Cholesterin dann an die Körperstellen transportiert, an denen es benötigt wird. Für diesen Transport wird das Cholesterin in Lipoproteine (eine Art Proteinpellet) verpackt. Hierdurch wird vorgebeugt, dass das Fett im Blut klumpen kann. Es gibt drei Arten von Lipoproteinen: HDL, VLDL en LDL. HDL (high density lipoproteins = Blutfettstoff mit hoher Dichte) und VLDL (very low density lipoproteins = Blutfettstoff mit sehr geringer Dichte) sind gutartige Cholesterine. LDL (low density lipoproteins = Blutfettstoff mit niedriger Dichte) hingegen ist ein schlechtes Cholesterin und zwar in dem Sinne, dass es sich an die Innenseite der Blutgefäße haftet.

Was ist ein erhöhter Cholesterinhaushalt?

Wenn man von einem erhöhten Cholesterinwert spricht, dann meint man eigentlich, dass der Wert des LDL-Cholesterins zu hoch ist. Diese Variante haftet sich nämlich an die Wände der Arterien, wodurch diese sich verengen und verstopfen können.

Welche indirekten Symptome hat ein erhöhter Cholesterinhaushalt?

Wie wir bereits beschrieben haben, hat ein erhöhter Cholesterinhaushalt für sich genommen keine Symptome. Die Arterienverkalkung (Arteriosklerose), die dieser jedoch verursachen kann, kann zu Beschwerden führen.

Allmählich auftretende Symptome

Eine Arteriosklerose tritt typischerweise an der Innenseite der Koronararterie, Aorta und den Verzweigungen der Aorta auf. Die Cholesterinanlagerungen (atherosklerotischer Plaques) sind ein heimtückischer Prozess. Langsam aber sicher verengen sich die betroffenen Arterien, wodurch ein Durchströmen des Blutes immer schwieriger wird. Erst wenn der Durchfluss durch die Ansammlung des Cholesterins um 50% beeinträchtigt ist, kommt es zu den Beschwerden.

Ernst und Auftreten der Arteriosklerose

Welche Symptome infolge des erhöhten Cholesterinhaushalts entstehen, hängt von dem Ernst und dem Ausmaße der Arteriosklerose und der Stelle der Verengung ab. So sorgt eine verminderte Blutzufuhr zum Herzen hin für Schmerzen in der Brust. Dies wird dann als Angina Pectoris bezeichnet. In erster Linie tritt dies bei Anspannung oder Stress auf. Der Extra-Sauerstoff, den das Herz benötigt, wird nicht zugeführt, wodurch es zu einem Druckgefühl und Schmerzen in der Brust kommt. Andere mögliche Signale sind u.a. eine unnormale Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schwindel, Schweißausbrüche und Übelkeit. Sobald das erhöhte Cholesterin zu einer Gefäßverengung in den Beinen führt, merken Sie das zunächst an den Symptomen, wie krampfartige Schmerzen oder ein müdes oder taubes Gefühl in den Beinen, während des Laufens, Treppensteigens oder Rennens. Dieses Phänomen wird auch gerne als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnet. Im Gehirn kann die Arteriosklerose z.B. zu Koordinationsproblemen oder dem Verlust des Sehvermögens führen.

Bei einem kompletten Verschluss des Blutgefäßes

Sobald ein Blutgefäß komplett verstopft ist, dann bekommt das Gewebe, welches das Gefäß „bedient“ überhaupt keinen Sauerstoff mehr. Im Herzen (Kranzarterie) führt des zu einem Herzinfarkt und Gehirn zu einer TIA (Transitorische ischämische Attacke, bei einem kurzzeitigen Sauerstoffmangel) oder einem Schlaganfall (bei einem längeren Sauerstoffmangel). Solche Blockaden sind meistens die Folge eines Blutgerinnsels, das durch die gerissene Cholesterinansammlung entsteht. Die Stauungen durch ein solches Blutgerinnsel bilden sich an der Stelle des Risses selber, aber auch an weiteren Stellen „stromabwärts“. Die bekannten Symptome eines Herzinfarktes sind die plötzlich auftretenden mäßigen bis sehr heftigen Schmerzen in der Brust. Diese Schmerzen können bis zum Kiefer, den Schultern und den Rücken ausstrahlen. Die Symptome einer TIA sind unter anderem Lähmungserscheinungen im Gesicht, Sehverlust auf einem oder beiden Augen, eine doppelte Sicht oder eine wirre Aussprache. Diese Symptome einer TIA sind allerdings nur vorübergehend. Falls die Beschwerden nicht vorüber gehen, dann spricht man von einem Schlaganfall. Diese zwei Beispiele indirekter Symptome eines erhöhten Cholesterinspiegels können auch einen tödlichen Verlauf nehmen.

Was sollte man bei (in)direkten Symptomen eines erhöhten Cholesterinspiegels unternehmen?

Sobald Sie bei sich die (in)direkten Symptome eines erhöhten Cholesterinspiegels erkennen, dann sollten Sie direkt zum Hausarzt gehen. Dieser kann mittels einer Blutuntersuchung feststellen, ob Sie einen erhöhten Cholesterinspiegel haben. Falls Ihre Beschwerden, das Alter oder Ihre medizinische Vorgeschichte vermuten lassen, dass Sie zudem auch noch unter einer Arteriosklerose leiden, dann werden Sie direkt für weitergehende Untersuchungen an den entsprechenden Facharzt überwiesen. Die Behandlung eines erhöhten Cholesterinspiegels besteht aus Tipps bezüglich der Lebensweise (gesunde Ernährung, mehr Bewegung, nicht mehr rauchen und eventuell einer Diät), möglicherweise auch in Kombination mit einem cholesterinsenkenden Medikament. Sobald Sie unter einer ernsten Form der Arteriosklerose leiden, dann kann man auch erwägen einen operativen Eingriff vorzunehmen.