Blog

Erektionsstörungen im Alter

Erektionsstörungen im Alter kommen häufiger vor als bei jungen Männern

Eine Erektionsstörung kann in jedem Alter aufkommen

Jeder erwachsene Mann hat ab und zu einmal eine Erektionsstörung. Dies kann in jeder Lebensphase (>18 Jahre), in jeder ethnischen Gruppe und in jeder sozialen Klasse vorkommen. So ist übermäßiger Alkoholkonsum ein berüchtigter Spielverderber: Wer hat es noch nicht erlebt, dass nach einer durchfeierten Nacht im Bett die Flaute aufkommt?

Eine Erektionsstörung kann jedoch auch sehr viel häufiger aufkommen. Dies kann so weit gehen, dass ein befriedigendes Sexleben so gut wie unmöglich wird. Das Problem kann außerdem auch das Selbstvertrauen des Mannes antasten und die Beziehung unter Druck setzen. In der Entstehung einer solchen Erektionsstörung gibt es zahlreiche mögliche Auslöser. Hier können sowohl psychologische als auch körperliche Probleme eine Rolle spielen.

Je höher das Alter, desto höher das Risiko an Erektionsstörungen zu leiden

Die Praxis hat gezeigt, dass die Chance auf Erektionsstörungen zunimmt, je höher das Alter des Patienten ist. Die folgenden Statistiken zeigen dies:

  1. Im Durchschnitt haben 14% aller deutschen Männer, die älter als 18 Jahre sind, Erektionsstörungen;
  2. Von allen deutschen Männern zwischen 51 und 70 Jahren haben 30% eine Erektionsstörung;
  3. Bei Männern zwischen 71 und 80 Jahren haben 42% häufig Erektionsprobleme.

Wir sehen, dass eine Erektionsstörung bei jüngeren Männern häufig durch psychische Faktoren verursacht wird, während es bei älteren Männern wahrscheinlicher ist, dass körperliche Probleme eine Rolle spielen. Außerdem weisen Studien darauf hin, dass der Grad einer Erektionsstörung in höheren Altersklassen meist höher ist. Bei jüngeren Männern treten vor allem milde Formen einer Erektionsstörung auf, während bei älteren Männern meist die komplette Form auftritt.

Erektionsstörungen mit psychologischen Ursachen

Unter dem Nenner „psychologische Ursachen einer Erektionsstörung“ können eine Menge spezifischer emotionaler Faktoren und Beziehungsprobleme kategorisiert werden. Hier eine Liste der wichtigsten Faktoren:

  1. Unsicherheit über sexuelle Leistungen oder Versagensangst: Dies kann bei jüngeren und älteren Männern geschehen. Bei älteren Männern spricht man auch von „Witwer-Impotenz“, wenn nach dem Versterben der Partnerin nach langer Zeit wieder eine Möglichkeit zu Sex entsteht und so Leistungsdruck aufbringt;
  2. Unsicherheit über den Körper im Allgemeinen und/oder den Penis;
  3. Kommunikationsprobleme mit der Partnerin / Beziehungsprobleme;
  4. Erziehung: Wenn man mit dem Gedanken aufgewachsen ist, dass Sex schlecht oder dreckig ist;
  5. Unsicherheit über die sexuelle Orientierung;
  6. Missverständnisse, wie: „Ein Mann hat immer Lust auf Sex“ und „Sex ohne Orgasmus ist kein echter Sex“;
  7. Depressionen, Stress und Verdrießlichkeit (z.B. durch eine traumatische Erfahrung).

Erektionsstörungen mit körperlichen Ursachen

Die einfachste Weise, um zu beurteilen, ob eine Erektionsstörung auf Grund eines körperlichen oder geistigen Problems vorliegt, ist die sogenannte Morgenerektion und Nachterektion. Wenn auch diese ausbleiben, dann ist die Chance sehr groß, dass ein körperliches Problem die Erektionsstörungen auslöst.

Die wichtigsten körperlichen Risikofaktoren in Verbindung mit einer Erektionsstörung sind:

  1. Vaskuläre Probleme, oder Aderverkalkung. Hierdurch sind die Gefäße verengt. Weil eine Erektion durch eine erhöhte Blutzufuhr zum Penis entsteht, können verengte Gefäße Erektionsprobleme hervorrufen.
  2. Ein langanhaltend hoher Cholesterinspiegel, ein hoher Blutdruck oder Diabetes. Wir nennen diese Krankheiten in einem Stichpunkt, weil sie alle ein erhöhtes Risiko auf Aderverkalkung bedeuten. Diabetes erhöht außerdem das Risiko auf Nervenbahn-Beschädigungen. Die Nervenbahnen spielen jedoch eine unglaublich wichtige Rolle bei dem Zustandekommen einer Erektion. Weil die Chance an einer dieser Krankheiten zu erkranken mit dem Alter steigt, steigt auch das Risiko eine Erektionsstörung zu bekommen.
  3. Eine geringe Testosteron-Produktion. Wenn der Testosteronspiegel im Blut sinkt, dann verringert sich auch das Libido, wodurch ebenfalls eine Erektionsstörung auftreten kann. Dieser Testosteron-Mangel ist meist an das Alter des Mannes gebunden. Die Testosteron-Produktion nimmt nämlich mit dem Alter langsam immer weiter ab;
  4. Eine zu langsame Schilddrüse (Hypothyreose). Diese Krankheit kann zu einem geringeren Libido führen;
  5. Fettleibigkeit. Bei ernstem Übergewicht (BMI>30) ist die Chance vier mal so groß als bei einem normalem Körpergewicht, an Erektionsproblemen zu leiden. Weil Fettleibigkeit stets häufiger auch bei jungen Menschen vorkommt, steigt die Anzahl der Männer, die bereits relativ früh Erektionsstörungen bekommen;
  6. Alkohol- oder Drogenkonsum. Auf lange Sicht können Alkohol und Drogen die Blutgefäße zum Penis beschädigen, wodurch das Erektionsvermögen abnimmt. Außerdem können diese Mittel die Lust auf Sex negativ beeinflussen;
  7. Medikamente. Beispiele von Arzneimitteln, die zu Erektionsproblemen führen können, sind Antidepressiva und „Betablocker“, die zur Behandlung von einem hohen Blutdruck und von bestimmten Herzproblemen (Angina pectoris) eingesetzt werden.

Wie wird eine Erektionsstörung behandelt?

Wir haben diesen Artikel mit der Frage begonnen, ob das Alter die Ursache einer Erektionsstörung ist. Es sollte Ihnen mittlerweile deutlich geworden sein, dass dies sicherlich nicht persé der Fall sein muss, aber dass das Alter natürlich einen großen Einfluss auf unseren Körper und damit auch auf die Erektionen hat. Bei Senioren über 75 kommen Erektionsstörungen so auch am häufigsten vor.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie sich mit Ihrer Erektionsstörung abfinden müssen, nur weil Sie etwas älter sind. Ältere Männer können noch stets ein aktives Sexleben haben – und das auch gerne mal bis in die 80er!

Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt!

Die Frage ist also: Was verursacht Ihre Erektionsprobleme? Um hierauf eine klare Antwort zu bekommen, müssen Sie zu Ihrem Hausarzt gehen. Wir verstehen jedoch, dass dieser Schritt schwer für Sie sein kann. Nur wenige Männer sprechen gerne und ohne Hemmungen über dieses unangenehme Thema. Unser Tipp ist jedoch: Brechen Sie Ihr Schweigen! Denken Sie daran, dass Sie nicht der einzige Mann mit Erektionsstörungen sind. Und noch wichtiger: Es gibt höchstwahrscheinlich eine Lösung für Ihr Problem!

Möglicherweise verschreibt Ihr Hausarzt Ihnen ein Medikament, das Ihr Erektionsvermögen steigert. Viagra und Cialis sind hier sehr bekannte Beispiele. Vielleicht hilft Ihnen auch das Gespräch mit einem Psychologen, der bestimmte Ängste oder (sexuelle) Missverständnisse auflöst. Eine Therapie unter Begleitung eines Sexuologen kann Ihnen lehren, wie Sie eine andere Art von Sex genießen können. Es könnte jedoch auch sein, dass Sie zunächst Ihre Herz- und Gefäßkrankheiten behandeln lassen müssen, und das nicht mit einem Auge auf Ihre Erektionsstörungen!

Kurz gefasst: Es gibt viele Möglichkeiten Ihre Erektionsstörungen zu behandeln – ganz egal wie alt Sie sind. Wie? Klicken Sie hier und lesen Sie mehr zu diesen Möglichkeiten!