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Ekzeme: die Behandlung

Welche Behandlungsformen gibt es bei Ekzemen?

Ekzeme sind eine äußerst unangenehme Hautkrankheit, die einer angemessenen Behandlung bedürfen. Es existieren verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Aber welche passt am besten zu Ihnen? Dies hängt unter anderem davon ab, um was für ein Ekzem es sich bei Ihnen handelt. Weiterhin ist die Stelle entscheidend, an der sich das Ekzemen befindet, sowie die Frage wie akut und stark die Haut betroffen ist. Weiterhin spielt auch das Alter der Patienten eine wichtige Rolle. So muss ein Baby oder Kind anders behandelt werden als ein Erwachsener.

Sie erfahren in diesem Artikel, welche Behandlungsmöglichkeiten es für die Ekzeme gibt. Mit diesen Informationen sind Sie dann auch besser auf Ihren Arztbesuch vorbereitet, wenn es darum geht welche Behandlungsformen er Ihnen vorschlägt.

Die äußere Behandlung von Ekzemen

Gute Hautpflege

Da durch die Ekzeme die Barrierefunktion der Haut gestört ist, ist es wichtig, dass die betroffene Haut gut gepflegt wird. Sie erreichen dies, indem Sie die Haut täglich mit einer Feuchtigkeitsspendenden, fettigen Salbe eincremen. Sie erhalten die Creme oder Salbe von Cetomacrogol auf Rezept.

Äußere Behandlung von Ekzemen

Es  existieren zwei Formen zur äußeren Behandlung von Ekzemen: Cremes/Salben und die Lichttherapie:

  1. Beispiele für diese Cremes und Salben sind solche mit entzündungs- und juckreizhemmenden Kortikosteroiden (Hormon). Teersalben haben zwar eine ähnliche Wirkung, sind jedoch weniger effektiv. Die Mittel „Pimecrolimus’ und ‘Tacrolimus’ wirken ebenfalls entzündungshemmend. Im Gegensatz zu den Kortikosteroiden haben sie allerdings keine dünner werdende Haut als Nebenwirkung. Die Ekzeme können auch mit einer antibiotischen Salbe oder mit DermaSilk Kleidung behandelt werden. Diese Kleidung hat eine antibakterielle Wirkung.
  2. Eine UV-Lichttherapie kann eingesetzt werden, sobald die Cremes oder Salben nicht ausreichend wirken. Diese Behandlungsform von Ekzemen wirkt auf Basis von ultraviolettem Licht (PUVA oder UV) und kann entweder in einer Poliklinik, in einem Krankenhaus oder zu Hause durchgeführt werden;

Die innere Behandlung von Ekzemen

Auch die innere Behandlung von Ekzemen zielt auf die Symptom-Behandlung der Hautkrankheit ab.

  1. So kann der Juckreiz mit sogenannten „Anithistaminika“ behandelt werden;
  2. Patienten, die unter einer sehr schweren Ekzem-Form leiden, und nicht positiv auf eine andere Behandlung reagieren, können auf Prednisolon (entzündungshemmende) oder Ciclosporin zurückgreifen. Diese Mittel werden oral verabreicht. Ciclosporin unterdrückt das Immunsystem, das durch das (atopische) Ekzem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Azathioprin kann durch seine hemmende Wirkung auf das Immunsystem auch bei schweren Formen von atopischen Ekzemen eingesetzt werden;
  3. Da Ekzeme die Haut schädigen, kann die betroffene Haut (auch) durch Bakterien angesteckt werden. In diesem Fall spricht man auch von entzündeten Ekzemen. Der Arzt kann zur Behandlung eine Kur mitPenicillin-Antibiotika verschreiben;
  4. Zur Behandlung von einigen Ekzem-Arten kann eine Diät erforderlich sein. Lebensmittelallergene (Lebensmittel auf welche die Patienten allergisch reagieren), wie Gluten, Kuhmilch und Erdnüsse können Ekzeme auslösen oder die bereits vorhandene Ekzeme noch verschlimmern.

Fünf Tipps bei Ekzemen

Ekzeme sind eine unangenehme, in einigen Fällen auch schmerzhafte, und/oder entstellende Krankheit. Wir haben daher fümf Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen bei einem Ekzem weiterhelfen können:

  1. Beugen Sie einer Austrocknung der Haut vor. Duschen Sie nicht zu lange und achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Verwenden Sie eine hypoallergene Seife oder eine seifenfreie Wachsemulsion und sorgen Sie dafür, dass die Haut nach dem Duschen ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Greifen Sie hierfür am Besten auf fettige Produkte zurück (u.a. Vaseline).
  2. Meiden Sie reizende, nicht atmungsaktive Kleidung. Raue Materialien wie Wolle oder synthetische Stoffe, die nicht atmungsaktiv sind, können den Juckreiz bei einem Ekzem noch verschlimmern. Aus diesem Grund sollten Sie auf der Haut besser weiche und natürliche Materialen tragen;
  3. Meiden Sie Stoffe, die Ekzeme auslösen können. Falls Sie nicht wissen, um welche Stoffe es sich hierbei handelt, können Sie auch ein Ekzem-Tagebuch anfertigen. Sie können hierin eintragen, was Sie täglich gegessen haben und/oder welche Stoffe Sie getragen oder berührt haben. Hierdurch erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Stoffe mit dem Ekzem in Verbindung stehen können. Sie können aber auch einen Heimtest durchführen lassen. Ein solcher Test macht allerdings nur Sinn, wenn das Ekzem die Folge einer allergischen Reaktion ist;
  4. So wenig wie möglich kratzen. Dies kann mitunter zu einer sehr schwierigen Aufgabe werden. Machen Sie sich bewusst, dass das Kratzen das Ekzem aufrecht halten oder sogar noch verschlimmern kann;
  5. In die Sonne gehen. Die Sonne kann effektiv vor Ekzemen schützen. Aus diesem Grund sollten Sie die Haut so häufig wie möglich der Sonne aussetzen. Bei dieser präventiven Behandlung muss allerdings auch darauf geachtet werden, dass die Haut immer ausreichend durch eine Sonnencreme geschützt wird.