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Ein Monat ohne Alkohol

Ein Monat ohne Alkohol

Ein Monat ohne Alkohol, warum?

Die Chancen stehen gut, dass auch Sie “weniger Alkohol trinken” auf der guten Vorsatzliste fürs neue Jahr hatten. Und noch besser stehen die Chancen, dass Sie diesen Vorsatz ein paar Tage eingehalten haben, aber dann doch wieder zum Glas gegriffen haben. Man kann doch so schlecht auf den ganzen Neujahrsdrinks mit einem Glas Saft anstoßen…

Trinkverhalten

Einen Monat ohne Alkohol wird Ihnen einen besseren Blick auf Ihr Trinkverhalten geben. Viele Menschen trinken nämlich mehr als sie denken. Außerdem kann man so den Effekt von Alkohol auf den eigenen Körper erfahren. Denn dieser Effekt ist ziemlich groß!

Was tut Alkohol mit Ihnen?

Alkohol hat einen großen Einfluss auf Ihren Körper. Manche dieser Effekte sind positiv. Ein Glas Wein sorgt beispielsweise dafür, dass Sie sich entspannen und weniger gehemmt sind. Starker Alkohol kann jedoch auch das Risiko auf körperliche Krankheiten erhöhen. Trinken Sie geregelt Alkohol, auch wenn es nur ein Glas ist, denn Sie laufen sonst ein höheres Risiko auf:

  1. Krebs. Alkoholkonsum ist vor allem mit Mund-, Hals-, Speiseröhren- und Kehlkopfkrebs verbunden;
  2. Leber- und Hirnschäden. Alkohl stört die Funktion der Leber und kann ebenfalls die Gehirnfunktion beeinflussen;
  3. Herz- und Gefäßkrankheiten. Alkohol kann den Blutdruck erhöhen, was wiederum das Risiko auf Herz- und Gefäßkrankheiten erhöht;
  4. Magenbeschwerden. Alkohol irritiert den Magen, wodurch Sie schneller Beschwerden bekommen, wie Sodbrennen;
  5. Übergewicht. Starker Alkohol liefert viel Energie. Mit einem Glas rotem Wein haben Sie beispielsweise schon 123 Kalorien zu sich genommen und ein Bier enthält 113 Kalorien. Häufiger Alkoholkonsum spielt bei Übergewicht also häufig auch eine wichtige Rolle.

Ein Monat ohne Alkohol: die Effekte

Wir hören Sie bereits denken: “Hat es überhaupt einen Sinn, einen alkoholfreien Monat einzulegen?” Aber ja! Eine britische Forschung hat gezeigt, dass ein vorübergehender Verzicht auf Alkohol erhebliche positive Folgen hat. Bei den Testpersonen, die einen Monat lang keinen Alkohol getrunken haben, verbesserte sich die Leberfunktion erheblich. Außerdem nahm der Blutdruck und der Cholesterinspiegel ab, genauso wie das Körpergewicht.

Andere Effekte waren:

  1. Weniger Insulinresistenz und so ein geringeres Risiko auf Diabetes;
  2. Weniger Schlafprobleme;
  3. Bessere Konzentration;
  4. Geringeres Risiko an Krebs oder Leberkrankheiten zu erkranken.

Wiederherstellung der Leber

Eine Trinkpause, die einen Monat lang dauert, gibt Ihrem Körper also die Chance, um den Schaden im Körper wieder zu “reparieren”. Vor allem die Leber scheint hiervon zu profitieren. Der niederländische Hepatologe Hans van Vliergerghe (Universitätsklinik Gent) bestätigt dies: “Die Leber hat eine sehr hohe Wiederherstellungskapazität. Eine Weile ohne Alkohol sorgt dafür, dass das Organ mehr Luft kriegt und das Narbengewebe nicht weiter angegriffen wird.”

Übrigens wird der Effekt auf die Gesundheit zunichte gemacht, sobald Sie wieder mit dem Trinken anfangen. Ist Alkoholverzicht keine Option für Sie? Dann versuchen Sie in jedem Fall weniger starken Alkohol zu konsumieren. Trinken Sie nicht häufiger als ein- oder zweimal pro Woche (Frauen maximal zwei, Männer maximal drei Gläser) und lassen Sie danach ein paar alkoholfreie Tage vergehen, damit Ihre Leber sich erholen kann.

Halten Sie sich dran!

Natürlich ist ein ganzer Monat ohne Alkohol nicht ganz einfach. Selbst mäßige Trinker werden in diesem Verzichtsmonat Mühe damit haben, den Lieblingsdrink stehen zu lassen. Wie Sie es trotzdem durchhalten? Wir geben Ihnen Tipps!

Tipps für den Alkoholverzicht

  1. Sorgen Sie für eine Alternative. Trinken Sie statt Alkohol einen zuckerfreien Saft, einen besonderen Tee oder ein Mineralwasser mit ein paar Obststücken.
  2. Lust auf Alkohol? Suchen Sie sich Ablenkung! Gehen Sie ein Stück spazieren, nehmen Sie ein Bad oder rufen Sie jemanden an. Meistens geht das Verlangen nach einer halben Stunde von ganz alleine vorüber.
  3. Verwandeln Sie negative Gefühle (“Ich habe einen Drink verdient”, “Ich schaffe den ganzen Monat sowieso nicht”) in positive Gedanken (“Ich habe eine Belohnung verdient, aber trinke keinen Alkohol”, “Ich habe es schon so lange durchgehalten, dass ich jetzt auch weitermache”).
  4. Gemeinsamer Verzicht. Wenn Ihre Freundin, Ihr Nachbar, Ihre Mutter oder ein Kollege auch einen Monat lang auf Alkohol verzichtet, können Sie sich gegenseitig motivieren und sie halten länger durch.

Verzichten Sie auch einen Monat lang auf Alkohol? Dann viel Erfolg, wir glauben an Sie!

 

Quellen: Ikpas.nl, Welt-Krebs-Forschungsfonds, Thuisarts.nl, AA Tilburg