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Ein guter Vorsatz: Nichtraucher werden

Ein guter Vorsatz: Nichtraucher werden

Auf Platz 4 der Listen mit guten Vorsätzen steht: mit dem Rauchen aufhören. Bereits im Oktober – bzw. „Stoptober“ – haben wir dieses Thema angesprochen. Hat es geklappt, oder wollen Sie lieber erst ab Januar rauchfrei leben? Raucherentwöhnung ist immer eine gute Idee. Auch, wenn Sie nur eine Weile nicht rauchen oder das Rauchen einschränken möchten. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Welches Ziel haben Sie sich gesteckt?

Wer gute Vorsätze hat, braucht ein klares und konkretes Ziel. Wenn es um Rauchen und Nikotinsucht geht, nehmen sich viele vor, endgültig auf das Rauchen zu verzichten. Einige möchten immerhin auf E-Zigaretten bzw. Vaporizer umsteigen (Achtung: die gesundheitlichen Folgen werden derzeit stark diskutiert), andere wollen nur noch gelegentlich rauchen. Und welches Ziel haben Sie?

Rechnen Sie mit Entzugserscheinungen

Was immer auch Ihr Ziel ist: Sie werden Ihr Verhalten ändern. Und das spüren Sie auch körperlich. In den ersten Tagen ohne Zigaretten müssen Sie mit Entzugserscheinungen rechnen, z.B. mit Kopfschmerzen und innerer Unruhe. Meistens beginnt der Tag noch ganz gut und treten diese Symptome erst am Spätnachmittag auf. Wenn Sie sich darauf einstellen, können Sie sich für diese kritische Zeit etwas anderes vornehmen. Sport lenkt zum Beispiel wunderbar ab.

Aufhören ist tatsächlich möglich

Leicht ist es nicht, aber jeder kann mit dem Rauchen aufhören. Lassen Sie sich vor allem nichts durchgehen. (Das gilt übrigens für alle unsere Tipps.) Wenn es gar nicht klappt, kann Ihnen gegebenenfalls ein Arzt oder Coach weiterhelfen, möglicherweise mit Medikamenten.

  1. Spüren Sie Ihre Schwachpunkte auf: Vielleicht haben Sie zuvor schon mal versucht, das Rauchen aufzugeben. Dann wissen Sie, wann Sie dazu neigen, schwach zu werden. Bevor Sie einen neuen Versuch starten, sollten Sie herausfinden, warum es beim letzten Mal nicht geklappt hat. Lag es am Druck in Ihrem Umfeld? Gab es Entzugserscheinungen? Waren Sie überhaupt selbst von Ihrer Entscheidung überzeugt?
  2. Gleich ganz aufhören: Wenn Sie lediglich weniger rauchen wollen, brauchen Sie natürlich keine radikalen Schritte zu unternehmen. Wichtig ist aber, dass Sie sich einen Startmoment vornehmen. Für alle anderen gilt: Langsam abbauen funktioniert nicht; stoppen Sie also ganz.
  3. Verstehen Sie Ihre Bedürfnisse: Wann ist Ihr Verlangen nach einer Zigarette am größten? Beim ersten Kaffee am Morgen oder beim Glas Wein am Abend? Beschließen Sie, was Sie in diesem Moment tun werden. Vielleicht wird es einfacher, wenn Sie eine Weile keinen Wein trinken. Oder machen Sie einen Spaziergang, wenn die Versuchung zu groß wird. Sie können auch jemanden anrufen oder sich das Verlangen nach Nikotin von der Seele schreiben.
  4. Stellen Sie klare Grenzen: Gut möglich, dass Sie gefragt werden, ob Sie noch rauchen. Vielleicht bietet man Ihnen sogar eine Zigarette an. Lassen Sie sich dann nicht beirren, sondern sagen Sie deutlich, dass Sie nicht mehr rauchen. Auch wenn es nicht böse gemeint ist: Manchmal werden Sie doch etwas bedrängt werden – weil man gerade so „nett zusammensitzt“, beispielsweise. Besser, Sie machen ganz klar: Sie rauchen nicht. Punkt.
  5. Räumen Sie auf: Ein Aschenbecher auf dem Tisch oder Zigarren- oder Zigarettengeruch im Wohnzimmer – all dies kann sehr verführerisch sein. Seien Sie radikal. Lüften Sie, räumen Sie Feuerzeuge, Aschenbecher und Zigarettenetuis weg und sorgen Sie für Gemütlichkeit. Duftkerzen können hier wertvolle Dienste leisten. Und bringen Sie Kleidung, die nach Rauch riecht, zur Reinigung.
  6. Machen Sie Nichtrauchen zum Normalzustand: Es ist schön, ein erreichtes Ziel zu feiern – beispielsweise den ersten rauchfreien Monat. Andererseits ist Nichtrauchen jetzt normal für Sie. Darum ist es nicht klug, sich ständig mit dem Thema zu beschäftigen. Irgendwann sollten Sie nicht mehr nachrechnen, seit wann Sie rauchfrei leben. Sie sind jetzt schließlich Nichtraucher.
  7. Hilfe durch eine App: Es gibt viele Apps für die Raucherentwöhnung. Die könnten Sie ausprobieren. Denken Sie aber daran, dass Sie bald Nichtraucher sind und es auch schaffen, ohne dass die App sich meldet.
  8. Sind Sie doch schwach geworden? Das ist natürlich schade, aber es hindert Sie nicht daran, doch noch aufzuhören. Überlegen Sie, was eigentlich passiert ist (siehe Tipp 1) und warum Sie doch wieder geraucht haben. In Zukunft vermeiden Sie diese Situationen dann.

Wenn Sie immer wieder Schwierigkeiten bei der Raucherentwöhnung haben, suchen Sie professionelle Hilfe, wie z.B. Coaching. Auch der Einsatz von Medikamenten oder Nikotinersatz ist denkbar. Ein Arzt kann Sie weiter beraten.

 

Quellen

De Nederlandse Hartstichting. (s.d.). Stoppen met roken [Mit dem Rauchen aufhören]| Hartstichting. Verfügbar unter: https://www.hartstichting.nl/gezond-leven/stoppen-met-roken [22.November 2019].

DokterDokter. (s.d.). Goede voornemens top 10 [Die Top 10 der guten Vorsätze]| Dokterdokter.nl. Verfügbar unter: https://www.dokterdokter.nl/gezond-leven/algemeen/goede-voornemens-top-10/item29598 [22. November 2019].

Ik stop nu. [Ich höre jetzt auf.] (2019, 12. September). Wat kan ik verwachten als ik stop met roken? – Ik stop nu. [Was erwartet mich, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre? – Ich höre jetzt auf.] Verfügbar unter: https://www.ikstopnu.nl/stoppen-met-roken/voorbereiding/wat-kan-ik-verwachten-als-ik-stop-met-roken/ [22. November 2019].

Thuisarts. (2017, 31. Oktober). Ik wil nu stoppen met roken [Ich will jetzt mit dem Rauchen aufhören]| Thuisarts. Verfügbar unter: https://www.thuisarts.nl/stoppen-met-roken/ik-wil-nu-stoppen-met-roken [22. November 2019].