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Die Uhren werden auf „Winterzeit“ umgestellt!

Die Uhren werden auf „Winterzeit“ umgestellt!

Bald ist es wieder soweit. In der Nacht zum 27. Oktober 2019 beginnt die Winterzeit und wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Und wir können eine Stunde länger schlafen. Aber was macht die Winterzeit mit uns? Beeinflusst sie unsere Gesundheit? Was sind die wirklichen Auswirkungen der Uhrenumstellung?

Innere Uhr

Die Winterzeit gilt als die „Normalzeit“ des Körpers. Unsere innere Uhr hat einen Zyklus von etwa 24 Stunden und wird täglich durch Licht reguliert. Würde die „Sommerzeit“ auch im Winter gelten, ginge die Sonne erst gegen 10 Uhr morgens auf. Um diese Zeit hat der Arbeits- oder Schultag für die meisten bereits begonnen. Ein verspäteter Sonnenaufgang belastet den Körper. Die Verzögerung des natürlichen Lichts, während wir bereits aktiv sind, kann zu Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Beschwerden führen. Und nicht nur das. Es tut keinem gut, täglich stundenlang am Arbeitsplatz oder in der Schule zu sein, während es draußen dunkel ist.

Winterdepression (saisonal abhängige Depression)

Daher entspricht die Winterzeit dem Rhythmus unseres Körpers am ehesten. Doch ganz gleich, ob wir uns nach der Sommer- oder Winterzeit richten: Im Winter ist es nun mal länger dunkel als im Sommer. Viele klagen in dieser Zeit über gedrückte Stimmung und Niedergeschlagenheit. Wir sind traurig, müde, antriebslos und haben wenig Energie. Denn wir „ticken“ nicht nur nach der inneren Uhr. Unser Hirn produziert zu bestimmten Zeiten auch Stoffe und Hormone, die uns beim Einschlafen helfen. Eins dieser Hormone ist Melatonin. Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, produzieren einige Menschen mehr von diesem Hormon. Mit der Folge, dass sie schneller schläfrig werden und beim Weckerklingeln noch müde sind. In der Regel handelt es sich bei der

Winterdepression um ein milderes seelisches Tief, das nur im Herbst und Winter auftritt. Glücklicherweise können wir etwas dagegen tun. Hier ein paar Tipps:

  • Lichttherapie Der Hauptgrund für Winter- bzw. saisonal abhängige Depression ist die unzureichende Außenhelligkeit. Bei der Lichttherapie wird dies durch Tageslichtlampen ausgeglichen. Damit lassen sich z.B. Müdigkeit und Niedergeschlagenheit deutlich lindern.
  • Bewegung Verbringen Sie Zeit an der frischen Luft. Am besten am Morgen, wegen der blauen Töne der Morgensonne, die uns so richtig munter machen. Gehen Sie kurz vor die Tür, fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit oder machen Sie einen Morgenspaziergang. Bewegung sorgt immer für mehr Energie und das tut gut.
  • Gesunde Ernährung Der Körper braucht Vitamine, besonders im Winter. Essen Sie darum im Winter mehr Obst und Gemüse. So bleiben Sie stark und gesund. Und nehmen Sie hochwertige Vitamin-D-Tabletten ein, um den Mangel an Sonnenlicht auszugleichen.
  • Zen und Meditation Legen Sie jeden Tag einen kurzen Moment der Ruhe ein. Ob Sie nun 3 oder 10 Minuten Zeit haben: Bei einer Meditation spüren Sie besser, wie es Ihnen eigentlich geht. Sie bauen Stress ab und können Ihre Gedanken ordnen.

Tipps für den Einstieg in die Winterzeit

Die Umstellung auf die Winterzeit braucht nicht problematisch zu sein. Unsere innere Uhr passt sich automatisch an. Wenn Sie doch etwas damit zu kämpfen haben, folgen hier ein paar Tipps:

  1. Gehen Sie rechtzeitig ins Bett und sorgen Sie für einen stabilen Tag- und Nachtrhythmus.
  2. Entspannen Sie sich und tun Sie etwas, das Ihnen Freude macht. Treffen Sie sich mit netten Menschen, legen Sie einen Saunatag ein oder gehen Sie abends mal ins Kino.
  3. Aufstehen ist einfacher, wenn es hell ist. Schalten Sie gleich beim ersten Weckerklingeln alle Lampen im Schlafzimmer an. Das Licht signalisiert dem Gehirn, dass der Tag angefangen hat. Dadurch werden Sie schneller munter.
  4. Was ebenfalls helfen kann: Stellen Sie den Wecker in einigem Abstand vom Bett auf. Dann müssen Sie aufstehen, sobald er klingelt – ob Sie wollen oder nicht.
  5. Gehen Sie es lieber etwas entspannter an? Ein Tageslichtwecker simuliert das Licht der aufgehenden Sonne, sodass Sie schnell und angenehm aus Ihren Träumen erwachen.

Leiden Sie unter Müdigkeit oder schlafen Sie schlecht? Wenden Sie sich dann an Ihren (Haus-)Arzt oder konsultieren Sie einen Arzt über Dokteronline.com.

 

Quellen:

Leeuwenkamp, J. (25. Oktober 2019). Waarom de wintertijd gezonder is (Warum die Winterzeit gesünder ist). Verfügbar unter: https://gezondnu.nl/dossiers/gezondheid/vermoeidheid/bioritme/wintertijd-gezonder/ [9. Oktober 2019]

Ridder, R. de, und Bhagwant, A. (2019). Klok verzetten naar de wintertijd: wat doet het met je? (Uhr auf Winterzeit stellen: Was macht das mit uns?) Verfügbar unter: https://www.dokterdokter.nl/gezond-leven/psyche/klok-verzetten-naar-wintertijd-wat-doet-het/item28893 [9. Oktober 2019]

Waard, P.de. (27. Oktober 2019). Vijf argumenten om de wijzers van de klok dit weekend niet terug te draaien (Fünf Argumente, um die Uhrzeiger dieses Wochenende nicht zurückzudrehen). Verfügbar unter: https://www.volkskrant.nl/wetenschap/vijf-argumenten-om-de-wijzers-van-de-klok-dit-weekend-niet-terug-te-draaien~b73ffcc6/ [9. Oktober 2019]

Wat je moet weten over je biologische klok (Was Sie über Ihre innere Uhr wissen müssen) (s.d.). Verfügbar unter: https://www.volkskrant.nl/columns-opinie/wat-je-moet-weten-over-je-biologische-klok~b24006e5/ [9. Oktober 2019]

Winterdepressie (Winterdepression?) (s.d.). Verfügbar unter: https://www.psyq.nl/depressie/winterdepressie [9. Oktober 2019]