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Die Pille danach

Die Pille danach

Notverhütung, oder auch die „Pille danach“

Im Leben geschehen ab und zu sehr unerwartete Dinge. Selbst mit den besten Absichten gibt es immer wieder Momente, mit denen man nicht gerechnet hat und die unvorhergesehene Folgen mit sich bringen. Dies gilt auch für Geschlechtsverkehr und die damit verbundene Verhütung.

Es gibt viele verschiedene Formen der Verhütung: Von Barrieremitteln, wie Kondome bis zu regulären Empfängnisverhütungsmitteln, wie die Pille, die Pflasterpille, die Dreimonatsspritze oder die Spirale, die eine bestimmte Zeit lang wirkt. Es kann jedoch geschehen, dass diese Mittel entweder nicht vorhanden sind oder nicht korrekt angewandt wurden. Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, dann sind diese Mittel nicht immer 100% zuverlässig und sicher. Glücklicherweise gibt es in einer solchen Situation einige Mittel zur Notverhütung, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern können.

Formen der Notverhütung

Es gibt verschiedene Formen von Notverhütung: Die „Pille danach“ Norlevo (Levonorgestrel) oder EllaOne (Ulipristalacetat) und intrauterine Notverhütung (die Notfallspirale). Die „Pille danach“ wird mit Abstand am häufigsten angewandt, da diese einfacher erhältlich und leicht im Gebrauch ist. Bevor wir näher auf die „Pille danach“ eingehen, möchten wir Sie zunächst etwas genauer über die (Notfall-)Spirale informieren.

Die Spirale ist ein kleiner Gegenstand, der in die Gebärmutter eingeführt wird. Dort werden daraufhin alle Samen getötet. Vorteile der Spirale sind, dass sie sehr zuverlässig ist (99,9%) und im Nachhinein fünf weitere Jahre in der Gebärmutter bleiben kann und so einen kontinuierlichen Schutz bietet. Die Notfallspirale kann außerdem bis zu fünf Tage (120 Stunden) nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr noch angewandt werden. Allerdings muss die Anwendung einer solchen Spirale mit einem Arzt besprochen und dann auch in einer ärztlichen Praxis eingeführt werden. In dieser Hinsicht nimmt die Spirale im Gegensatz zur „Pille danach“ mehr Planung in Anspruch.

Eine andere Form der Notverhütung ist die „Pille danach“. Die oben genannten Pillen sind beide über Dokteronline.com erhältlich. Die Chance schwanger zu werden ist am kleinsten, wenn die „Pille danach“ innerhalb von 12 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Danach nimmt das Risiko stetig zu, dass die Pille nicht mehr ausreichend wirkt. Nach 72 Stunden hat es überhaupt keinen Sinn mehr, die „Pille danach“ einzunehmen. Außerdem raten Experten dazu, selbst nach der Einnahme der „Pille danach“ bei Geschlechtsverkehr stets ein Barrieremittel zu gebrauchen, bis die nächste Menstruation eintritt.

Levonorgestrel verursacht leider einige Nebenwirkungen. Bei 15% der Frauen, die dieses Mittel eingenommen haben, tritt Übelkeit und Erbrechen auf. Wenn Sie sich innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme der „Pille danach“ übergeben müssen, dann kann die Wirkung der Pille nicht garantiert werden, da die Wirkstoffe noch nicht vollständig vom Körper aufgenommen wurden. In diesem Fall sollten Sie so schnell wie möglich eine zweite „Pille danach“ einnehmen. Weitere Nebenwirkungen sind Bauchschmerzen, unregelmäßige Blutungen und ein Schwindelgefühl.

Die „Pille danach“ ist nicht für jede Frau geeignet. Menschen, die Thrombose, eine Lungenembolie oder eine extrauterine Schwangerschaft hatten, eine Lebererkrankung haben oder Medikamente gegen Epilepsie zu sich nehmen, sollten vor der Einnahme der „Pille danach“ unbedingt einen Arzt konsultieren. Die „Pille danach“ sollte außerdem nicht von Frauen eingenommen werden, die stillen.

Eine andere „Pille danach“ ist die EllaOne (Ulipristalacetat). Diese Pille wirkt auf eine andere Weise, hat jedoch letztendlich den selben Effekt – nämlich das Verhindern eines Eiprungs. Ulipristalacetat schützt genauso gut gegen eine ungewollte Schwangerschaft wie Levonorgestrel und hat fast die gleichen Nebenwirkungen. Genau wie Levonorgestrel ist auch Ulipristalacetat am effektivsten, wenn es so schnell wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Allerdings hat Ulipristalacetat den Vorteil, dass es länger wirksam ist (bis zu 120 Stunden oder fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr). Der Nachteil ist, dass es nur einmal pro Zyklus eingenommen werden darf und die Wirksamkeit der regulären Pille beeinflussen kann.

Dr. Syed Arfeen