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Coronavirus: bin ich gefährdet?

Coronavirus: bin ich gefährdet?

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) hat einen Großteil der Welt fest im Griff. Anfang März 2020 gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit über 95.000 Infizierte und sind 85 Länder und Gebiete von dem Virus betroffen. In Deutschland bestätigte die WHO mittlerweile 902 Fälle. Ähnlich wie die Grippe verursacht das Coronavirus Symptome wie Fieber und Erschöpfung. Doch obwohl die Entwicklungen weltweit mit Sorge beobachtet werden, gibt es auch eine gute Nachricht: Nicht weniger als 80 % der Betroffenen genesen ohne medizinische Hilfe. Für Risikogruppen jedoch ist erhöhte Vorsicht geboten. Wir helfen Ihnen, Ihr Risiko einzuschätzen.

Ihr Alter spielt eine Rolle

Im Allgemeinen sind ältere Menschen stärker gefährdet als die jüngere Generation. Dies hat mit der Qualität des Immunsystems zu tun. Wer jedoch gesund lebt und den Körper fit hält, trägt einiges zur eigenen Widerstandskraft bei – das gilt auch für die Älteren.

Herzpatienten sollten besonders aufpassen

Bei etwa 40 % der Chinesen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, liegt auch eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vor. Ob das Infektionsrisiko dadurch höher ist, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Der Lungenarzt Menno van der Eerden vom Rotterdamer Universitätsklinikum Erasmus MC vermutet allerdings, dass das Risiko von Herz-Kreislauf-Patienten tatsächlich erhöht ist. Andere Quellen, wie z. B. Harteraad, melden lediglich ein höheres Komplikationsrisiko bei infizierten Herzpatienten; das Infektionsrisiko hingegen sei nicht erhöht. Komplikationen können u. a. auftreten, weil das Herz bei den vom Virus verursachten Lungenbeschwerden mehr sauerstoffreiches Blut pumpen muss. Zudem erhöht das Virus das Herzinfarktrisiko.

Medikamente gegen das körpereigene Immunsystem

Werden Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems angewendet (z. B. bei Rheuma oder Morbus Crohn), scheint sich die Gefahr einer tatsächlichen Erkrankung durch das Coronavirus zu erhöhen. Die Betroffenen sind nicht anfälliger für Infektionen, entwickeln jedoch eher Krankheitszeichen. Es wird nachdrücklich davon abgeraten, diese Arzneimittel abzusetzen; die richtige Hygiene ist allerdings unabdingbar.

Keine größere Gefährdung

Bei Schwangerschaft, Lungenerkrankungen (Asthma, COPD, Lungenversagen) oder bei einem Verlust der Milzfunktion besteht generell kein höheres Risiko, so der Professor für klinische Virologie Eric van Gorp vom Erasmus MC (Rotterdam).

Wie erkennen Sie eine Erkrankung aufgrund des Coronavirus?

Bei den ersten Symptomen einer Grippe gibt es keinen Grund zur Panik. Laut dem niederländischen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) sind drei Faktoren maßgeblich: Besuch in Risikogebieten und/oder Kontakt zu Risikogruppen. Konkret bedeutet dies:

  • Sie haben Fieber in Kombination mit Atemwegsbeschwerden wie Atemnot und Husten; und
  • Sie waren entweder in den letzten zwei Wochen in einem Risikogebiet (China, Singapur, Südkorea, Iran, Norditalien) oder Sie hatten Kontakt zu einer Person, bei der das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde.

Vermuten Sie, dass Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben? Setzen Sie sich dann unverzüglich mit Ihrem örtlichen Gesundheitsamt in Verbindung. Dort werden Sie beraten. Eine spezifische Therapie gegen das neuartige Coronavirus steht noch nicht zur Verfügung. Wohl aber scheint das Malariamedikament Chloroquin, das seit fast hundert Jahren auf dem Markt ist, gegen COVID-19-Symptome zu wirken.

So können Sie eine Ansteckung vermeiden.

Oberstes Gebot ist natürlich, dass jeder sich an die Vorsichtsmaßnahmen hält.

  • Waschen Sie sich die Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife oder Alkohol.
  • Halten Sie einen gewissen Abstand (mindestens 1 Meter) zu Personen, die husten oder niesen.
  • Berühren Sie möglichst wenig Ihr Gesicht, insbesondere die Nase und den Mund.
  • Verwenden Sie Papiertaschentücher.
  • Bedecken Sie beim Husten und Niesen den Mund und die Nase. Husten Sie möglichst in die Armbeuge.

Die WHO betont vorerst, dass Alkoholgele, Händetrockner und UV-Lampen nicht vor Ansteckung schützen. Wenn Sie sich nicht ganz gesund fühlen, gibt es vielleicht die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Damit würde einer möglichen Ansteckung von Kollegen vorgebeugt und Sie könnten Ihre Gesundheit optimal im Auge behalten.

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Quellenangaben

Harteraad. (2020, 27. Februar). Wat betekent het nieuwe coronavirus voor mensen met een hart- of vaatziekte? [Was bedeutet das neue Coronavirus für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen?] Verfügbar unter https://harteraad.nl/wat-betekent-het-coronavirus-voor-mensen-met-een-hart-of-vaatziekte/ [03. März 2020]

NOS. (2020, 1. März). Loop ik extra risico? [Bin ich besonders gefährdet?] Verfügbar unter https://nos.nl/artikel/2325289-loop-ik-extra-risico.html [02. März 2020]

NOS. (2020,18. Februar). Grote coronastudie bevestigt: ouderen en zieken zijn kwetsbaar, net als artsen. [Große Corona-Studie bestätigt: Ältere und Kranke sind gefährdet, und Ärzte ebenso.] Verfügbar unter https://nos.nl/artikel/2323576-grote-coronastudie-bevestigt-ouderen-en-zieken-zijn-kwetsbaar-net-als-artsen.html [02. März 2020]

RIVM. (2020, 02. März). Vragen & antwoorden nieuw coronavirus (COVID-19). [Fragen & Antworten zum neuen Coronavirus (COVID-19).] Verfügbar unter https://www.rivm.nl/coronavirus/COVID-19/vragen-antwoorden [02. März 2020]

Weltgesundheitsorganisation: (s.d.). Novel Coronavirus (COVID-19) Situation [Dataset]. [Das neuartige Coronavirus (COVID-19) aktuell [Datensatz].] Verfügbar unter https://experience.arcgis.com/experience/685d0ace521648f8a5beeeee1b9125cd

Weltgesundheitsorganisation: (2020, 23. Februar). Q&A Detail. [Fragen und Antworten zu Einzelheiten.] Verfügbar unter https://www.who.int/news-room/q-a-detail/q-a-coronaviruses [02. März 2020]

Weltgesundheitsorganisation: (s.d.). Advice for public. [Ratschläge für die Öffentlichkeit.] Verfügbar unter https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public [02. März 2020]