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Chlamydien Symptome

Was sind Chlamydien & was sind die Symptome?

Chlamydien sind eine ansteckende Geschlechtskrankheit, die durch die „Chlamydia trachomatis“ Bakterie verursacht wird. Das lästige an dieser STD (Sexually Transmitted Disease = Sexuell übertragbare Krankheit) ist, dass die Symptome nicht immer sehr deutlich sind. Hierdurch können Menschen diese Geschlechtskrankheit haben, ohne davon zu wissen. Chlamydien werden so auch unbemerkt an andere übertragen.

In Deutschland sind Chlamydien die am häufigsten vorkommende STD. Vor allem junge Menschen sind hiervon betroffen. Sie können angesteckt werden, indem Sie ungeschützten oralen, vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr haben. Außerdem können Chlamydien von einer Mutter während der Geburt auf Ihr Kind übertragen werden.

Chlamydien verursachen häufig keine spürbaren Symptome bei Frauen

Vor allem bei Frauen verursachen Chlamydien häufig keine spürbaren Symptome. Dies ist ärgerlich, da Chlamydien gut zu behandeln sind. Unbehandelt können Chlamydien aber zu einer geringeren Fruchtbarkeit oder sogar zur Unfruchtbarkeit führen. Außerdem kann hierdurch eine extrauterinere Schwangerschaft (Bauchhöhlenschwangerschaft) entstehen. In Deutschland verlieren jährlich dutzende Frauen ihre Fruchtbarkeit auf Grund von Chlamydien.

Chlamydien-Symptome, die einer Blasenentzündung ähneln

Frauen, die durch die Chlamydien Beschwerden erfahren, denken häufig, dass sie eine Blasenentzündung haben. Viele Chlamydien-Symptome ähneln nämlich den Symptomen einer Blasenentzündung. Hierbei geht es um folgende Beschwerden:

  1. Ein schmerzendes / brennendes Gefühl beim Wasserlassen und/oder während dem Geschlechtsverkehr;
  2. Mehr Scheidenausfluss;
  3. Blutverlust außerhalb der Menstruationsperiode;
  4. Blutverlust nach sexuellem Kontakt;
  5. Unterleibsschmerzen.

Wenn Sie mit diesen Symptomen zum Hausarzt gehen, dann ist es äußerst wichtig den Arzt darüber zu informieren, dass Sie ungeschützten Sex hatten. Wenn Sie dies nicht tun, dann kann es durchaus sein, dass auch der Hausarzt davon ausgeht, dass Sie eine gewöhnliche Blasenentzündung haben. So leiden Sie unnötig lange unter Chlamydien.

Alle Chlamydien-Symptome

Wenn Sie mit Chlamydien angesteckt wurden, dann können die Symptome 1-3 Wochen nach der Ansteckung auftreten. Bei Frauen mit Chlamydien durch vaginalen Sex (urogenitale Chlamydien) liegt diese Chance bei 10 – 30%. 50% der Männer mit urogenitalen Chlamydien bekommen mit Beschwerden zu tun. Die dazugehörenden Symptome treten bei Frauen durch Entzündungen der Harnröhre, des Gebärmutterhalses oder des Eileiters auf. Bei Männern geschieht dies durch Entzündungen an der Blase und der Nebenhoden.

Frauen
Neben den bereits genannten Beschwerden, können Frauen außerdem auch folgenden Symptomen erfahren:

  1. Bei Infektion des Anus: Juckreiz, Schmerzen, schleimiger Ausfluss an/aus dem Anus;
  2. Manchmal Gelenkschmerzen;
  3. In außergewöhnlichen Fällen Halsentzündung durch oralen Sex.

Männer
Chlamydien-Symptome können bei einem Mann anders sein als bei einer Frau. Hier eine Liste „seiner“ Beschwerden:

  1. Schmerzen / ein brennendes Gefühl während des Wasserlassens;
  2. Mühsames Wasserlassen;
  3. Wässriger oder gelbgrüner Eiterausfluss aus der Harnröhre;
  4. Bei Infektion des Anus: Juckreiz, Schmerzen, schleimiger Ausfluss an/aus dem Anus;
  5. Manchmal Gelenkschmerzen;
  6. Manchmal: Heftige Schmerzen in den Hoden, die zur Leiste übergehen können. Auch während des Stuhlgangs können Schmerzen auftreten. Diese Chlamydien-Symptome entstehen, wenn die Infektion nach oben gewandert ist und so eine Nebenhoden-Entzündung entstanden ist. In diesem Fall ist auch eine Schwellung in den Hoden zu fühlen;
  7. In außergewöhnlichen Fällen Halsentzündung durch oralen Sex.

Chlamydien können bei Männern zu einer geringeren Fruchtbarkeit führen.

Neugeborene
Wenn eine Frau Ihr Kind zur Welt bringt, während Sie Chlamydien hat, kann auch das Kind angesteckt werden. Dies kann bei Neugeborenen diverse Infektionen verursachen, wie:

  1. Halsentzündung;
  2. Lungenentzündung;
  3. Bindehautentzündung.

Meistens heilen diese Krankheiten ohne Restsymptome.

Die Diagnose

Wenn Sie vermuten, dass Sie Chlamydien haben, dann sollten Sie so schnell wie möglich zu Ihrem Hausarzt oder zu Ihrem Frauenarzt gehen, um einen Chlamydien-Test zu machen. Dies gilt auch, wenn Sie keine der oben genannten Symptome verspüren, aber erfahren haben, dass die Person, mit der Sie ungeschützten Sex hatten, Chlamydien hat. Chlamydien sind nämlich durch vaginalen und oralen Sex sehr ansteckend.

Der Hausarzt wird mit Hilfe eines Tests herausfinden, ob Sie wirklich diese Geschlechtskrankheit haben.

Chlamydien-Test bei Frauen
Um bei Frauen festzustellen, ob diese Chlamydien haben, ist eine Untersuchung ihres Scheidenausflusses nötig. Diesen Test können Sie oftmals selbst durchführen. Sie nehmen hierbei mit einer Art Wattestäbchen einen Abstrich aus Ihrer Vagina. Daraufhin stecken Sie diesen vaginalen Abstrich in das mitgelieferte Röhrchen und bringen dies zu Ihrer Hausarztpraxis oder direkt zum Labor.

Chlamydien-Test bei Männern
Bei Männern können Chlamydien häufig mit Hilfe eines Urintests festgestellt werden. Wenn Sie diesen Test machen, ist es wichtig, dass Sie den ersten Teil des Urins auffangen.

Der Kontroll-Test
Weil in manchen Fällen die Behandlung der Chlamydien nicht ausreichend gewirkt hat, raten wir Ihnen nach der Behandlung einen erneuten Test durchzuführen, um komplette Sicherheit zu garantieren. Schwangeren Frauen raten wir besonders, diesen Schritt zu gehen.

Die Behandlung von Chlamydien

Sobald feststeht, dass Sie Chlamydien haben, beginnt die Behandlung direkt, um die Infektion und die dazugehörenden Symptome zu bekämpfen. Indem Chlamydien so früh wie möglich behandelt werden, können mögliche Komplikationen wie Unfruchtbarkeit verhindert werden. Die Behandlung besteht aus einer Antibiotika-Kur. Die folgenden Antibiotika können Ihnen in diesem Zusammenhang verschrieben werden:

  1. Azithromycin. Dieses Antibiotikum hemmt den Wachstum vieler Bakteriensorten, indem es auf die Eiweißproduktion innerhalb der Bakterien eingreift. Die Bakterien sterben ab, weil sie ohne Eiweiß nicht mehr wachsen können;
  2. Doxycyclin ist ein Antibiotikum, dass die Eiweißproduktion vieler Bakteriensorten hemmt. Die Bakterien können sich hierdurch nicht mehr vermehren und sterben ab;
  3. Amoxicillin ist ein Penicillin-Antibiotikum. Es blockiert bei vielen Bakteriensorten ein Eiweiß, das bei dem Wachstum eine wichtige Rolle spielt. Hierdurch sterben die Bakterien.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Besonders weil Sie Chlamydien ganz unbemerkt haben können, da die Symptome ausbleiben und dies zu Unfruchtbarkeit führen kann, ist es doch besser zu verhindern, dass Sie überhaupt erst angesteckt werden. Haben Sie aus diesem Grund immer geschützten Geschlechtsverkehr mit einem Kondom – auch bei Oralverkehr! Auf diese Weise schützen Sie sich auch vor anderen Geschlechtskrankheiten. Sie sollten außerdem darauf achten, dass die Chlamydien sich nicht weiter verbreiten können, indem Sie Ihrem Bettpartner mitteilen, falls Sie vermuten, Chlamydien zu haben.

Zum guten Schluss: Chlamydien sind bis zu einer Woche nach der Behandlung noch ansteckend. Haben Sie aus diesem Grund vor allem in dieser Zeit keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr!