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Urlaubskilos loswerden Schritt für Schritt

Urlaubskilos loswerden Schritt für Schritt

Die Urlaubszeit geht langsam zu Ende. Viele Urlauber sind zurückgekehrt, braun gebrannt und gut erholt. So mancher hat jedoch auch eine lästige Speckfalte um Hüfte herum mitgebracht. Andenken dieser Art würden wir natürlich alle gerne im Hotel „vergessen“. Und doch: Urlaubskilos sind nahezu unvermeidlich. Das Gläschen Wein im Straßencafé, das Eis zum Abkühlen und immer mal wieder Pommes frites: Nach so viel Genuss sind die meisten von uns ein Kilo schwerer. Oder zwei. Oder vier. 

Niemand freut sich über die Urlaubskilos – zumal Übergewicht die Gesundheit gefährdet. Glücklicherweise können Sie diese überflüssigen Pfunde auch wieder loswerden. Mit dem folgenden 4-Schritte-Plan gelingt Ihnen das auf verantwortungsbewusste und gesunde Weise.  

Schritt 1: Langsam den Schalter umlegen 

Wollten Sie sofort nach dem Kofferauspacken mit einer strengen Diät beginnen? Tun Sie das nicht! Ihr Körper hat sich gerade an die Extra-Kalorien gewöhnt, die ihm wochenlang zugeführt wurden. Wenn Sie sich nun direkt alles entsagen, gerät er regelrecht in den Stress. Die Folgen?  

  • Immer Hunger: Ihr Magen hat sich im Urlaub an die größeren Portionen angepasst. Wenn Sie nun plötzlich eine Kiwi zum Frühstück essen statt das Frühstücksbüfett abzugrasen, wird er sich nach einer Viertelstunde wieder melden.  
  • Niedriger Blutzucker. Der wiederum kann Zittern, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und verschwommenes Sehen verursachen 

Da ist es schnell vorbei mit der Erholung. Auch ist die Gefahr groß, dass Sie nach zwei Tagen Ihre guten Absichten über Bord werfen und bei der nächsten Bäckerei schwach werden. 

Umschalten auf Normalbetrieb 

Wie werden Sie diese Urlaubskilos denn nun los? Indem Sie sich zuerst einmal Zeit nehmen. Lassen Sie Ihren Körper wieder zum „normalen Essen“ zurückfinden. Erst dann ändern Sie Ihre Essgewohnheiten so, dass Sie abnehmen. Auf diese Weise protestiert Ihr Körper nicht so schnell und Sie halten länger durch. Was bedeutet das in der Praxis? Ein paar Tipps: 

  • Lassen Sie erst einmal die Extras weg, wie z.B. das tägliche Eishörnchen oder die üppige Portion Nuss-Nougat-Creme auf dem Brot. 
  • Greifen Sie zu Wasser oder „Light“-Erfrischungsgetränken statt zu Alkoholischem. Ein Bier hat 110 Kalorien und ein Glas Rosé 88 Kalorien. Das macht sich mit der Zeit auf der Waage bemerkbar. Gehörten im Urlaub zwei Gläser Wein oder Bier zum Essen dazu? Dann verzichten Sie ab jetzt auf das zweite Glas. Und in ein paar Tagen steigen Sie um auf Wasser oder Light-Getränke. 
  • Im Hotel war zweimal Nachschlag in Ordnung, aber jetzt können Sie das nach und nach reduzieren. Nehmen Sie zum Beispiel kleinere Portionen oder nur einen einzigen Nachschlag. Sie werden feststellen, dass sich Ihr Magen wieder daran gewöhnt. 

Mit diesen kleinen Anpassungen führen Sie Ihrem Körper unbemerkt weniger „Brennstoff“ zu. So nehmen Sie auf jeden Fall nicht noch mehr zu. Auch sind Sie mit dieser Methode weniger anfällig für Kopfschmerzen und Hunger. 

Schritt 2: Ernährungsgewohnheiten anpassen 

Haben Sie sich nach einigen Tagen an das „normale Essen gewöhnt? Dann nehmen Sie nun Ihre Extrapfunde in Angriff. Auch hier gilt: Langsam angehen lassen. Crash-Diäten sind kontraproduktiv. Sie verlieren dabei zwar viel Flüssigkeit und Muskelmasse, aber nur wenig Fett. Außerdem kommen bei vielen Crash-Diäten bestimmte Vitamine und Mineralien zu kurz.  

So purzeln die Pfunde 

Wir verlieren Gewicht, wenn wir weniger Energie zu uns nehmen als wir verbrauchen. Wer gesund abnehmen will, ohne sich zu viel zu entsagen, sollte zu „schlanken“ Lebensmitteln greifen. Einige Beispiele: 

  • Obst und Gemüse enthalten kaum Kalorien und sind ausgesprochen gesund. Da können Sie also ruhig zugreifen. Joghurt mit Obst zum Frühstück, ein Mahlzeitsalat als Lunch oder Abendessen: Obst und Gemüse sind weniger langweilig, als man denkt! 
  • Ersetzen Sie Vollmilch und fette Fleischsorten durch die schlankere Version. Hühnerfilet statt Hackfleisch. Roastbeef-Aufschnitt statt Leberwurst. Streichkäse und Käse mit 30 % Fett i. Tr. sind gute Alternativen zu Brie und vollfettem Gouda. Und wenn Sie Magermilch trinken statt Vollmilch, sparen Sie etwa 50 Kalorien pro Glas. 
  • Vermeiden Sie Fertiggerichte. Sie enthalten in der Regel viel mehr Fett, Zucker und Salz als selbst zubereitete Mahlzeiten aus frischen Zutaten. 

Möchten Sie mehr über gesundes Abnehmen erfahren? Im Artikel „Abnehmen mit der richtigen Ernährung“ finden Sie noch mehr Tipps! 

Schritt 3: Mehr bewegen 

Wer sich mehr bewegt, verbrennt auch mehr Kalorien. Und nimmt dadurch schneller ab. Also runter von der Couch! Wer überschüssige Pfunde mit sich herumträgt, hat nicht immer viel Lust auf Sport. Und das ist verständlich, denn das höhere Körpergewicht macht es schwieriger, sich zu bewegen. Die gute Nachricht: Um mehr Reserven zu verbrennen, brauchen Sie sich nicht unbedingt im Fitnessstudio anzumelden. Gehen Sie öfter spazieren. Erledigen Sie Ihre Einkäufe auf dem Rad. Steigen Sie bei Busfahrten zwei Haltestellen früher aus. Jede zusätzliche Bewegung zählt. Merken Sie, dass sich Ihre Ausdauer verbessert? Dann fordern Sie sich noch etwas mehr heraus, zum Beispiel durch flotteres Gehen oder längere Radstrecken. 

Schritt 4: Durchhalten 

Wer schon mal eine Diät gemacht hat, weiß: Die erste Woche schafft man noch. Die zweite auch noch. Aber dann ist die Luft ein bisschen raus. Man fängt an, zu schummeln („Ein Stück Geburtstagskuchen ist doch wohl erlaubt …“) oder lässt den Sport hin und wieder ausfallen („Bei diesem Wetter bleib ich drinnen!“). Und unversehens nimmt man wieder zu. Schade! Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihre neuen Ernährungsgewohnheiten beizubehalten: 

  • Planen Sie Belohnungen ein. Lieben Sie Chips? Wenn Sie den ganzen Tag vernünftig essen, dürfen Sie sich abends ein kleines Schälchen davon gönnen. Wählen Sie die fettärmste Variante, wie zum Beispiel einen Asia-Mix ohne Erdnüsse oder im Ofen gebackene Chips.  
  • Holen Sie sich Schokolade, Kekse, Nüsse und andere verführerische Dickmacher erst gar nicht ins Haus. Dann kommen Sie auch nicht so schnell in Versuchung. Und Sie stehen nicht immer vor der stressigen Wahl zwischen „gesund“ und „ungesund“. 
  • Setzen Sie sich ein realistisches Ziel. Ein Gewichtsverlust von 20 Kilo in zwei Monaten ist nicht möglich; er wäre zudem ungesund. Wenn Sie ein halbes bis ganze Kilo pro Woche abnehmen, ist das sehr ordentlich! 

Quellen: