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Beschwerden, mit denen man nicht gerne zum Arzt geht

Beschwerden, mit denen man nicht gerne zum Arzt geht

„Tag, Herr Doktor, ich habe furchtbaren Mundgeruch. Haben Sie ein Mittel dagegen?“ Nicht jedem fällt es leicht, solche Beschwerden offen anzusprechen. Viele Menschen leiden unter etwas „peinlichen“ Beschwerden, also Beschwerden, mit denen sie lieber nicht zum Arzt gehen. Nun stellt sich die Frage: Warum eigentlich nicht? Und welche Beschwerden gelten als die peinlichsten? Zeit für einen Überblick.

Warum trauen wir uns nicht zum Arzt?

Es gibt eine Menge Gründe, warum wir bei einigen Beschwerden lieber nicht zum Arzt gehen. Oft geht es um die Beschwerde selbst: Man spricht lieber nicht mit einem „Fremden“ über seinen After oder seine Genitalien. Doch es kann auch andere Gründe geben, warum wir Arztbesuche aufschieben:

  1. Der Arzt soll nicht denken, man würde sich anstellen. Lieber „nervt“ man den stark beschäftigten Hausarzt nicht mit Wehwehchen wie Mundgeruch oder Schweißfüßen.
  2. Auch die Angst vor einer Untersuchung kann ein Grund sein, nicht zum Arzt zu gehen. Man fürchtet, der Arzt könnte Blut abnehmen, einen abtasten oder sonstwie untersuchen. Hier spielt die Angst vor Schmerzen eine Rolle, oder man hat Hemmungen, sich auszuziehen.
  3. Dann sind da noch die Verlegenen. Sie fürchten, zu stottern oder rot zu werden, wenn sie ihr Problem schildern sollen. Auch diese Angst kann dazu führen, dass der Arztbesuch möglichst lange aufgeschoben wird.
  4. Es gibt auch tiefer liegende Ängste, z.B. als Folge unangenehmer Erfahrungen mit Ärzten. Bei diesen Menschen löst selbst schon der Gedanke an Ärzte Stress aus, von einem Arztbesuch ganz zu schweigen. Oft versuchen die Betroffenen dann, dieses Gefühl zu vermeiden.

Bei welchen Beschwerden gehen wir lieber nicht zum Arzt?

Es gibt Beschwerden, mit denen wir uns lieber nicht in der Sprechstunde blicken lassen:

  1. Beschwerden im Sexualbereich, wie z.B. weniger Lust auf Sex, Erektionsstörungen oder eine mögliche STI. Diese Probleme stehen häufig ganz oben auf der „Schamliste“, und das ist schade, denn man kann oft etwas dagegen tun. Außerdem sollten Sie mit einer STI nicht zu lange warten: Je früher sie behandelt wird, desto besser.
  2. Auch Beschwerden am After oder im Darm, z.B. Hämorrhoiden, Blähungen und Verstopfung, werden häufig als sehr peinlich empfunden. Oft hilft hier bereits der Verzehr ballaststoffreicher Lebensmittel. Dazu müssen Sie jedoch ausreichend trinken, sonst wird es noch schlimmer. Bei anhaltenden oder ernsten Beschwerden wie Blut im Stuhl sollten Sie allerdings einen Arzt aufsuchen.
  3. Harnwegsbeschwerden wie z.B. unerwünschter Harnverlust beim Niesen oder Lachen, oder Inkontinenz. Darunter leiden zahlreiche Menschen. Die Ursache kann ein Beckenboden- oder ein Prostataproblem sein. In den meisten Fällen kann man etwas dagegen tun. Also doch besser kurz zum Arzt.
  4. Scheidenpilz: Dieses Problem ist immer noch von einem Tabu umgeben, während das ganz unnötig ist. Gelegentlich klingt Scheidenpilz von selbst ab, aber manchmal empfiehlt sich doch ein Termin beim Arzt.

Tipps für Ihren Hausarztbesuch

Das Verschieben eines Arztbesuchs ist nicht sinnvoll. Die meisten Beschwerden können behandelt werden. Und manchmal kann es durchaus riskant sein, zu lange zu warten. Wie überlebt man „peinliche“ Momente? Wir haben Tipps!

  1. Suchen Sie vor der Terminvereinbarung den Fachbegriff für die Beschwerden heraus, mit denen Sie lieber nicht zum Arzt gehen möchten. Fachausdrücke klingen oft viel weniger peinlich und treiben einem nicht gleich die Schamröte ins Gesicht. Starke Blähungen kann man auch „Flatulenz“ nennen, und Mundgeruch „Halitosis“. Aber Vorsicht beim Googeln: Im Internet liest man oft Schlimmes über die möglichen Ursachen diverser Symptome. Dadurch erscheint so manche kleine Störung viel ernster, als sie ist.
  2. Vergessen Sie nicht, dass der Arzt einiges gewohnt ist. Ob ungleichmäßige Schamlippen, stinkende Füße, Warzen oder Kopfweh: Das alles gehört zum Arztalltag.
  3. Sagen Sie gleich zu Beginn, dass es Ihnen schwer fällt, über Ihre Beschwerden zu sprechen. Dann ebbt die Spannung oft schon ab. Auch wird der Arzt alles tun, um Ihnen die Situation zu erleichtern.

Fällt es Ihnen trotzdem schwer, mit bestimmten Symptomen zum Arzt zu gehen? Dann könnte eine Online-Arztkonsultation eine Lösung sein. Konsultieren Sie einen Arzt unter Dokteronline.com.

 

Quellen:

Lichamelijke klachten waarvoor mensen zich schamen (Körperliche Beschwerden, für die man sich schämt) (s.d.). Verfügbar unter: https://www.polikliniekdeblaak.nl/blog/lichamelijke-klachten-waarvoor-mensen-zich-schamen/

Schaamte bij de dokter (Scham beim Arzt) 2009(4). 164. Verfügbar unter: https://www.henw.org/artikelen/schaamte-bij-de-dokter

Niemandsverdriet, J. (2013). 7 klachten waarvoor we ons schamen: toch maar naar de huisarts (Beschwerden, für die wir uns schämen: trotzdem zum Hausarzt). Verfügbar unter https://www.gezondheidsnet.nl/voeten/7-klachten-waarvoor-we-ons-schamen

Zwaag, M.v.d. (2019). Voor deze aandoeningen schamen we ons het meest bij de huisarts (Für diese Beschwerden schämen wir uns beim Hausarzt am meisten). Verfügbar unter: https://www.margriet.nl/fitengezond/gezondheid/aandoeningen-schamen-huisarts/