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Bakterielle Vaginose – Symptome

An welchen Symptomen erkennen Sie eine bakterielle Vaginose?

Bakterielle Vaginose ist eine der häufigsten Ursachen für vaginale Beschwerden. Mögliche Symptome, wie beispielsweise erhöhter Ausfluss, der unangenehm riecht, werden durch eine gestörte Balance zwischen Bakterien und Schimmelpilzen in der Vagina verursacht. Der Säuregrad in der Vagina ist hierbei höher als gewöhnlich, wodurch Bakteriensorten, wie die Gardenella Vaginalis und Mycoplasma hominis, die Chance bekommen, sich übermäßig zu vermehren. Dadurch werden normale gute LaKtobazillen verdrängt.

Bakterielle Vaginose verläuft bei vielen Frauen ohne Symptome. Wenn doch vaginale Beschwerden auftreten, sind dies unter anderem:

  1. erhöhter vaginaler Ausfluss;
  2. grau-weißer und/oder dünner/klebriger vaginaler Ausfluss;
  3. kleine Bläschen im Ausfluss (manchmal);
  4. Luftstöße aus der Vagina;
  5. Der vaginale Ausfluss riecht säuerlich und kann einen leichten Fischgeruch haben. Der Geruch wird stärker, wenn der Ausfluss mit Sperma in Berührung kommt;
  6. vaginale Rötungen;
  7. eine juckende/irritierte Vagina und Schamlippen;
  8. Schmerzen beim Wasserlassen;
  9. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Mögliche Komplikationen

Schwangere Frauen mit bakterieller Vaginose laufen ein erhöhtes Risiko, eine Frühgeburt zu haben. Außerdem kann es vorkommen, dass die Fruchtblase frühzeitig platzt oder, dass das Kind mit einem sehr geringen Gewicht zur Welt kommt.

Die richtige Diagnose

Wenn Sie eine oder mehrere der oben genannten Beschwerden bei sich wiedererkennen, dann haben Sie eventuell bakterielle Vaginose. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass die Beschwerden einen anderen Grund haben. Einige Symptome von bakterieller Vaginose sind nämlich die gleichen wie die einer vaginalen Pilzinfektion oder einer Geschlechtskrankheit, wie Trichomonas oder Kandidose.

Die Diagnose „Bakterielle Vaginose“

Ihr Hausarzt wird anhand von Fragen bezüglich Ihrer Beschwerden (u.a. zu dem Geruch, der Farbe und der Struktur Ihres Ausflusses) und gegebenenfalls auch mithilfe einer Untersuchung des Ausflusses bestimmen, ob Sie eine bakterielle Vaginose haben oder nicht. Auf diese Weise kann der Säuregrad Ihres Ausflusses gemessen werden. Ein pH-Wert, der über 4,5 liegt, ist ein Hinweis auf eine bakterielle Vaginose. Ein anderer Test, der ebenfalls eine bakterielle Vaginose aufweisen kann, ist eine mikroskopische Untersuchung mithilfe einer Salzlösung. Hierbei wird ein Tropfen Salz auf den Ausfluss geträufelt. Wenn unter dem Mikroskop daraufhin sogenannte „Clue-Zellen“ zu sehen sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass eine bakterielle Vaginose vorliegt.

Selbsttests

Gehen Sie mit Ihren Beschwerden lieber nicht zum Hausarzt, dann können Sie einen pH-Balance-Test auch zu Hause machen. Dieser Selbsttest misst den Säuregrad (pH-Wert) der Vagina. Sie sehen direkt nach dem Test, ob der pH-Wert zu hoch ist und, ob Sie etwas unternehmen müssen.

Folgeuntersuchung bei einem positiven Ergebnis

Bei einem positiven Ergebnis wird Ihr Arzt weitere Untersuchungen veranlassen, um der Ursache Ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen. So kann schnellstmöglich die passende Behandlung aufgestellt werden. Wenn die Chance besteht, dass Sie eine Geschlechtskrankheit haben (beispielsweise weil Sie keinen festen Partner haben und Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten), wird der Arzt Sie hierauf testen. Sowohl eine vaginale Pilzinfektion als auch Geschlechtskrankheiten mit den gleichen Symptomen können mithilfe von einem sogenannten Abstrich festgestellt werden.

Die Behandlung

Meist vergeht eine bakterielle Vaginose von selbst. Nur bei lästigen Beschwerden wird eine Antibiotika-Behandlung verschrieben. Diese besteht in der Regel aus einer einmaligen Dosis von vier Tabletten Metronidazol (500 mg). Der Partner muss nicht behandelt werden. Wenn diese Behandlung die Symptome nicht lindert, folgt eine Behandlung mit 500 mg Metronidazol Tabletten, die eine Woche lang zweimal täglich eingenommen werden müssen.

Eine andere mögliche Behandlung besteht aus Antibiotika-Cremes, wie Clindamycin, die in die Vagina gebracht werden müssen.

Wenn Sie schwanger sind, ist es sehr ratsam, die bakterielle Vaginose in jedem Fall zu behandeln.

Wie kann eine bakterielle Vaginose verhindert werden?

Es ist häufig nicht klar, warum das natürliche Gleichgewicht in der Vagina gestört wurde und, warum die Symptome entstehen. Faktoren, wie Altertum, die Phasen des menstrualen Zyklus, Hormoneinnahmen, eine Schwangerschaft, aber auch verschiedene Emotionen können einen Rolle spielen. Dabei kann auch eine falsche Hygiene die Ursache sein. Der normale pH-Wert in der Vagina kann beispielsweise durch irritierende Stoffe verändert werden. Dies kann von dem Gebrauch von Tampons, von Seife oder auch durch Bakterien aus den Därmen geschehen. Bitte folgen Sie den folgenden Tipps:

  1. Tipp 1
    Waschen Sie Ihre Vagina ausschließlich mit lauwarmem Wasser. Gebrauchen Sie also keine vaginalen Waschmittel. Diese können das natürliche Gleichgewicht stören. Außerdem ist dies nicht nötig, da sich die Innenseite der Vagina von selbst reinigt.
  2. Tipp 2
    Tupfen Sie Ihre Vagina nach dem Waschen vorsichtig trocken. Wenn Sie stattdessen reiben, können Irritationen verursacht werden.
  3. Tipp 3
    Wischen Sie sich nach dem Toilettengang von vorne nach hinten ab. Wenn Sie es andersherum tun, können Darmbakterien in die Vagina gelangen.
  4. Tipp 4
    Wechseln Sie Tampons und Binden nach maximal vier Stunden.
  5. Tipp 5
    Gebrauchen Sie keine Binden außerhalb Ihrer Menstruation. Hierin haben Bakterien nämlich die Möglichkeit, sich ungehindert zu vermehren.