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Arten von Asthma

Arten von Asthma

Asthma: eine Krankheit, die einem den Atem raubt

Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten beim Einatmen oder sogar das Gefühl, dass Sie ersticken… Ein Asthma-Anfall kann unglaublich beängstigend sein. In Deutschland leiden Schätzungen zufolge etwa 5% der Erwachsenen an Asthma. Bei Kindern unter 15 Jahren kommt die Krankheit sogar bei jedem 10ten vor. Aber was ist Asthma eigentlich, was kann man dagegen tun und wo liegt der Unterschied zwischen Asthma und COPD?

Chronisch, aber doch nicht immer

Asthma ist eine chronische Lungenkrankheit. Bei dieser Krankheit sind die Luftwege ständig ein bisschen entzündet. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Asthma-Patient kontinuierlich Beschwerden hat. Asthma-Symptome treten nämlich nur in sogenannten Anfälle auf. Die Anfälle werden durch bestimmte Reize ausgelöst, wie beispielsweise Rauch, kalte Luft, Parfum, Hausstaubmilben oder Pollen. Die Atemwege reagieren auf diese Reize, indem sie sich verengen und mehr Schleim produzieren. Dies führt zu einem sehr beengenden Gefühl, Husten und Kurzatmigkeit.

Die verschiedenen Arten von Asthma

Nicht alle Asthma-Patienten reagieren auf die gleichen Reize empfindlich. Es gibt dementsprechend verschiedene Arten von Asthma:

  1. Allergisches Asthma: eine Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Stoffe, wie auf den Pelz von Haustieren, Hausstaubmilben oder Pollen. Diese Form von Asthma kommt sehr häufig vor.
  2. Nicht-allergisches Asthma: Überempfindlichkeit gegenüber Rauch, kalter oder feuchter Luft oder eines bestimmten Geruchs.
  3. Asthma durch Anstrengung: Hierbei wird ein Anfall durch körperliche Anstrengung verursacht, wie beispielsweise plötzliches Rennen.

Glücklicherweise gibt es für all diese Arten von Asthma bestimmte Medikamente, die einen Asthma-Anfall unterdrücken oder sogar verhindern können.

Zerstäuber

Asthma ist nicht heilbar. Allerdings ist es möglich, die Symptome zu bekämpfen. Die meisten Asthma-Patienten benutzen hierfür Medikamente, die inhaliert werden. Diese kann man wiederum zwischen „Controller“ und „Reliever“ unterscheiden.

  1. Controller, wie beispielsweise Bricanyl und Qvar, enthalten Steroide. Sie bewirken, dass die Entzündung in den Atemwegen gelindert wird und so weniger schnell auf Reize reagiert. Somit wirken Controller also entzündungshemmend. Diese Art der Medikation wird meist täglich angewandt, um Asthma-Anfälle zu verhindern.
  2. Reliever, wie beispielsweise Ventolin und Atrovent, können einen akuten Asthma-Anfall lindern oder abschwächen. Diese Medikamente wirken sehr entspannend auf die Muskeln in den Atemwegen, wodurch diese sich erweitern und Sie wieder einfacher atmen können. Es ist ratsam, dieses Medikament jederzeit zur Hand zu haben, falls ein unerwarteter Asthma-Anfall aufkommt. Verstauen Sie daher am besten zusätzliche Zerstäuber in Ihrer Sporttasche, in Ihrem Nachttisch und in Ihrem Auto.

Asthma oder COPD?

Viele Menschen glauben, dass Asthma und COPD (Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung) das gleiche ist. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Symptome ähneln sich zwar, aber die Ursache und der Verlauf der Krankheiten sind unterschiedlich. COPD tritt als Folge von geschädigten Lungen auf, wie es beispielsweise durch das Rauchen oft geschieht. Die Ursache von Asthma ist bis heute noch ungeklärt. Allerdings wird vermutet, dass bestimmte Faktoren, wie eine genetische Veranlagung oder eine Frühgeburt, eine wichtige Rolle spielen. Außerdem haben COPD-Patienten chronische Beschwerden wie Atemprobleme und Husten, während Menschen mit Asthma auch Perioden ohne jegliche Beschwerden durchleben. COPD wird übrigens mit den gleichen Medikamenten behandelt: Controllers und Relievers sind auch bei diesen Patienten ein Muss im Medizinschrank.

Wussten Sie schon, dass…

  1. der Begriff Asthma vom griechischen Wort „ásthma“ abgeleitet wird, was wörtlich „keuchen“ bedeutet?
  2. mehr Frauen als Männer an Asthma leiden?
  3. es auch Berufsasthma gibt?