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Akne: Was kann ich dagegen tun?

Haben Sie Akne?

Was ist Akne und was kann man dagegen tun?
Akne ist die medizinische Bezeichnung für eine Hauterkrankung, die vor allem bei jungen Menschen vorkommt: Jugendpickel. So gut wie jedermann hat hierunter schon einmal gelitten. Meistens geschieht dies zwischen dem 15ten und 25 Lebensjahr, obwohl es auch bei älteren Menschen vorkommen kann. Es gibt auch Menschen, die nicht nur ab und zu einen Pickel bekommen, sondern die ganze Zeit unter dieser Krankheit leiden und auf vielen Stellen die Pickel haben: im Gesicht und manchmal am Hals, an den Schultern und auf dem Rücken. Bei ihnen ist Akne eine ernste, umfassende Hauterkrankung. Besonders bei Pubertierenden und jungen Erwachsenen, für die das Aussehen sehr wichtig ist, kann diese Krankheit zu emotionalen und sozialen Problemen führen.

In diesem Artikel informieren wir Sie über die Fakten und bestehenden Missverständnisse über Akne und was Sie dagegen tun können.

Wie entsteht Akne?

Akne ist die Folge einer verstopften oder entzündeten Pore in der Haut. Diese sogenannten Talgdrüsen sind auf dem ganzen Körper verteilt, außer an den Fußsohlen und in den Handflächen. Die Konzentration der Talgdrüsen und die Menge Talg, die sie produzieren, ist jedoch im Gesicht, auf der Brust und auf dem Rücken am höchsten.

Talg verhindert einen Flüssigkeitsverlust der Haut, schützt gegen Pilze und Bakterien und hält die Haut geschmeidig. Sobald der Ausgang der Talgdrüse (die Pore) verstopft, sammelt sich der Talg unter der Haut an und kann sich daraufhin entzünden.

Wie können Sie Akne erkennen?

Die verschiedenen Erscheinungsformen von Akne

Sie erkennen dieses Hautproblem an:

  1. Komedone, oder auch Mitesser und Gerstenkörner. Mitesser sind offene Komedone, die Sie an dem schwarzen Pünktchen auf der Haut erkennen. Sie sind häufig einfach zu entfernen. Gerstenkörner sind geschlossene Komedone, die unter der Haut liegen. Es sind weiße Unebenheiten mit einer dünnen Lage Haut. Sie sind nicht so einfach zu entfernen. Dies sollte besser durch einen Hauttherapeuten geschehen;
  2. Papeln. Dies sind rote Unebenheiten, die durch eine entzündete Talgdrüse entstehen;
  3. Pusteln. Eine Pustel ist eine Papel mit einem weißen Köpfchen. Hierin befindet sich Eiter;
  4. Zysten. Eine Zyste entsteht durch eine schwere Entzündung unter der Haut;
  5. Narben. Bei ernsten Formen von Akne können Narben entstehen. Meist sind diese tiefe Krater in der Haut.

Die verschiedenen Typen von Akne

Wir unterscheiden die folgenden Typen von Akne:

  1. Akne vulgaris. Vulris bedeutet auf Lateinisch „normal“. Dies ist also die am häufigsten vorkommende und häufig mildeste Form. Dieser Typ von Akne kann die obengenannten Merkmale auslösen;
  2. Akne conclobata. Bei dieser Form entstehen sehr ernste Entzündungen, zu erkennen an den dicken, roten und schmerzenden Unebenheiten (meist auf dem Rücken);
  3. Akne fulminans. Diese heftige Form entsteht sehr plötzlich. Rein äußerlich ähnelt diese Form sehr der Akne conclobata, aber nun ist der Patient auch krank. Die körperlichen Beschwerden können aus Unwohlsein, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Gewichtsverlust bestehen;
  4. Akne infantum. Unter diesen Typ fallen die kleinen, Akne-ähnlichen Pickelchen, die Neugeborene in Ihrem Gesicht bekommen können;
  5. Akne ectopica. Nun sitzen die Hautveränderungen in der Leistengegend und in den Achseln.

Die Ursache von Akne

Die exakte Ursache für dieses Hautproblem ist noch nicht genau bekannt. Was wir jedoch wissen ist, dass eine Anzahl, sich gegenseitig beeinflussende Faktoren eine Rolle in der Verstopfung und Entzündung der Talgdrüsen spielen.

Die wichtigsten Auslöser von Akne sind:

  1. eine erhöhte Talgproduktion;
  2. Veränderungen in der Verhornung (Abschuppung) der Haut;
  3. Bakterien;
  4. Äußere Faktoren, wie Kosmetika, Druck und Reiben;
  5. Bestimmte Medikamente;
  6. Genetische Veranlagung.

Eine erhöhte Talgproduktion und Verhornung der Haut

Akne entsteht meist in der Pubertät, weil der (männliche und weibliche) Körper in dieser Phase mehr Testosteron produziert. Unter Einfluss von diesem männlichen Hormon wachsen Talgdrüsen, produzieren mehr Talg und der Talg wird außerdem dicker. Gleichzeitig nimmt die Hautabschuppung zu. Durch eine Mischung von Talg und toten Hautzellen kann sich eine Art Korken formen, der den Ausgang der Talgdrüse versperrt und so die Pore verstopft.

Hormonelle Schwankungen können jedoch auch bei Erwachsenen auftreten und so Akne verursachen. So bekommen viele Frauen kurz vor der Menstruation Pickelchen und schwangere Frauen bekommen oftmals Probleme damit.

Bakterien

In den Talgdrüsen leben natürliche Bakterien. Diese Organismen verwandeln Talg in Fettsäuren. Durch aufgehäuften Talg in Verbindung mit diesen irritierenden Fettsäuren bläst sich die Talgdrüse immer weiter auf und platzt letztendlich auf. Wenn diese irritierenden Stoffe auf die nahegelegene Haut gelangen, verursachen sie eine Entzündung.

Äußere Faktoren, wie Kosmetika, Druck und Reiben

Akne kann außerdem durch äußere Faktoren verursacht werden, wie beispielsweise durch Make-up, Haargel und -öl, oder chlorhaltige Produkte, die in bestimmten Industrien und Berufen eingesetzt werden. Auch durch diese Produkte können Talgdrüsen verstopfen. Außerdem kann bestehende Akne verschlimmert werden, wenn viel Druck besteht oder durch Reibung, wie beispielsweise durch das Rasieren, das häufige Tragen eines Helm, eines Stirnbandes, eines schweren Rucksacks oder eines zu straffen BHs. Hierdurch kann die Haut irritiert werden und Schweiß kann sich ansammeln.

Bestimmte Medikamente

Beispiele von Medikamenten, die Akne verschlimmern können, sind bestimmte Steroide, wie Prednison, Antidepressiva, Anti-Epilepka und der übermäßige Gebrauch von Androgenen (beispielsweise bei Body-Buildern).

Erbliche Veranlagung

Zum Schluss spielt auch Vererbung eine kleine Rolle bei der Entstehung dieser Hauterkrankung.

Die häufigsten Missverständnisse

Noch immer gibt es viele Märchen und Missverständnisse über die Entstehung von Akne. Wir zählen hier einige für Sie auf.

Sie bekommen KEINE Akne durch:

  1. Schlechte Hygiene;
  2. Einen Vitaminmangel;
  3. Den Konsum von bestimmten Lebensmitteln, wie Schokolade, Pommes und Schweinefleisch;
  4. Spannung oder Stress;
  5. Transpiration.

Selbsthilfe bei Akne

Wenn Sie entzündete Pickel auf Haut haben, gibt es einige Do’s und Don’ts:

Do’s und Don’ts:

  1. Lassen Sie Ihre Haut möglichst in Ruhe! Waschen Sie Ihre Haut mit lau-warmem Wasser und tupfen die die Haut danach vorsichtig trocken. Vermeiden Sie Hautirritationen durch übermäßiges Waschen (mit Seife), Reiben oder Massieren. Nutzen Sie eventuell milde Waschgels.
  2. Ultraviolettes Licht der Sonne oder von einer künstlichen Quelle kann Akne vorübergehend lindern. Achten Sie jedoch darauf, dass zu viele dieser Strahlen schädlich sein können, auch in Verbindung mit dem Risiko auf Hautkrebs.
  3. Meiden Sie Make-up! Hierin befinden sich Stoffe, wodurch Sie Akne bekommen können. Wenn Sie Make-up doch gebrauchen möchten, nutzen Sie dann Produkte, die auf Wasser basieren;
  4. Sie sollten die Pickel niemals ausquetschen! Hierdurch können neue Pickel und Narben entstehen;
  5. Entfernen Sie Mitesser nur, nachdem Sie ein 10-minütiges Dampfbad genommen haben. Waschen Sie danach Ihre Hände gründlich und desinfizieren Sie Ihre Hände mit etwas Alkohol (70%);
  6. Nutzen Sie Arganöl, um Ihre Haut zu versorgen. Dieses Öl stärkt und repariert die Haut, indem es die übermäßige Talgproduktion bekämpft.

Wie wird Akne behandelt?

Wie Akne am besten behandelt wird, hängt von dem Grad, von der Narbenformung, aber auch vom Alter und vom Geschlecht ab. Letztendlich wird Ihr Arzt bzw. Dermatologe eine passende Behandlung aufstellen. Hierbei kann er/sie unter anderem aus den folgenden Behandlungsmethoden wählen:

  1. Medikamente, die die Talgproduktion hemmen. Beispiele hier sind die Anti-Baby-Pille und Isotretinoine (der wirksame Stoff in Roaccutane und Isotrex). Ärzte verschreiben Roaccutane bei ernster Akne, wenn andere Medikamente nicht helfen;
  2. Antibakterielle Mittel, wie Antibiotika und Benzoylperoxide;
  3. Entzündungshemmende Medikamente, wie Antibiotika (Doxycycline und Minocyclin);
  4. Medikamente, die eine erhöhte Hautabschuppung bekämpfen. Denken Sie hierbei beispielsweise an Tretinoin Creme;
  5. Eine tiefe Reinigung der Haut durch einen Hauttherapeuten;
  6. Licht- und Lasertherapie, die einen positiven Effekt auf die Akne haben, aber auch Narben bekämpfen;
  7. Medizinische Camouflage-Therapie zur Behandlung der Narben.